zeit haben und nichts tun


ein kleiner gedanke den ich hin und wieder habe, aber nun endlich mal zu papier bringen muss:

*ich bin in der arbeit; ich habe zu tun; ich bin die nächsten stunden einfach damit beschäftigt dinge zu tun, die ich tun muss. wie sehr sehne ich auf den moment, wenn ich nach hause komme und dinge tun kann die ich gern mache. (überleg) …ja genau… das! genau DAS mach ich heute abend. ach wenn doch nun schon abend wär… den ganzen tag denk ich an die schöne sache…
so. fertig! jetzt nach hause… haha! yeah!… die eigenen vier wände… jogginghose an, snack essen, … jetz kann ich endlich DAS tun. hingesetzt… ach ja, eigentlich könnt ich vorher noch schnell mails checken. und auf diese website schau ich auch noch. so; jetz aber… hm… ja… irgendwie hab ich gar keinen bock mehr DAS zu tun… irgendwie… ach…  hm… was läuft denn im fernsehn?
schrecklich oder? den ganzen tag freut man sich auf eine sache. und wenns soweit ist, ist alles nicht mehr so wie man sichs vorgestellt hat, und man macht doch was anderes… was zeitverschwendendes.

… man weiß die dinge erst zu schätzen, wenn man sie nicht hat …*

  1. #1 von norbert am 3. Januar 2007 - 23:49

    Oft genug geht es mir genau so.

    Doch manchmal, nur manchmal gehe ich so auf in dem, was ich gerade arbeite, dass es kein „Muss“ mehr ist. Ich mache es gern, freue mich schon auf den nächsten Arbeitsgang und komme garnicht auf den Gedanken, irgend etwas anderes machen zu wollen – ich mache ja schon, was ich will!

    Vielleicht bekomme ich es nur deswegen nicht gebacken, in meiner so sehr herbei gesehnten Freizeit genau DAS zu tun, weil ich den ganzen Tag über vor dem weggerannt bin, was gerade war. Und der Schwung, den ich mir auf diese Weise den ganzen Tag über aufgebaut habe, lässt mich am Abend dann ziel- und planlos am Eigentlichen vorbei torkeln. Ich krieg‘ die Kurve nicht mehr, bin das (davon-)rennen zu sehr gewohnt.

    Wie es wohl wäre, immer genau das zu lieben was ist?

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