Archiv für April, 2006

namaste

BuddhaFallen Dir auch die vielen mißmutigen, verbitterten und traurigen Gesichter der Menschen auf? Wir waren heute auf Gut Mergenthau in der Ausstellung Lebensraum Garten. Natürlich waren viele Leute unterwegs, und so hatte ich wieder mal mehr als genug Gelegenheit, Gesichter zu betrachten und Muster sehen zu üben. Und auf einmal habe ich es entdeckt: in jedem noch so verkniffenen Gesicht findet sich die leise Ahnung von Glück, etwas Schönem, einem einzigartigen Talent. Ich muss es nur sehen wollen! Oh ja, manche machen es mir nicht leicht, verstecken sich gut hinter irgendeinem schweren Schicksal, Selbstmitleid, Arroganz, Oberflächlichkeit oder Enttäuschung. Und doch ist es da, wartet darauf erkannt zu werden und sich zeigen zu können.
In Indien begrüßt man sich mit Namaste, was soviel bedeuted wie „Ich erkenne und ehre das göttliche in Dir“. Es liegt an mir und meiner Aufmerksamkeit, in jedem Menschen das Göttliche, Einzigartige und Unverwechselbare wahr zu nehmen.

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denkfehler

Die Krone der SchöpfungDu kennst das bestimmt: Zahnschmerzen zwingen Dich nach langem Ringen zum Arzt, Du sitzt im Wartezimmer und auf dem Behandlungsstuhl sind die Schmerzen plötzlich verschwunden. Oder die Katze, die schon beim Anblick der Bürste mal vorsichtshalber die Krallen ausfährt, auf dem Tisch des Tierarztes aber auf einmal ganz friedlich ist: „Nee, lass mal gut sein, mir fehlt doch nichts!“.
Ganz anders verhält es sich dagegen mit Dingen, denen wir üblicherweise kein Bewußtsein zugestehen. Unser VW-Bus musste zum TÜV, und alt wie er ist (284.000 km) war so einiges zum richten, was Herr M. in der Werkstatt auch zuverlässigst getan hat. Auf dem Bremsenprüfstand beim TÜV platzt dann ein Bremsschlauch, später am Abend segnet auch gleich noch der Öldruckschalter das Zeitliche. Oder der Rechner, der klaglos -und zugegebenermaßen laut- all die Jahre sauber läuft. Doch sobald das Gehäuse aufgeschraubt und das neue Netzteil eingebaut ist, mag die Tastatur nicht mehr, vom Bluetooth-USB Adapter ganz zu schweigen.
Als wollten die scheinbar leblosen Dinge die Gelegenheit nutzen, das sich jemand mal ordentlich um sie kümmert?!

Eigentlich viel schlauer, oder? Irgendwas haben wir mit Bewußtsein ausgestatteten Wesen da noch nicht so richtig verstanden!

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wunder der technik

Na, da habe ich ja grade bei Mindtime was Nettes entdeckt: wenn Du eine Webcam angeschlossen hast, kannst Du einen Schnappschuss von Dir in diesem Beitrag hinterlassen!

[Der Link ist leider nicht mehr verfügbar!]

Wenn das mal keine Versuchung ist 🙂

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kurzfilm – festival

VorspannDu kennst das bestimmt: in den Morgenstunden, wenn die Nacht nicht mehr so dunkel und der Schlaf nicht mehr so tief ist, reihen sich viele kleine Traumfetzen wie Perlen an einer Schnur aneinander. Phantastische Ideen geben sich die Hand mit Gedanken an den bevorstehenden Tag und Erinnerungen aus der Kindheit, durchbrochen von kurzen Momenten des „Ich will noch nicht aufwachen!“.

So ungefähr hat sich mein zweiter Aufenthalt im Isolationstank des Institut Soleil angefühlt. Kaum war der Deckel zu und das Licht aus, ging es auch schon los. Immer wenn ein „Film“ vorbei war, habe ich die Augen aufgemacht; natürlich macht es keinen Unterschied, es ist genauso stockdunkel wie mit geschlossenen Augen 🙂 Aber es hat mich wachgehalten – ich war den ganzen Tag schon sehr müde heute.
Waren das erste Mal meine Empfindungen noch vollauf mit dem neuen Körpergefühl beschäftigt, so konnte ich mich dieses Mal ganz in die Traumwelt meiner Gedanken fallen lassen. Und wenn ich zwischendurch mal die Idee hatte, jetzt etwas besonderes Erleben zu müssen, hat mich ein Satz schnell wieder erwartungslos und offen gemacht: „Kein Widerstand!“ – der funktioniert auch im Alltag 😉

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i’m walking

Höhenprofil München - VenedigUnsere Urlaubspläne nehmen langsam Gestalt an. Nachdem wir erkannt haben, dass eine Tour durch die peruanischen Anden momentan einfach unrealistisch ist, planen wir nun eine etwas entschärfte Variante: Zu Fuß von München nach Venedig. Andreas hat uns mit seinen Erzählungen den Mund wässrig gemacht – er ist die Tour letztes Jahr mit Freunden gegangen.

Mal abgesehen von den Anforderungen an Körper und Ausrüstung ist für mich vor allem die psychische Seite das reizvolle an solch einer Tour. Sind wir es doch gewohnt mit Auto, Bahn oder Flieger in Windeseile überall hin zu kommen. Wie befreiend wird es dagegen für unsere reizüberfluteten Hirne sein, in 4 Wochen die 500 km Strecke und ca. 20.000 Höhenmeter zu Laufen?! Wieviel Kraft werde ich danach aus dem Erlebnis schöpfen, jeden Tag auf’s Neue den inneren Schweinhund überwunden und den Rucksack geschultert zu haben?

[Update] „Eines Menschen Seele kann nur so schnell Reisen, wie ihn seine Füße tragen können“. (Indianisches Sprichwort, gerade auf Virmontis Seit’n entdeckt:)

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