neuland


NeulandUm es gleich vorneweg zu nehmen: die erste Session im Samadhitank ist beruhigend unspektakulär. Aber der Reihe nach.
Ich steige in das körperwarme Wasser, lege mich hin und … wow, schnelle richtig nach oben wie ein Korken. Keine Chance, im nur ca. 20 cm tiefen Wasser unabsichtlich ohne Kraftaufwand den Boden zu berühren. Wer noch nie im Toten Meer gelegen ist -und dazu gehöre ich- wird allein davon schon begeistert sein!
Ok, tief durchatmen; meine Neigung zu Klaustrophobie lässt mein Herz schneller schlagen, als ich den Knopf zum Schliessen des Deckels drücke. Doch es ist so, wie alle gesagt haben. Kein Gefühl von Enge oder Beklemmung stellt sich ein, alles bleibt so leicht und schwebend wie mein Körper im Wasser 🙂 Beruhigt schalte ich auch gleich die dezent rote Beleuchtung aus, schliesse die Augen und bin mal gespannt, was nun mit mir passiert.

Ein sanftes Bewegen des Armes und ich habe das Gefühl einer schnellen, aber unendlich sanften Achterbahnfahrt! Ich spüre die Grenzen meines Körpers kaum, Wasser und Luft haben die selbe Temperatur wie ich. Bar jeglichen Anhaltspunktes verarbeitet mein Gehirn die sanfte Schaukelei ungewohnt intensiv. Nach einer Weile habe ich mich an das neue Körpergefühl gewohnt und fange an, erst deutlich meinen eigenen Herzschlag zu hören und später dann das Rauschen des Blutes in meinen Adern – so wie wenn Du eine Muschel an Dein Ohr hälst.
Es ist ein bißchen wie Tauchen, und doch irgendwie ganz anders; ruhiger, entspannter, zentrierter. Das erste Mal Floaten bin ich vollauf beschäftigt mit all den neuen Eindrücken, der unglaublichen Entspannung des Körpers, dem Fehlen jeglicher Anhaltspunkte ausserhalb meiner selbst.

Nächste Woche steig ich wieder ein 😀

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