Archiv für Januar, 2008

fremdkuscheln

Wir wollten uns mal wieder was gutes tun. Ich bekam seit einiger Zeit „aus heiterem Himmel“ einen Newsletter…dann eine Einladung…es sind noch Plätze frei!

Irgendwie fühlten wir uns  angesprochen ohne genau zu wissen worum es eigentlich geht. Das Alex auch Kuschel-Kurse gibt wussten wir, nur unser 24 Std. Retreat wurde nicht genau beschrieben! Lust auf eine kleine Auszeit hatten wir auf jeden Fall! NLP, Yoga , Meditation, Phantasiereisen zu Kraftplätzen und Krafttieren…irgendeine Mixtur wird es schon sein, – dachten wir. Egal, wir lassen uns überraschen!

Nach dem üblichen Vorstellen, wurden wir behutsam aufeinander losgelassen. :)Das erste mal einen wildfremden Menschen zu umarmen um dann überzugehen in die tantrische Umarmung (enges Umschlingen, Ganzkörperkontakt) war im ersten Moment schon ein wenig befremdlich.

Zwischendurch mal den Gedanken bekämpfend: „Was mach ich eigentlich hier?“ Vor einigen Jahren noch, hätte ich vermutlich fluchtartig den Raum verlassen! Aber in dem Bewusstsein alles zu können und nichts zu müssen war es völlig in Ordnung!

Eine Fülle von Eindrücken folgte, intensive Be-rührungen, Augen-blicke, Musik, Tanz, Bewegung, Meditation……die mich wieder einmal dazu brachten, mein antrainiertes, konditioniertes Bild von mir und meiner Umwelt zu ver-rücken.

Am Abend danach waren wir Essen in einem Lokal, wo wir noch frisch unsere Eindrücke austauschten. Da kam der Gedanke auf: Schau mal die Frau am Nebentisch, die schaut so aus, als würde sie auch gerne kuscheln! Wollen wir mal hingehen und fragen ob sie mit uns kuscheln will? Ein absurder Gedanke , nicht?!

Fazit: Ich bin froh das wir nicht genau wussten worauf wir uns einlassen, vermutlich hätten wir uns herkömmlicher Vorurteile bedient und diese wertvolle, bereichernde Erfahrung (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht genießen dürfen! Wir sind alle eins!

Namaste
 

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fullmoon boogie

VollmondWas für eine seltsame Idee, Montag Abend um 22:00 Uhr auf dem Land ein Cafe zu finden, wo ich in Ruhe meine Gedanken ordnen kann und den steten Strom von Bildern in Worte zu fassen vermag. Ausser Absackerkneipen, Stadtschänken oder Hotel Post, Hirsch und schlag-mich-tot ist im Umkreis von 30 km nichts zu finden :-/

So sitze ich jetzt -1½ Stunden später- wieder hier in der Küche, schreibe weiter wo ich aufgehört habe und behalte meine Hirngespinste für mich (statt sie ins Tagebuch zu schreiben). Es sind eh nur Worte, Theorien, halb-gares Wissen. Veränderung aber entsteht nicht duch Wissen, sondern durch TUN.

E=mc², der Mann mit der wirren Frisur hat schon recht. Damit die Gleichung ausgewogen bleibt, muss jedem Gesinnungswandel eine Tat folgen. Und jedes neue Tun verändert die Gesinnung – zwangsläufig, früher oder später. Es gibt kein Entrinnen. Wohin ich auch schaue, ich sehe nur wieder Aspekte meiner selbst, mehr oder weniger gut getarnt; doch letzten Endes „nur“ ein weiteres Spiegelbild.

Wir haben uns unser eigenes Spiegelkabinett geschaffen und vergessen, wo der Ausgang ist 🙂

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im orbit

WeltenseglerDer Weltensegler hatte inzwischen ein gutes Stück Distanz gewonnen. Er entfernte sich zunehmend von seinem Ego und wurde über sich erhaben. Maßstäbe veränderten sich. Er sann über Energie und Antrieb nach, die ihn so weit hinausgetragen. Und in seiner Phantasie konnte er den glühenden Gedankenschweif sehen, blubbernde Bilder, die in rasender Geschwindigkeit Ideen versprühten. Er reduzierte den Anschub, denn die Umlaufbahn war erreicht. Seine Gedanken umkreisten nun den gesamten Planeten. Und wie ein Astronaut, der die Erde zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit sieht, fand auch er sie zerbrechlich und klein. Empfand Mitgefühl mit den Menschen, die dort lebten und es so schwer damit hatten, über den Horizont ihrer persönlichen Sorgen hinauszuschauen.

aus „Der Weltensegler“

Da bin ich heute wieder mal darüber gestolpert – ist immer wieder gut. Schade, das die CD nicht mehr im Handel erhältlich ist. Gut, dass ich sie mir vor vielen Jahren gekauft habe!

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kopfstand

SpiegelbildJammern, beschweren, mosern – die halbe Welt versteht selbige nicht mehr und schimpft munter drauf los. Da weiss jemand „jetzt auch nicht warum, aber ich bin dagegen!“. Andere opfern freiwillig Geld und Zeit für einen VHS Intensivkurs und maulen dann, weil es Hausaufgaben gibt. Oder der Inbegriff des grünen Umweltaktivisten (mit Birkenstock, Schlamperhose und selbst gestricktem Wollmützchen), der fröhlich den Motor seines Wagens laufen lässt, während er beim Vollwert-Bäcker Biosemmeln kauft.

Die Welt steht nicht Kopf, auch wenn es auf den ersten Blick manchmal so scheint. Sie funktioniert ganz gut, ja sogar ausgesprochen gut – wenngleich auch nicht so, wie sich das einige vorstellen! Schau mal durch eine Lupe, die Du etwas weiter von Dir weg hälst … ganz schön verdreht sieht alles aus. Unsere Vorstellung von Welt, von Leben ist genau so eine Lupe.

Die ganze Schönheit entfaltet sich erst, wenn ich meine Trägheit, Unsicherheit, Angst oder was auch immer überwinde, meinen Hintern hebe und genau hinschaue. Andernfalls kann ich mich „auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln“ (Zitat Oma), das Bild in der Lupe bleibt verkehrt.

Oder um es mit Byron Katie zu sagen:

Wenn Du mit der Realität streitest, verlierst Du – aber nur jedes Mal.

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überblick

SchaltzentraleManchmal denke ich, so langsam müsste ich doch den Überblick verlieren!? Aber es passiert etwas ganz anderes: ich werde langsamer!

Nicht das ich gleich einschlafen würde, nein, nein. Ich gehe die Aufgaben einfach noch etwas ruhiger und überlegter an, laufe noch weniger Gefahr, hektisch zu werden. Eins nach dem Anderen, immer schön der Reihe nach!

Aber ich habe es ja auch leicht: mir macht der Job Spass 🙂

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