vielschichtig


VielschichtigDer April präsentiert sich vielschichtig. Alles scheint unklar, so viele Dinge sind in der Schwebe momentan. Ein neues Auto kaufen oder weiter Geld in den guten, alten Bus stecken? Umziehen muss wohl sein – oder doch nicht? Und wenn, dann kaufen oder mieten? Der leidige Hausmeisterjob bei dynasys – Schwamm drüber. Meine Beziehung zu Frau B. ist gerade spannend, definiert sich irgendwie neu, birgt nach 19 Jahren einen gewissen Unsicherheitsfaktor … was die ganze Geschichte im Moment sehr reizvoll macht.

Einzig das Projekt ist gewissermaßen der feste Pflock in meinem Leben, um den sich alles dreht und der alles wenden kann. Ich freue mich auf jeden Tag, den ich mit den beteiligten Menschen und der komplexen Aufgabenstellung verbringen darf.
Und so vielseitig diese neue Herausfoderung ist, so mannigfaltig wirkt sie sich auch auf meinen Alltag aus. Ich glaube ich bin einfach ungeduldig – wie damals als Kind, als Mama und Papa den Weihnachtsbaum schmückten und die Spielzeugeisenbahn aufbauten – und ich den ganzen Tag nicht ins Zimmer durfte 🙂

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  1. #1 von Uli am 16. April 2007 - 00:13

    der pflock schlägt sich jeden tag tiefer in dein leben. dennoch darf es nur ein parameter von vielen sein, die dein leben bestimmen…

    ich hatte selbst mehrere dieser herausforderungen in meinem lebenslauf. es ist auch immer gutgegangen, aber ich habe einen sehr hohen preis dafür bezahlen müssen. dennoch würde ich vermutlich alles wieder genauso machen, wenn ich nochmal die chance hätte, darüber zu verhandeln. dabei stehen zumindest bei mir nicht die objektive betrachtung, sondern die gefühlsmässige einschätzung im vordergrund. die sagt mir 2 tage lang, dass ich alles falsch gemacht habe. dann sagt sie mir 3 tage lang, dass es wahrscheinlich doch richtig war. was nu? ich werds nie erfahren. aber es gibt halt nicht nur schwarz oder weiss, sondern es gibt töne und nuancen.

    gottseidank *aufschnauf*
    liebe grüsse
    uli

  2. #2 von norbert am 17. April 2007 - 01:11

    Richtig, falsch, gut, schlecht – Gewissheit gibt es nicht, da hast du recht. Nach wie vor ist der einzig gültige Maßstab für mein Leben mein eigenes Wohlbefinden, jetzt in diesem Moment. Nicht gestern oder vor einem Monat und auch nicht morgen oder in einem Jahr. Den hohen Preis gibt es nur in meinem Kopf; wenn ich anfange, irgend einer Idee nach zu trauern, die ich vielleicht nicht gelebt habe. Und die mir jetzt erstrebenswerter erscheint als das, was war und ist. Doch es ist müßig, mich gegen die gelebte Wirklichkeit zu stemmen. Sie ändert sich dadurch garantiert nicht, lediglich mein Gefühl dazu.
    Meinen eigenen Maßstab aber kann ich mit ein klein wenig Mut und einer gesunden Portion Vertrauen ins Leben immer wieder anlegen. Bei mir, für mich, ganz banal im Alltag, auf dem Boden der Realität – so wie hier 🙂

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