Archiv für April, 2007

immer öfter

Fliegende HexeWas ein bißchen Sonne und eine schöne Umgebung doch alles ausmachen. Es ist ordentlich voll, geht nur langsam voran; aber hey, ich bin zum Geniessen hier, will mich inspirieren lassen von der Ausstellung Lebensraum Garten. Und das bin ich nach wenigen Minuten auch. Weniger vom schönen Kunsthandwerk (ähmmm naja, einen größeren Garten bräuchten wir halt – und einen größeren Geldbeutel) als vielmehr von all den entspannten, gut gelaunten Gesichtern rings um uns. Kaum ein grimmiges Gesicht ist in der Menge auszumachen, kein Jammern über Steuererhöhung, Arbeitslosigkeit oder das Wetter zu hören.

Es stimmt schon, was Tania Konnerth im neuen Zeit zu Leben – Newsletter so treffend schreibt: „Statt den eigenen Fokus auf alles zu richten, was nicht gut läuft, was schlimm oder schlecht ist, schenkt ein Blick auf das, was gut funktioniert, was gut und positiv ist, viel Energie und es bereitet deutlich mehr Freude.“.

Der Blick auf die schönen, oft nur kleinen Dinge im Leben unterbricht den Alltagstrott und öffnet mich dem Fluß des Lebens wieder. Zwar gelingt es mir nicht immer, so vertrauensvoll und zufrieden wie die fliegende Hexe zu sein … aber immer öfter.

[Update] Noch während ich den Artikel schreibe, flattert der neue Sinnsprüche-Newsletter ins Postfach. Und hallo, der passt ja mal wieder genau zum Thema 🙂
Danke Anton!

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überfällig

SophyDas war schön lange überfällig. Und wenn wir uns nicht neulich in der Helsinki Bar getroffen hätten, wäre wohl ein weiteres dreiviertel Jahr ins Land gegangen bis zum nächsten Grillfest im alten Zuhause.

Leicht und unbeschwert habe ich mich gefühlt, hatte Spass in der jungen Runde mit dir, Meike, Hannah und Alex und ein schönes Gespräch mit Peter. Überhaupt Peter – der hat sich ja ganz schön verändert … und das gereicht ihm ausserordentlich zum Vorteil! Der Männerabend mit ihm ist auch schon lange überfällig und sollte nun schleunigst ins Auge gefasst werden.

Vielen Dank für den schönen Abend Sophy. Und ja, ich weiß: der Besuch in deinem Haus ist ebenfalls überfällig – noch 🙂

PS: Meike kommt nicht ungeschoren davon, in einem der nächsten Beiträge wird das Bild mit den Ringelstrümpfen veröffentlicht 😉

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räderwerk

RäderwerkDie zwei Tage in Griesheim haben richtig Spass gemacht. Mit Heiko und Michael lässt sich’s auch richtig gut zusammen arbeiten. Ein bißchen besser vorbereitet hätte ich allerdings sein können – für meinen Anspruch an mich und meine Arbeit war mir manches oft ein klein wenig zu holprig.
Der Abend auf dem Schloßplatz in Höchst war Klasse: vollkommen überraschend wir mich (ich hatte nicht mit einem Abendprogramm gerechnet), mein erster 8er Bembel und dann noch die schöne Open Air Kneipe am Mainufer.
Danke euch beiden!
Die Zugfahrt zurück nach Augsburg hat mir allerdings deutlich gezeigt, wie sehr ich an unserem kleinen Basislager in Welden hänge. Und ich habe gemerkt, dass ich nicht auf Dauer ständig unterwegs sein möchte – ich käme mir irgendwie entwurzelt vor, gefangen im Räderwerk des Jobs. Zwischendurch macht das ja Laune, nur noch aus dem Koffer zu leben wäre nichts für mich. Ich werde in Zukunft den Laptop mitnehmen, dann kann ich im Zug noch arbeiten und komme nicht auf trübsinnige Gedanken 🙂

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stöckchen

Leerer KopfDa wirft der Pjöni mir ein Stöckchen zu und ich sitze hier und mir fällt Blindenstock ein. Wie der quasi das Bewusstsein des Blinden erweitert und wo denn mit diesem verlängertem Bewusstsein der Mensch nun anfängt? An der Spitze des Stockes, in der Mitte oder doch erst an der Hand? So ein Stock ist ja nichts anderes als ein weiterer Sensor, der Input für die Denkwindungen liefert, wie Auge, Nase oder Ohren. Und weil unser so hoch gelobtes Gehirn keinen Unterschied zwischen dem Input eines Sensors und den selber ausgedachten Signalen z.B. eines Traumes oder den durch eine Mindmachine ausgelösten Bildern machen kann, ist die Frage ja schon irgendwie berechtigt.

Noch verworrener wird die Sache, wenn ich sie von der anderen Seite betrachte: was macht mich denn eigentlich aus, wenn ich mich nicht mehr über das definieren kann, was ich sehe, höre, spüre, rieche? Oder anders: Nimm ein großes Glas und leg alles hinein, was dir zu dir selber einfällt: Ich heiße Norbert, bin groß, habe (mehr graue als) dunkle Haare, rede gerne schlau daher, höre gerne Musik, verreise am liebsten mit Rucksack in ferne Länder, … Bin ich nun der Inhalt – oder vielmehr das Glas? Und wie fühlt sich das an, dieses Glas zu sein? Der Inhalt ist ja austauschbar, vergänglich, vielleicht nicht mal real?!

Weil ich aber mittlerweile recht blind in den Tiefen meines Geistes herum stochere und nichts Gescheites dabei herauskommt, werfe ich das Stöckchen nun weiter an Matthias und ChliiTierChnübler – viel Spaß!

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im verborgenen

Erst bei näherer Betrachtung ...So manches offenbart sich dem neugierigen Geist erst bei genauerer Betrachtung. So mag manch ein Zeitgenosse auf den ersten Blick ein recht blasser und farbloser Geselle sein, doch kaum mache ich mir die Mühe und schaue hinter die Fassade – hast Du gesehen, der Mann fährt Motocross, hat ordentlich was in der Birne und es lässt sich auch noch vortrefflich mit ihm über Gott, die Welt und das Leben philosophieren!... zeigt sich ...

Aber es geht natürlich auch anders herum: jahrelang hälst deine Ecken und Kanten eben für das – Ecken und Kanten. Und dann, wie der Zufall es so will, bekommst Du Gelegenheit hinter die eigene, sorgfältig gepflegte Fassade zu blicken … und entdeckst eine massive Angst. Auch sie hat sich im Verborgenen prächtig entwickelt, in Ruhe gelassen vor neugierigen Fragen und aufdringlichen Therapien.... die Wahrheit

Worum ich mich nicht kümmere, das wird sich mir nicht erschliessen. Ob das nun unbequeme Dinge wie vermeintliche Ecken und Kanten sind oder eben auch die schönen Seiten des Lebens – von alleine kommt weder das eine noch das andere aus seinem Versteck.

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