Auf geht’s


Auf geht'sEin paar Tage hatte ich Zeit, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Ich habe keine rechte Idee, wie ich den Weg gehen soll, der sich mir so langsam abzeichnet. Doch ich bin mir sicher, das ich ihn gehen werde – was immer er auch bringt. Klar habe ich Angst, bin unsicher. Aber so nach und nach kommt ein vertrautes Gefühl hoch: Schritt für Schritt, einen nach dem anderen. Im Moment bleiben; nicht mehr wegschauen, ja – aber auch nicht mehr im Selbstmitleid winden!

Ich beginne meine Wut und meinen Zorn zu fühlen, was reichlich ungewohnt ist. Ich spüre aber auch einen neuen Mut, eine neu Lust und Freude. Und das tut gut! Mit meiner Zuversicht ist es nicht so weit her, aber was soll’s. Eckard Tolle fällt mir ein und Byron Katie. Techno dröhnt mir den Kopf voll und mischt sich mit 3 Maß Bier von der Sonnwendfeier in Welden, ich nasche Ferrero Küßchen und mir geht’s grad gut.

Wird schon werden – was soll schon passieren?!

, , , ,

  1. #1 von christian am 19. Juni 2006 - 22:49

    was’n los nok?

    einerseits immer gut drauf und stets einen gute rat in der tasche.
    andererseits dann doch nachdenklich und zweifelnd.

    aber ich versteh dich und vergleich das mal mit der musik:
    ein neues lied ist anfangs sehr schön zu spielen und macht spaß, aber nach und nach wir es normal oder uninteressant und es kehrt stille ein. und in dieser stille überlegt man sich, ob das nun alles ist oder was als nächstes kommt und wies eigentlich mit der musikalischen entwicklung weitergehen soll…

    ich helf mir meistens mit dieser sichtweise: lass die dinge einfach laufen…

  2. #2 von norbert am 20. Juni 2006 - 00:31

    Das mit dem guten Rat ist ja auch lange Zeit eine schöne Strategie gewesen: Solange ich mich mit Anderen beschäftige, brauch ich bei mir nicht hinzusehen! Und meine Ratschläge habe ich meist gut verpackt. Wie nützlich sie auch immer gewesen sein mögen – erst auf den zweiten Blick wurden sie als leere Worte enttarnt, die ich keineswegs so leben kann, wie ich sie ausspreche.
    Nun schau ich etwas genauer hin, fühle mich mehr und rede weniger (zumindest versuch ich es:). Und so fühle ich mich momentan sehr verletzlich und unsicher, spüre den Druck auf meiner Brust und das flaue Gefühl im Magen.

Kommentare geschlossen