Archiv für März, 2006

technisches III

Steffi’s Blogwiese gefällt mir gut, das Lightbox-Plugin zum Anzeigen von Bildern habe ich bei ihr entdeckt und auch gleich die Hirngespinste mit ausgestattet. Das Plugin Counterize zählt die Besucher der Hirngespinste. Ich habe es um eine kleine Grafik mit dem Trend der letzten 30 Tage erweitert.

TeneriffaAnsonsten wird es nun von meiner Seite erst mal etwas ruhig werden – am Mittwoch geht es für 11 Tage zum Wandern nach Teneriffa! Die Hirngespinste landen dann vorerst auf traditionelle Weise im Tagebuch. Wenn ich allerdings ganz verwegene Ideen habe, suche ich mir ein Internetcafe und schreibe Euch 😉

[Update] Catharina ist so nett und übernimmt solange die Rolle des Herausgebers – Merci Dir 😛

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resonanz

Einstein hat gezeigt, das Raum und Zeit nicht voneinander getrennt sind, sondern ein Kontinuum bilden. Unser gewohntes Zeitempfinden kommt uns nur deswegen linear vor, weil wir uns alle im selben Rahmen bewegen, wir uns diesbezüglich auf einen gemeinsamen Kontext geeinigt haben. Nur so können wir eine -mehr oder weniger- stabile Realität erleben. In Wirklichkeit existieren weder Vergangenheit noch Zukunft, alles passiert im Jetzt.
Die Quantenphysik zeigt, das Realität -wie wir sie kennen- erst durch den Fokus unserer Aufmerksamkeit entsteht. Solange keiner „hinschaut“, existieren alle nur denkbaren Möglichkeiten parallel und unabhängig voneinander. Erst die bewußte oder unbewußte Ausrichtung auf einen Aspekt verdichtet diese Wahrscheinlichkeitswolke zu dem, was wir als Boden der Tatsachen empfinden.
Wir stehen in ständigem Austausch mit unserer Umgebung, kommunizieren unablässig über Raum und Zeit hinweg mit allem was ist. Wie das funktioniert, weiß noch niemand so recht, dass es so ist scheint gesichert. Ein bißchen nachvollziehbar wird es, wenn ich mit jemandem „auf gleicher Wellenlänge“ bin: es braucht keine Worte, um im Gleichtakt zu sein, so wie die Seiten einer Gitarre mitschwingen, wenn der richtige Ton getroffen wird.

Ich existiere also in allen möglichen Ausprägungen in allen nur denkbaren Zeiten (schon passt das Wort nicht mehr, passiert doch alles JETZT – aber das kann mein Verstand nicht so recht greifen) und kommuniziere fortwährend mit mir selbst. Klar nehme ich mich nur einmal wahr, meine Aufmerksamkeit ist auf diesen einen Punkt konzentriert und kreiert so das Empfinden eines Einzelwesens.
Resonanz Wenn ICH mich nun nicht so wohl in meiner Haut fühle, mir meine Realität nicht schmeckt, der Job nervt, das Wetter am Gemüt zehrt und überhaupt, dann sende ich eine für diese Stimmung ganz charakteristische Botschaft aus – ich will sie mal „Gemütswellen“ nennen. Einer der möglichen Norbert’s in der näheren Zeitumgebung, der sich pudelwohl fühlt und so richtig zufrieden mit sich und der Welt ist, sendet natürlich entsprechend andere Gemütswellen aus. Und ein möglicher Dritter fühlt sich in einem Monat genau so unzufrieden und zerissen wie ICH heute.

Mit welcher dieser zwei Möglichkeiten werde ich wohl in Resonanz gehen, wo wird der Fokus meiner Aufmerksamkeit hingezogen werden und mitschwingen?

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nebeneffekt

Je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein 🙂 Es ist befreiend, bringt oft Klarheit im Kopf, macht Spaß … und ja, es tut mir gut, die langsam steigende Leserzahl zu bemerken! Noch traut(?) sich kaum jemand, einen Kommentar zu meinen Hirngespinsten abzugeben oder gar eigene Artikel zu verfassen. Aber ich glaube, das liegt zu einem guten Teil auch an meiner eigenen Erwartungshaltung.

Und wieder merke ich beim Schreiben, das mir die Bestätigung durch andere mindestens ebenso wichtig ist wie das Schreiben selbst 😉 Als Nebeneffekt getarntes Fishing for compliments – ganz schön raffiniert! Vor ungefähr 2 Jahren habe ich geschrieben, das ich kaum mehr Mitspieler suche. Na ja, das stimmt wohl nicht mehr so ganz. Ich habe ja nicht zuletzt deswegen mit dem Schreiben begonnen, weil ich niemanden kenne so weit an mich heranlasse, um mich mit ihr / ihm über meine oft verqueren Gedanken auszutauschen (vor allem nicht zu den Zeiten, zu denen mir solche Hirngespinste durch den Kopf gehen:).

