spielernatur


spielernaturDu kannst es drehen und wenden wie Du magst: die Begegnung mit einem unangenehmen Menschen fühlt sich immer blöd an. Jetzt kannst Du natürlich im nachhinein Dein Hirn einschalten und denken: „Naja, die hatte viellleicht eine schwere Kindheit. Oder einfach nur einen schlechten Tag. Und außerdem lebt jeder sein eigenes Leben, kein Weg ist besser als der andere. Also was soll’s.“
Blöd fühlst Du Dich trotzdem.

Wie wäre es aber, wenn Du schon in der Situation auf die Idee kämst, dass genau dieses Gefühl die Hauptsache an der Geschichte ist? Das das Spiel nicht heißt „Wie begegne ich einem arroganten / jammernden / coolen / schnippischen Menschen?“, sondern Dreh- und Angelpunkt Dein Dir eigener Umgang mit dem Gefühl ist, welches durch diese Begegnung hervorgerufen wird!?
Plötzlich wird aus dem gerade noch unangenehmen Zeitgenossen jemand, der Dir die Möglichkeit gibt, Dich neu zu spüren. Ärger, genervt sein, Langeweile oder Wut könnten mit einem mal der Idee weichen, die Situation als Chance und Herausforderung wahr zu nehmen: „Kann ich trotzdem ruhig und zufrieden bleiben? Ohne auf- oder abzuwerten? Bleib ich in meiner Mitte?“.

Und vielleicht wird das leise Lächeln, dass Dein Gesicht langsam entspannt und einnimmt, ja begleitet von dem Gedanken: „Du lebst ja in einer interessanten Welt! Die ist ja wie geschaffen für Dich, passt zu Deinem Gesichtsausdruck ebenso wie zu Deinen Worten und Deiner Gestik. Nichts für mich, schon klar – aber es ist ja auch Deine Welt :)“.

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