Archiv für Juli, 2006

reisefieber

In ein paar Stunden geht es los. Wir fahren mit dem Zug nach München und wollen gegen 10:00 Uhr vom Marienplatz Richtung Venedig loslaufen. Ich hoffe auf der Alpenüberquerung keinen einzigen Computer zu sehen, darum wird es die nächsten 4 Wochen keine Beiträge von mir geben.

Catharina und Christian schlüpfen alldieweil in die Rolle des Herausgebers – wer weiss, vielleicht bekommt ihr von den beiden was zu Lesen? Ich für meinen Teil werde fleissig fotografieren und Tagebuch schreiben. Freut euch auf Ende August, dann wird wieder ein aufregender Reisebericht fertig sein.

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schritt für schritt

FußspurenDas Leben fühlt sich für mich gerade an wie eine Achterbahnfahrt: es geht im beständigen Wechsel rauf und runter, zwischendurch beutelt es mich in harten Kurven ordentlich durch und manchmal weiß ich garnicht, wo mir der Kopf steht. Vor ein paar Wochen dachte ich, ich müsste mein Leben von Grund auf ändern, und zwar sofort und auf einmal.

Das bevorstehende Abenteuer Zu Fuß von München nach Venedig lehrt mich auch hier, dass es anders ist. Wenn ich mir dieses Vorhaben als Ganzes vorstelle, wenn ich an 520km Strecke und 20.000m Höhenunterschied denke, wird mir himmelangst. Denke ich hingegen an eine einzelne Tagesettape, fallen mir (neben der körperlichen Anstrengung, die einfach dazu gehört) nur schöne Dinge ein: Natur pur, unglaubliche Ausblicke, Ruhe, die Vorfreude auf ein Abendessen und ein Bier auf der Hütte, ein Sonnenuntergang auf einem Gipfel.

Und so bewahrheitet sich wieder einmal: Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Sowohl in Hinsicht auf einen Richtungswechsel in meinem Leben als auch auf dem Weg quer über die Alpen.

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eine minute

MiracleDer Alltag frißt mich auf.
Aufstehen, Tee trinken, in die Arbeit. Am Abend kurz in die Kneipe oder schnell Einkaufen, dann nach Hause, Garten gießen, Katze versorgen, Kochen, Essen – das war’s, der Tag ist vorbei.
Ok, der Samstag: Aufstehen, Tee trinken, zum Wertstoffhof, Einkaufen, Hausputz, Wäsche waschen. Dann in den Garten: Rasen mähen, Hecke schneiden, Brunnen reparieren. Zurück ins Haus und Katze versorgen, Kochen, Essen – das war’s, der Tag ist vorbei.
Bleibt der Sonntag. Alle Erwartungen konzentrieren sich auf diesen einen Tag. Ich weiß gleich garnicht, womit ich anfangen soll … und bleibe erst mal auf meinem Hintern sitzen. Ist ja auch so scheißbequem, dieser geregelte Tagesablauf. Nicht Nachdenken, kaum Unwägbarkeiten, kein Risiko – die Geborgenheit eines Hamsterrades!

Heute habe ich nach etwas gesucht, was mir Spaß macht – und nichts gefunden. Es gibt viel Interessantes, Schönes, Sachen die ich gerne machen und die mir gefallen. Aber Spaß? Wie fühlst sich das eigentlich an? Herzhaft Lachen gehört dazu, ausgelassen sein und sich keine Gedanken machen, die Zeit vergessen und sich aufgehoben fühlen.

Irgendwann habe ich mal eine Minute nicht aufgepasst und da muss er mir verloren gegangen sein, der Spaß.

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letztes training vor der tour

Unser heutiges Ziel war die Grosse Arnspitze. Von Mittenwald (912m) ging’s erst gemächlich, dann schön steil über die Achterköpfe und den Riedkopf (1860m) bis knapp unter die Arnspitzhütte (2003m) hinauf. Den Gipfel haben wir uns ob der fortgerückten Stunde verkniffen – die Anfahrt von Augsburg nimmt einfach viel Zeit in Anspruch.
Der Abstieg über die Hasellähne ist laut D.A.V. – Schild verfallen! So blieb uns lediglich der Weg nach Scharnitz – zurück nach Mittenwald war dann ein Taxi gerade recht. Hey, wir sind Seilbahnverweigerer, aber nicht blöd und laufen 1 Stunde an der Strasse lang:)

Grosse ArnspitzeP7020532.JPGP7020535.JPGP7020542.JPGAbstiegMagic Moments

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