Archiv für Juni, 2007

ruhesitz

RuhesitzNatürlich könnte ich mich so langsam zurück lehnen, die Füße hochlegen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Schließlich habe ich es mir in den nun 46 Jahren recht gemütlich eingerichtet im Leben. Habe viele schöne Erinnerungen gesammelt, die reichlich Stoff zum Erzählen kurzweiliger Geschichten bieten. Habe mein Auskommen, mein (gemietetes) Haus, meine Frau, mein Auto, …

Aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, das ich das jemals machen werde, auch nicht mit 90 Jahren – wenn ich denn so alt werde. Denn das hieße für mich, die Neugierde verloren zu haben. Den Spaß an neuen Herausforderungen, die Aufregung, in einer neuen Umgebung zurecht zu kommen, den täglichen Nervenkitzel der Gradwanderung zwischen Unsicherheit und selbstüberschätzenden Mut. Das alles kann und will ich nicht einfach abschalten.

Und deshalb wünsche ich mir für das nächste Lebensjahr weiterhin viele neue Begebenheiten und Erlebnisse in meinem Leben. Und das ich immer auf’s Neue den Mut finde, mich ihnen zu stellen und daran zu wachsen. Zu noch mehr Freude, zu noch mehr innerem Frieden. Der Ruhesitz wird warten müssen – solange benutze ich ihn für den Frühschoppen im Garten 🙂

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)

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andere schale – gleicher kern

Andere Schale - gleicher Kern

Da mich kaum jemand mit Krawatte kennt, fühlen sich die meisten immer

gleich bemüßigt, mich zu fotografieren.

Ich find’s klasse 🙂

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kleiderordnung

10 Jahre www.dynasys.deIn ein paar Stunden ist es soweit. Viele sind ganz aufgeregt, rufen an und fragen, was sie zu so einem Anlass denn anziehen sollen. Dabei ist das doch eine ganz normale Geschichte? Jedes Jahr das Gleiche, heuer eben 2-stellig. Ok, die Runden sind schon ein klein wenig besonders, die feiere ich privat ja auch etwas ausgiebiger.

Das Programm ist klasse, die location etwas ganz Besonderes, und der Anlass ist es wert, das 60er-Jahre-Batik-Shirt mal gegen ein Hemd zu tauschen. Aber wegen der Kleiderordnung gleich unsicher werden? Nee, nee, in erster Linie ist es eine Party, kein Staatsempfang. Und selbst zu dem würde ich mich nicht verkleiden, ist ja schließlich kein Faschingsball 🙂

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lichtblick

Laterne1.000 Dinge zu erledigen, die eben erledigt werden müssen. Hundert und Aberzwölf Sachen im Hinterkopf, welche ich gerne machen möchte und irgendwie nicht dazu komme. Es passiert so viel gerade und doch habe ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Als hätte jemand die Zeit etwas beschleunigt und ich komme nicht hinterher.

Aussortieren, Wichtiges von Banalem trennen, die Ruhe bewahren. Und schon wieder in die Falle getappt: vor lauter Ruhe bewahren den Hintern nicht hoch bekommen und den Abend hypnotisiert vor der Glotze verbracht – nichts gesehen, einfach weg gedöst.

Der alten Laterne (Altstadt von Höchst bei Frankfurt) ist es egal, worauf ihr Licht scheint. Sie be-wertet nicht, sondern gibt sich ganz ihrer Bestimmung hin – einfach zu leuchten. Ich hingegen habe immer irgend welche Ansprüche und Erwartungen im Hirn. Statt mich ganz meiner Bestimmung hinzugeben – einfach zu leben.

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höchste zeit

StuhlalmEins, zwei, drei im Sauseschritt
Läuft die Zeit, wir laufen mit,
Schaffen, schuften, werden älter,
Träger, müder und auch kälter.
Bis auf einmal man erkennt,
Daß das Leben geht zu End!

Gosauseen Viel zu spät begreifen viele
Die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur,
Drum Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s: Reise, reise!!

Wilhelm Busch

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