Archiv für Juni, 2008

fest im griff

Gernstls Reisen habe ich gerade wieder gesehen, in den Alpen war er unterwegs.

Die Suche nach dem Glück beschäftigt ja viele Leute. Und die, welche es gefunden haben, können meist nicht sagen, was es denn nun ausmacht, das Glück im Leben. Doch es zieht sich ein roter Faden durch alle Begegnungen des Herrn Franz X. Gernstl: „Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“
Die Zufriedenheit und innere Ruhe dieser meist älteren Menschen (geht das erst im hohen Alter?) hat nichts mit Besitz zu tun, ist unabhängig vom Streben nach irgend etwas und losgelöst vom Wertesystem der Umgebung. Sie nehmen ihr Leben in die Hand, statt auf ein besseres zu Warten. Freuen sich über Erfolge und nehmen Niederlagen mit einem lauten Fluchen und einem leisen Lächeln hin.

Unsere Gewohnheiten, die Erziehung, die Kultur … alles hat uns fest im Griff und verhindert oft genug, das Glück im eigenen Leben überhaupt wahr zu nehmen. Und doch ist es in jedem Moment auf’s Neue unsere eigene Entscheidung, aus den Umständen etwas zu machen, das uns Zufriedenheit schenken kann.

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business travelling

Der Ablauf ist immer der gleiche. Nach 9-10 Stunden am Rechner verschwinden wir aus dem Office und gehen einen Happen Essen. Versuchen umzuschalten von Programmierung und Termindruck auf Freizeit und Entspannung. Es gelingt nur langsam und selten ganz.

Später dann im Hotelzimmer ist richtig Feierabend. Vielleicht noch kurz die Fernsehkanäle durchzappen, Licht aus, gute Nacht.

Was die Leute nur immer so toll finden an Geschäftsreisen? Aber woher sollen sie es auch wissen. Nur die Wirklichkeit ist in der Lage, all die schönen Idealvorstellungen zu enttarnen.

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flashback

Umfangreiche Renovierarbeiten bringen nicht nur eine Menge Arbeit mit sich, sondern befördern auch von ab zu an Raritäten aus alten Zeiten ans Tageslicht.

In der Kunststoffhülle, die mein Beatles-Mobile all die Jahre beherbergt hat (ja, ich war und bin ein großer Fan der Pilzköpfe), habe ich beim Um- und Aufräumen dieses vergilbte Blatt mit Unterschriften von Freunden aus fast vergessenen Zeiten in meiner Heimatstadt Nürnberg gefunden.

So einige (Spitz-)namen sagen mir etwas, regen ein paar Synapsen an und lassen ein Gesicht oder zumindest die Ahnung davon in meinem Gedächtnis aufblitzen. Doch um ehrlich zu sein: mit den meisten Namen verbinde ich kaum mehr als das vage Gefühl, den passenden Mensch dazu zu kennen :-/ Knappe 30 Jahre ist das Sammelsurium wohl alt. Und hat scheinbar auch so einiges mitgemacht, den quer darüber geschmierten Kommentaren nach zu urteilen.

So Mädels und Jungs: wer sich hier wieder findet, ist aufgefordert einen Kommentar zu hinterlassen. Oder mir eine Mail zu senden. Oder Beides! Und ein Bild wäre auch nicht schlecht. Vielleicht fühlen sich dann ja ein paar mehr meiner Synapsen angesprochen und zünden einen Erinnerungsflash 🙂

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handwerkszeug

Während die Fussballfans auf die Leinwand starren und ihren Spass an der Europameisterschaft haben, sitze ich an der Theke, unterhalte mich mit dem Wirt und geniesse die gute Musik, die selbiger auflegt. Ich kann Wettkämpfen jeglicher Art nicht viel abgewinnen. Auch wenn (gerade in Mannschaftsspielen) viel Gemeinschaftssinn mitspielt, ist es doch immer ein Gegeneinander; das Miteinander ist mir lieber.

Mein Blick bleibt an der Zapfanlage hängen und mir fällt plötzlich Saris 24. Wochenthema zum Projekt 52 ein: Werkzeuge! Genau das ist es für den Wirt – und er handhabt es virtuos.

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jung und alt

„Könnte ja sein, das da Fische drin sind!“. Tiger inspiziert den Seerosenteich regelmässig, stillt ihren Durst und schaut bei der Gelegenheit gleich unauffällig, ob sich mittlerweile nicht doch ein kleiner Extrahappen fangen lässt. Dem Buddha scheint es zu gefallen, dass die junge Katze von Steffi und Stefan sich nicht von ihm beeindrucken lässt.

Währenddessen rückt unsere alte Dame Sammy alle viertel Stunde ein klein wenig dem langsam wandernden Sonnenfleckchen nach, räckelt sich und lässt den Herrgott -und auch Buddha- einen guten Mann sein. Mit stolzen 18 Jahren hat sie kein Interesse mehr am selber fangen, lässt sich lieber bedienen 🙂

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