Archiv für Februar, 2006

designpattern

Design PatternDa sitze ich nun nächtelang vor dem Rechner, feile am Layout der Seite, bearbeite Stylesheets und Templates. Sobald es in einem Browser stimmt, zeigt der nächste wieder Macken. Mittlerweile konzentriere ich mich auf den Referenzbrowser Firefox und versuche, die Unstimmigkeiten im Internet Explorer möglichst klein zu halten.
Es ist halt wie im richtigen Leben: Ich kann es nicht jedem recht machen, irgendwann muss ich mich entscheiden, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke. Dabei bleibt zwangsläufig an irgendeiner Ecke was auf der Strecke. Na ja, ein Browser ist im Gegensatz zu vielen Menschen nicht beleidigt, wenn ich ihn etwas vernachlässige. Andererseits: wäre es respektvoll, wenn ich mich jedem nur mit halber Aufmerksamkeit widme? Mir jedenfalls ist es lieber, wenn mir mein Gegenüber ehrlich sagt, was Sache ist und mir nicht etwas anderes Glauben machen will.

Schon spannend: aus jeder noch so popeligen Alltagsarbeit lässt sich eine Parallele zu meinem Verhalten und Empfinden ziehen. Geht das nur mir so? Sehe ich die Verbindungen, weil ich sie suche? Oder geht es garnicht anders, kann der Mensch nur etwas erschaffen, was seinem innersten Wesen entspricht?!

„Und er schuf den Menschen nach seinem Ebenbild.“

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spassverweigerer

Narrenfreie ZoneSeit gut einer Stunde geht direkt an unserem Haus der „Gaudiwurm“ vorbei – Welden stellt jedes Jahr einen respektablen Faschingsumzug auf die Beine. Die Festwägen sind großenteils klasse gebaut, originell und mit viel Liebe zum Detail. Unsere Katze schaut ganz verstört, gut alkoholisierte Kids werfen mit billigen Bonbons um sich, die Scheiben klirren ob der überlauten Ballermann-Musik. Derweil steht das halbe Dorf (oh Entschuldigung, Welden ist Marktgemeinde) am Gehsteig, ersammelt sich den Jahresvorrat an Süßigkeiten und wippt enthusiastisch mit dem Fuß.
Wahrscheinlich macht das ganze Spektakel nur mit einem gesunden Mischungsverhältnis von Blut und Alkohol Spass. Aber ich trinke gerade nichts, und angesichts des öffentlich legitimierten Aberwitzes bin ich ganz froh darum!

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Abgefahren

Pseudo 3DNeulich hab ich irgendwo gelesen: „Suche nicht nach Antworten. Suche die Fragen!“.

Nun gut, hier ist eine: Wenn alles, was ich erlebe und erfahre, nur ein Spiegel meiner Selbst ist. Und wenn das, was ich gemeinhin als Realität betrachte, lediglich in meinem Kopf stattfindet. Wer bleibt dann übrig, um zu reflektieren? Wer oder besser WAS betrachtet sich da?

Und noch eine: Was ist denn der Boden der Tatsachen eigentlich? Dieser Boden besteht doch zu 99,99% aus Nichts! Wenn ich mir einen Atomkern (Protonen und Neutronen) ca. 1cm groß vorstelle, dann ist seine „Hülle“ (Elektronen) ca. 100m weit entfernt davon – so lang ist ein Fußballplatz! Was ist dazwischen? Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Selbst diese kleinsten Teilchen bestehen wiederum aus noch kleineren „Teilchen“ (für die ganz genauen: Quantenwelt). Die Wissenschaft spricht schon lange nicht mehr von Materie, eher von „Wahrscheinlichkeitswolken“.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich zu 99,99% Prozent leer bin, wird mir ganz schwindlig im Kopf. Und gleichzeitig spüre ich sowas wie Ehrfurcht vor dem Etwas, das da am machen ist. Denn dieses was-auch-immer bin ja auch ich. Unvorstellbar, nicht zu be-greifen. Der Verstand läuft in eine Endlosschleife, bleibt mit einem Bluescreen stehen und öffnet sich für einen winzigen Moment der unendlichen Größe dieses Seins.

Echt abgefahren!

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kehrseite

Manche Themen drängen sich mir einfach auf, ziehen sich dann wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Heut‘ morgen zum Beispiel: aus irgend einem Grund hatten sich einige unserer Computer im Serverrack ins Nirvana verabschiedet – ganz schlecht. „Das Gute daran ist,“ denk ich mir „das ich die Kisten nun mal in Ruhe durchstarten kann – wenn eh schon alles steht!„.
Später ein Gespräch beim Kunden: „Viele Menschen verlieren gerade den Boden unter den Füßen. Jobs sind nicht mehr sicher, das Geld wird immer weniger wert, was gestern noch richtig und gut war ist heute schon falsch und schlecht. Kein Wunder, dass so viele Resignieren, sich ziellos treiben lassen!„. Hat ja auch eine positive Seite. Wenn die alten Werte weg brechen, ist Platz für Neues. Vielleicht bringt das einige zum Nachdenken und Hinterfragen unseres ach so zivilisierten Wohlstands. Und vielleicht ist das für manche genau der richtige Tritt in den Hintern, um aufzuwachen und nicht mehr so viel Wert auf den schönen Schein zu legen.

Aber es geht auch anders herum: „Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich es heute mal geschafft habe, zu mir zu stehen und mich wichtiger als die anderen zu nehmen!“. Und mir fällt sofort die Kehrseite dazu ein: „Du hast aber auch lange genug auf einen geschickten Zeitpunkt gewartet, so lange, dass Du fast dran kaputt gegangen wärst. Und unter den Umständen ist dieser Schritt ja keine große Kunst!“. Da bleibt vom guten Gefühl nicht mehr viel übrig.

Ich seh fast immer zwei Seiten der Medaille. Und so schön das auf der einen Seite ist, so destruktiv ist es auf der anderen oft. So sehr es mir in manch schwieriger Situation Kraft und Gelassenheit gibt, so sehr nimmt es mir bei heiteren Gelegenheiten den Spaß und die Unbekümmertheit.
Alles hat seine zwei Seiten, schön und gut. Aber muß ich denn immer danach suchen? Ist es so schwer, das Leben einfach so zu nehmen wie sich’s gerade bietet?

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neuronal

Das ist jetzt bereits die dritte Nacht, welche ich mit dem customizing des Neuron Themes für diesen Weblog zum Tag mache. So langsam habe ich alles ins Deutsche übersetzt, die Plugins eingebunden (nachdem ich sie erst mal an WordPress 2.0 angpasst hatte) und vor allem die Optik nach meinen Vorstellungen hingedengelt habe.

iRadio, Groove Salad und Aural Moon bieten mir dazu den richtigen Rahmen – vor lauter Freude über die gute Musik vergess ich glatt immer wieder, was ich gerade machen wollte 🙂

So ihr Lieben, jetzt is aber Feiermorgen – für’s erste.

Gute Nacht

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