scheideweg


ScheidewegEin seltsamer Monat, nicht wahr? Hin und hergerissen zwischen Stress, Frust, Sinnlosigkeit und Freude, Genuß und mich-aufgehoben-Fühlen spiegelt meine Gemütslage recht gut das Wetter wieder.

Es mag eine allgemeine Qualität der Zeit sein, schreibt doch auch Chuck Spezzano in seinem November Newsletter von einem Scheideweg, der uns diesen Monat -wieder einmal- zu einer Entscheidung auffordert. Und so scheint es mir etwas zu leicht, das verwirrende Chaos in mir und auch ringsum einfach auf das Wetter zu schieben. Es liegt -wieder einmal- an mir selbst, wie ich die Gelegenheiten nutze, die sich mir bieten.

Und bei all den verrückten Begebenheiten diesen Monat fällt mir immer wieder ein Zitat von Ich-weiß-nicht-wem ein:

Verurteile nicht den Lehrer, wenn Dir die Lektion nicht gefällt!

Nicht das es an der aktuellen Situation etwas ändern würde – aber es nimmt mir die Machtlosigkeit und zeigt mir, dass es in meiner Hand liegt, wie ich mich fühle.

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  1. #1 von Uli am 27. November 2006 - 01:45

    Der klassische Held weiss immer genau was zu tun ist. Er fragt nicht, hat immer die Orientierung, und trifft immer die richtigen Entscheidungen.

    Leider gibt es diese Art Helden nur in Romanen und Filmen. Die wenigen Menschen, denen ich begegnet bin und denen ich meinen „Heldenstatus“ verleihen würde, waren allesamt von Zweifeln und Unsicherheiten geplagt. Deswegen waren/sind sie meine Helden, weil sie erst nach reiflicher Überlegung gehandelt haben und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf ihre Umwelt genau bedacht haben.

    Drum ist es gar nicht so schlecht, wenn man sich fünfmal überlegt, ob man einen Schritt geht oder nicht. Wenn einem dabei die Sonne ins Gesicht scheint, selbst wenn es Ende November ist, umso besser. Dann lässt es sich noch besser überlegen.

    Ich habe heute auf meinem Balkon Erdbeeren geerntet. Für Ende November nicht schlecht. Sie schmecken zuckersüss und ich hab es kaum übers Herz gebracht sie zu pflücken. Hätt ichs aber nicht getan wären sie morgen vielleicht erfroren gewesen. Oder am Ende doch nicht? Hmm, vielleicht wären sie nach ein paar Tagen noch besser gewesen?

    Lasst uns die Fähigkeit, unsere Entscheidungen von allen Seiten her zu beleuchten, nicht als Schwäche, sondern als Gabe auffassen. Ich glaube, nur ganz wenige Fragen bringen uns an einen Scheideweg. Die meisten bestimmen nur den generellen Kurs. Der kann auch schon mal notfalls einen Aussetzer vertragen.

    In diesem Sinne, gute Nacht !

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