eigentlich


SeemannsgarnEigentlich“ sagt Matthias „gibt’s gar keine Gegenwart! Der letzte Moment ist ja schon Vergangenheit und der nächste ist schon in der Zukunft?!
Eigentlich“ sag‘ ich „existiert die Vergangenheit nur in unserem Gedächtnis und die Zukunft nur in unserer Phantasie.
Da hast Du auch wieder recht. Dann gibt’s ja eigentlich nur das Jetzt!
Schon erstaunlich, wie sehr wir uns auf Erlebnisse berufen, welche nur in den Windungen unseres Gehirns vorhanden sein könnten. Und wie sehr wir unser Wohlbefinden von der Erfüllung von Umständen abhängig machen, welche unserer Phantasie entsprungen sind und von denen keiner weiß, ob sie jemals eintreffen.
Eigentlich“ sagt Matthias „ sollte jeder im Hier und Jetzt leben und sich nicht den Kopf über Dinge zerbrechen, welche eh nicht mehr zu ändern sind. Dann wäre die Welt mit einem Mal deutlich freundlicher!“
Eigentlich eine gute Idee.“ sag‘ ich „Aber dann hätte ja keiner mehr eine Ausrede zum Beleidigt sein, keinen Grund mehr um jemanden Schuld zu geben, keine Veranlassung mehr zum Jammern und Lamentieren.“
Und das ist reichlich unbequem, bedeutet es doch letztendlich einzugestehen, das jeder ganz allein selbst dafür verantwortlich ist, wie er sich gerade fühlt. Wer sich dennoch auf dieses Abenteuer einläßt, entdeckt irgendwann, das dieses Leben eigentlich ganz wunderbar ist.

Den wissenschaftlichen Hintergrund für diese Gedanken liefert Jörg Starkmuth in seinem Buch Die Entstehung der Realität. Ganz ohne Formeln, für jeden quantenmechanischen Laien nachvollziehbar und auch noch spannend geschrieben. Wem das mit dem selber Lesen und Denken zu anstrengend ist, der kann sich in vielen Kinos gerade den Film What the bleep do we (k)now?! anschauen (www.bleep.de). Selbes Thema.

Den sollte eigentlich jeder sehen“ sagt Matthias.
Da hast Du eigentlich recht!

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