Ich habe mich gerade dazu entschlossen, in einer neuen Kategorie nok’s tagebuch so nach und nach zu veröffentlichen – bin gespannt, wie es Euch gefällt 😯

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schall und rauch?

aumWie mächtig Sprache ist, merke ich erst wenn ich bewußt auf den Gebrauch einzelner Worte achte.
„Eigentlich“ ist eines davon: es lässt mir eine hübsche kleine Hintertür offen, ich brauch mich nicht festzulegen, kann notfalls problemlos umschwenken auf das genaue Gegenteil der Aussage.
Oder „Man“: solange man etwas fühlt, denkt oder macht bin ich ja in bester Gesellschaft. Wie viel schwerer ist es da, eindeutig Stellung zu beziehen und „ich denke, das …“ zu sagen.
„Besonders“ ist ein schönes Beispiel für die weitreichende Wirkung eines einzigen Wortes: betrachte ich mich als etwas Besonderes, be-werte ich mich auf eine Art und Weise, welche dem Rest der Welt diese Fähigkeit oder dieses Unvermögen abspricht und mich gleichzeitig ausgrenzt. „Einzigartig“ hingegen ist ein jeder, keiner wird auf- oder abgewertet – mit diesem Wort schaffe ich Gemeinschaft.

Für mich ist die Welt Klang und Schwingung, Sprache ist eins der Werkzeuge, die sie modelliert und formt.
Fallen Euch auch Beispiele dazu ein?

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reaktionszeit

Schon eigenartig: immer wenn ich dabei bin die Hoffnung zu verlieren, wenn ich glaube es geht nicht mehr weiter, wendet sich das Blatt plötzlich und ich seh‘ wieder einen Lichtschimmer am Horizont. Auf einmal habe ich neue Bilder im Kopf, finde neue Worte und habe neue Ideen. Bin ich vielleicht anfangs zu nahe dran am Geschehen, sehe damit den Wald vor lauter Bäumen nicht? Resignieren, Aufgeben, Davonlaufen wollen heisst ja auch Abstand nehmen, sich distanzieren. Und das bringt fast zwangsläufig einen neuen Standpunkt mit sich, eine andere Sicht der Dinge, etwas mehr Überblick. Eigentlich etwas ganz Positives – das müsste mir nur mal in der Phase der Verzweiflung einfallen 🙂

Es geht also wieder mal um Zeit. Zeit die ich brauche, um das aktuelle Geschehen wirklich aufzunehmen, mich darauf einzulassen, zu spüren was mit mir geschieht. Um die Zeit bis zum Verstehen des Erlebten, den Punkt, an dem sich zwar alles noch seltsam dumpf anfühlt, sich aber eine Ahnung von Sinnhaftigkeit im Kopf breit macht. Bis schließlich der Moment erreicht ist, an dem sich Gefühl und Verstand treffen und zusammen eine neue Erfahrung ausmachen, welche mein Erleben zumindest in dieser einen Hinsicht verändert.

Thaddeus Golas fällt mir ein, Der Erleuchtung ist es egal, wie Du sie erlangst:
Nehmen wir an, jemand rüttelt an einem Tisch und eine Tasse beginnt hinunterzurutschen. Wenn deine Wahrnehmungsschwingungen sehr langsam sind, werden Dir deine Wellen eine Botschaft schicken, wo sich die Tasse befindet, wenn sie zu fallen beginnt, einen zweiten Eindruck, wenn sie sich auf halbem Weg zum Boden befindet, und einen dritten, wenn sie aufschlägt. Wenn aber deine Schwingungen rasch sind, wirst du eine ganze Reihe von Eindrücken von dem Weg erhalten, den die Tasse zu Beginn ihres Falles nimmt, und du wirst das Gefühl haben, dass Dir eine Menge Zeit zur Verfügung steht, um deine Hand hinüber zu bewegen und sie aufzufangen, wenn du willst.
Achte sorgfältig darauf, dass Ereignisse schnell zu geschehen scheinen, wenn deine Schwingungen langsam sind, und dass du dann das Gefühl hast, die Dinge passieren zu schnell, als dass du sie in den Griff bekommen könntest. Und es könnte sein, dass du Dich umso mehr gedrängt fühlst, noch intensiver zu versuchen, die Kontrolle darüber zu bekommen.

Je rascher du aber schwingst, und je mehr Eindrücke du von deiner Umgebung zurück bekommst, desto langsamer wird der Ablauf aller Ereignisse erscheinen, und desto eher wirst du das Gefühl haben, darüber zu stehen. Je mehr du liebst, desto rascher schwingst du und desto weniger hast du das Bedürfnis, irgendetwas unter Kontrolle zu halten, und du fürchtest Dich nicht vor Veränderung und Abwechslung.

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