resonanz


Einstein hat gezeigt, das Raum und Zeit nicht voneinander getrennt sind, sondern ein Kontinuum bilden. Unser gewohntes Zeitempfinden kommt uns nur deswegen linear vor, weil wir uns alle im selben Rahmen bewegen, wir uns diesbezüglich auf einen gemeinsamen Kontext geeinigt haben. Nur so können wir eine -mehr oder weniger- stabile Realität erleben. In Wirklichkeit existieren weder Vergangenheit noch Zukunft, alles passiert im Jetzt.
Die Quantenphysik zeigt, das Realität -wie wir sie kennen- erst durch den Fokus unserer Aufmerksamkeit entsteht. Solange keiner „hinschaut“, existieren alle nur denkbaren Möglichkeiten parallel und unabhängig voneinander. Erst die bewußte oder unbewußte Ausrichtung auf einen Aspekt verdichtet diese Wahrscheinlichkeitswolke zu dem, was wir als Boden der Tatsachen empfinden.
Wir stehen in ständigem Austausch mit unserer Umgebung, kommunizieren unablässig über Raum und Zeit hinweg mit allem was ist. Wie das funktioniert, weiß noch niemand so recht, dass es so ist scheint gesichert. Ein bißchen nachvollziehbar wird es, wenn ich mit jemandem „auf gleicher Wellenlänge“ bin: es braucht keine Worte, um im Gleichtakt zu sein, so wie die Seiten einer Gitarre mitschwingen, wenn der richtige Ton getroffen wird.

Ich existiere also in allen möglichen Ausprägungen in allen nur denkbaren Zeiten (schon passt das Wort nicht mehr, passiert doch alles JETZT – aber das kann mein Verstand nicht so recht greifen) und kommuniziere fortwährend mit mir selbst. Klar nehme ich mich nur einmal wahr, meine Aufmerksamkeit ist auf diesen einen Punkt konzentriert und kreiert so das Empfinden eines Einzelwesens.
Resonanz Wenn ICH mich nun nicht so wohl in meiner Haut fühle, mir meine Realität nicht schmeckt, der Job nervt, das Wetter am Gemüt zehrt und überhaupt, dann sende ich eine für diese Stimmung ganz charakteristische Botschaft aus – ich will sie mal „Gemütswellen“ nennen. Einer der möglichen Norbert’s in der näheren Zeitumgebung, der sich pudelwohl fühlt und so richtig zufrieden mit sich und der Welt ist, sendet natürlich entsprechend andere Gemütswellen aus. Und ein möglicher Dritter fühlt sich in einem Monat genau so unzufrieden und zerissen wie ICH heute.

Mit welcher dieser zwei Möglichkeiten werde ich wohl in Resonanz gehen, wo wird der Fokus meiner Aufmerksamkeit hingezogen werden und mitschwingen?

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