Abgefahren


Pseudo 3DNeulich hab ich irgendwo gelesen: „Suche nicht nach Antworten. Suche die Fragen!“.

Nun gut, hier ist eine: Wenn alles, was ich erlebe und erfahre, nur ein Spiegel meiner Selbst ist. Und wenn das, was ich gemeinhin als Realität betrachte, lediglich in meinem Kopf stattfindet. Wer bleibt dann übrig, um zu reflektieren? Wer oder besser WAS betrachtet sich da?

Und noch eine: Was ist denn der Boden der Tatsachen eigentlich? Dieser Boden besteht doch zu 99,99% aus Nichts! Wenn ich mir einen Atomkern (Protonen und Neutronen) ca. 1cm groß vorstelle, dann ist seine „Hülle“ (Elektronen) ca. 100m weit entfernt davon – so lang ist ein Fußballplatz! Was ist dazwischen? Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Selbst diese kleinsten Teilchen bestehen wiederum aus noch kleineren „Teilchen“ (für die ganz genauen: Quantenwelt). Die Wissenschaft spricht schon lange nicht mehr von Materie, eher von „Wahrscheinlichkeitswolken“.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich zu 99,99% Prozent leer bin, wird mir ganz schwindlig im Kopf. Und gleichzeitig spüre ich sowas wie Ehrfurcht vor dem Etwas, das da am machen ist. Denn dieses was-auch-immer bin ja auch ich. Unvorstellbar, nicht zu be-greifen. Der Verstand läuft in eine Endlosschleife, bleibt mit einem Bluescreen stehen und öffnet sich für einen winzigen Moment der unendlichen Größe dieses Seins.

Echt abgefahren!

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