2,6 erden


HollandKurz nach 5:00 Uhr, am Horizont kündigt sich der Sonnenaufgang an. Die Wolkendecke unter uns reisst auf, lässt mich immer wieder einen kurzen Blick auf kleine Städtchen erhaschen. Die Beleuchtung erweckt den Eindruck von Perlen, aufgereiht an den dunklen Bändern der Strassen.

Plötzlich ist es fast taghell unter dem Flieger, es sieht aus, als ob alle paar Kilometer große Feuer das Land erhellen würden. Der Monitor zeigt, dass wir über Holland sind – von wegen Feuer, das sind riesige Gewächshäuser, welche die Nacht zum Tag machen! Unglaublich, mit welchem Energieaufwand hier wässrig schmeckende Tomaten, fader Salat und wer weiss was noch alles produziert werden.

Schon heute übersteigt die Fläche, welche zur Erzeugung von Energie und für die Erfüllung des Lebensstandards notwendig ist, die Kapazität unseres Planeten um ca. 25% (» ökologischer Fussabdruck). Und es ist etwas zu einfach, den schwarzen Peter der Industrie oder den Kyoto-Protokoll verweigernden Amerikanern zuzuschieben.
Berechne mal Deinen Fussabruck und Du wirst merken, dass jeder vor seiner eigenen Haustüre anfangen sollte, bewusster mit den Ressourcen dieser Welt umzugehen.

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  1. #1 von Uli am 24. März 2008 - 01:39

    Hey Norbert,

    meine erste Assoziation war, dass es sich um Löcher in der Erde handelt. So wie in den Bildern aus Kindertagen, wo der Gehörnte mit dem Dreizack aus lodernden Löchern rauskommt um sich die bösen Buben abzuholen. Nur ein wirklich mathematisch gebildeter Mephisto halt, der sich den Luxus von quadratischen Löchern leistet…

    Wär mal ein alternativer Ansatz zur Bekämpfung der Erderwärmung: Rationierung holländischer Tomaten. Würde vermutlich langfristig einen Kulturpreis erhalten (ich hab nämlich festgestellt: es geht gut einen ganzen Winter lang ohne dieses holländische Wasser in einem anderen roten Aggregatszustand).

    Viele Grüsse und schöne Rest-Ostern!
    Uli

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