ertappt


Da mokiere ich mich über Kollegen, welche während der Arbeitszeit lustig surfend am Computer sitzen, predige lauthals: „Wenn man die Dinge sich selbst überlässt, werden sie schlimmer.“. Und dann kommt irgendwann mein Chef und macht mir deutlich, dass ich es im Prinzip nicht anders mache. Autsch, das sitzt! Und das beste daran ist, selbst nicht gemerkt zu haben, wie ich mich in genau die gleiche Richtung bewege, die ich an anderen kritisiere.

Wieder einmal fällt mir Thaddeus Golas ein: „Was wir sehen, sind immer wir selbst. Es ist zwecklos, das Verhalten von irgend jemandem verbessern zu wollen. Wenn er wüsste, was er tut, würde er es nicht tun, ganz gewiss, aber er ist ebenso gut imstande wie wir, es zu wissen. Wenn er es nicht aus seinem eigenen freien Willen heraus sieht, ist es dann wahrscheinlicher, dass er dies tut, wenn wir es ihm sagen? Indem wir ihm seine Freiheit verweigern, sich auf dem Holzweg zu befinden, sind wir selbst auf dem Holzweg.“

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