realitätsgestaltung


Kennst Du die Geschichte mit dem Hammer?
Da will ein Mann ein Bild aufhängen, den Nagel hat er, aber keinen Hammer. Also denkt er sich „Gehe ich doch schnell in den dritten Stock hoch zum Nachbarn, der hat bestimmt einen Hammer.“

Auf dem ersten Treppenabsatz, fällt ihm ein, das der Nachbar heute morgen nur so flüchtig gegrüßt hat: „Vielleicht hat er ja was gegen mich?“. Überhaupt war der schon etwas seltsam die letzte Zeit, als würde er ihm aus dem Weg gehen. „Der tut ja so, als würde ich mir ständig was leihen von ihm! Also ich würde einem Nachbarn so einen leichten Gefallen nicht abschlagen. Die Welt wäre so viel schöner, wenn alle etwas freundlicher miteinander umgehen würden. Aber es muss ja immer ein paar so eingebildete Menschen geben, die einem das Leben schwer machen!“

Endlich klingelt er beim Nachbarn und der öffnet die Tür. Doch noch bevor der „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Freund schon an: „Behalten Sie doch Ihren blöden Hammer, Sie Rüpel!“

[Aus dem Buch Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick]

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