nichts


Schwarzes LochDieses kleine Wort ist der Anfang vom Ende. „Was ist los mit Dir?“„Nichts!“. Nur sechs Buchstaben und bei mir läuft ein Film ab, der garnicht mehr aufhört. Mein Gespür wird in Frage gestellt, ich werde offensichtlich belogen, fühl mich sofort ausgeschlossen! Alles ist besser als dieses eine Wort: „Später.“ oder „Das geht Dich nichts an!“ ist auch nicht schwieriger zu sagen, oder? Na ja, es setzt zumindest voraus, das ich mir selber eingestehen kann, das etwas los ist.
Nichts allerdings ist wie ein kleines schwarzes Loch, das jede Kommunikation gnadenlos unterbindet. Es breitet sich aus, umfasst langsam und unmerklich immer mehr Bereiche und führt letztendlich zum Kollaps des gesamten Systems – übrig bleibt Schweigen.

  1. #1 von Catharina am 10. März 2006 - 11:24

    Hallo du Lieber,
    dein Beitrag in Hirngespinste hat mich sehr berührt! Was du da beschreibst sind „Killerphrasen“ die einen erschreckend lähmenden Effekt haben können.

    Sorry, mich beschäftigt seit Tagen, warum ich nicht fähig bin als Autor(in) zu schreiben, natürlich hätte auch ich diverse Themen, aber ich habe einfach nicht die Traute eben diese so öffentlich zu äußern, -man könnte sich „ja weiß Gott was“ denken, da fehlts mir einfach an Gottvertrauen/Selbstvertrauen.
    Natürlich, -was kann schon passieren? Nicht wirklich viel!
    Außer der Angst mich lächerlich zu machen, aber die ist leider mächtig!

    Ich habe oft so zwischen Wachen und Schlafen, oder z.B. unter der Dusche, wie ich finde gute Gedanken die ich in dem Moment gerne speichern würde, – setze ich mich hin um etwas zu Papier zu bringen, ist es weg, nur ein fader Schatten bleibt -bleiern!

    Liebe Grüße
    Ina

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