fremdkuscheln


Wir wollten uns mal wieder was gutes tun. Ich bekam seit einiger Zeit „aus heiterem Himmel“ einen Newsletter…dann eine Einladung…es sind noch Plätze frei!

Irgendwie fühlten wir uns  angesprochen ohne genau zu wissen worum es eigentlich geht. Das Alex auch Kuschel-Kurse gibt wussten wir, nur unser 24 Std. Retreat wurde nicht genau beschrieben! Lust auf eine kleine Auszeit hatten wir auf jeden Fall! NLP, Yoga , Meditation, Phantasiereisen zu Kraftplätzen und Krafttieren…irgendeine Mixtur wird es schon sein, – dachten wir. Egal, wir lassen uns überraschen!

Nach dem üblichen Vorstellen, wurden wir behutsam aufeinander losgelassen. :)Das erste mal einen wildfremden Menschen zu umarmen um dann überzugehen in die tantrische Umarmung (enges Umschlingen, Ganzkörperkontakt) war im ersten Moment schon ein wenig befremdlich.

Zwischendurch mal den Gedanken bekämpfend: „Was mach ich eigentlich hier?“ Vor einigen Jahren noch, hätte ich vermutlich fluchtartig den Raum verlassen! Aber in dem Bewusstsein alles zu können und nichts zu müssen war es völlig in Ordnung!

Eine Fülle von Eindrücken folgte, intensive Be-rührungen, Augen-blicke, Musik, Tanz, Bewegung, Meditation……die mich wieder einmal dazu brachten, mein antrainiertes, konditioniertes Bild von mir und meiner Umwelt zu ver-rücken.

Am Abend danach waren wir Essen in einem Lokal, wo wir noch frisch unsere Eindrücke austauschten. Da kam der Gedanke auf: Schau mal die Frau am Nebentisch, die schaut so aus, als würde sie auch gerne kuscheln! Wollen wir mal hingehen und fragen ob sie mit uns kuscheln will? Ein absurder Gedanke , nicht?!

Fazit: Ich bin froh das wir nicht genau wussten worauf wir uns einlassen, vermutlich hätten wir uns herkömmlicher Vorurteile bedient und diese wertvolle, bereichernde Erfahrung (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht genießen dürfen! Wir sind alle eins!

Namaste
 

  1. #1 von norbert am 29. Januar 2008 - 08:49

    Ich bin ein bißchen erleichtert und ein bißchen neidisch:
    Erleichtert, weil auch ich den „herkömmlichen Vorurteilen“ unterliege – und schlichtweg Angst habe, mit solch absichtsloser Nähe umzugehen. Neidisch, weil mir eben diese schöne Gelegenheit entgangen ist, mich von einer neuen(?) Seite zu erleben.
    Wieder einmal ist es die Vorstellung davon, was und wer ich bin, die mir Grenzen auferlegt – jetzt und auch beim Gedanken an solch ein Erlebnis.
    Namaste

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