die weichen stellen


WeichenAn die Zukunft denken, Vorausplanen, die Weichen stellen – was für ein netter Gedanke. Ich mache mir meine Gedanken, überlege reiflich und entscheide mich schließlich. Gut! Jetzt zumindest. Wer weiß, was morgen ist? Die Welt ist in Bewegung, verändert sich ständig. Was heute noch nach freier Fahrt ausgesehen hat, kann morgen schon der direkte Weg auf ein Abstellgleis sein (vom Lokführerstreik mal ganz abgesehen).

Und wer weiß schon, wie ich mich morgen fühle? Auch ich bin in Bewegung, verändere mich. Vielleicht entscheide ich morgen ganz anders? Die Weichen stelle ich immer nur jetzt, in diesem Augenblick. Jetzt traue ich mich, mich auf einen neuen Job zu bewerben. Jetzt fühlt es sich stimmig an, in eine andere Stadt zu ziehen. Jetzt bin ich über beide Ohren verliebt und will gemeinsam alt werden.

Ist das auch morgen noch so, gut. Ist es morgen anders, auch gut. Die Vorfreude auf die geplante Zukunft ist genauso wenig ein Garant für deren Erfüllung wie die Vor-Sorge ein Anrecht auf das Scheitern der Pläne hat. Allein die Freude an dem eigentlichen Akt der Entscheidung ist echt, greifbar, wirklich. Und je schwerer mir eine Entscheidung fällt, desto intensiver ist die Freude darüber, es geschafft zu haben. Hier kann ich die Weichen stellen für ein erfülltes Leben.

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