Archiv für August, 2008

tragende rolle

Es ist immer wieder erstaunlich was ich alles so entdecke, wenn ich den Kopf aus der üblichen „ich-will-von-A-nach-B“ Haltung bewege und damit mein Blickfeld verändere!

Die zwei muskelbepackten Kerle scheinen einen Balkon zu tragen, der ein altes Gebäude in Augsburgs Innenstadt ziert. Ich bin bestimmt schon hundert Mal daran darunter vorbei gegangen, ohne sie zu bemerken – und da bin ich sicher nicht der Einzige. Wenn Du Lust hast, mich auf meinen -zugegeben sporadischen- Streifzügen zu begleiten und genauso gerne fotografierst, melde Dich doch. Zu zweit entdecken wir noch viel mehr.

Na, wer weiss nun, wo die Balkonträger zu finden sind?

BTW: Auf flickr gibt es einen Fotopool, in dem sich alles um Augsburg dreht.

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übergang

Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich […] sind wir alle nur sterblich.

Jean-Luc Picard

Das zu wissen ist eine Sache, es deutlich vor Augen geführt zu bekommen eine andere. So souverän ich in Zeiten sorgenlosen Alltagas mit der Endlichkeit unseres Lebens umzugehen vermag, so sehr wirft es mich aus der Bahn, wenn ein geliebtes Wesen am Ende seiner Reise durch die Zeit steht. Besuch hat sich angeündigt. Ein seltener Gast ist er, und nur selten gern gesehen. Noch wartet er respektvoll und mit Achtung vor seinem Gefährten, doch sein Kommen ist unausweichlich.

Gevatter Tod steht vor unserem Haus, der Sand in Sammys Stundenglas ist fast abgelaufen. 18 Jahre hatte sie Zeit, schöne Erinnerungen zu sammeln, seit 15 Jahren durften wir Teil ihrer Reise sein. Nun weicht die Kraft aus ihrem Körper, sie kann kaum noch laufen, schläft den ganzen Tag. Die kleine Freundin atmet immer wieder Sekunden lang nicht, dann öffnet sie mit einem Ruck die Augen und schaut nach uns, um den Kopf mit einem tiefen Seufzer gleich wieder auf das Fell sinken zu lassen.

Es ist schwer, jemanden mit Respekt und Achtung auf seinem letzten Weg zu begleiten. Ihn nicht um jeden Preis fest halten zu wollen. Ihm die Zeit zu geben, die er eben braucht und will. Sich dabei nicht selbst zu verlieren. Und kein Wissen dieser Welt hilft dabei – es tut weh.

Update 2008-08-25: Als wir gestern Abend auf der Bank vor dem Haus saßen und Sammy plötzlich neben uns auftauchte, ist mir die Geschichte vom Brandner Kasper und dem Tod eingefallen. Irgendwie hat sie wieder ein klein wenig Energie mobilisiert, sich in den letzten Strahlen der Abendsonne gewärmt, heute Morgen sogar etwas Appetit gezeigt.

Wir wissen nichts vom Anderen, rein garnichts. Was auch immer wir zu wissen meinen, entspringt unseren eigenen Gefühlen, Gedanken, Erwartungen und Ängsten. Doch das Leben kümmert sich nicht darum, ent-täuscht uns leichtfüssig und geht seinen eigenen Weg.

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lichtmalerei

Mit etwas Kreativität (und ein paar Anregungen aus den Tiefen des WWW:) lassen sich die erstaunlichsten Sachen realisieren. Die Kamera auf 30 Sekunden Belichtungszeit bei recht offener Blende, ein stockdunkles Zimmer und eine kleine Taschenlampe reichen, um Bilder mit Lichtmalerei zu erstellen.

Nicht ganz so einfach ist es, spiegelverkehrt zu schreiben; es waren schon einige Versuche notwendig, um wenigstens die 3 Buchstaben meines Spitznamens leserlich darzustellen. Das Bild des durch Schranktüren gehenden Menschen hingegen ist der ungleichmässigen Beleuchtung zu verdanken – bewege Dich mal so wenig wie möglich und leuchte Dich trotzdem komplett an!

Auf jeden Fall ein Gebiet, das weitere Versuche wert ist. Oder was meint ihr?

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aussicht

Sonnenschein bekommen wir bestenfalls in der Mittagspause mit – wenn’s gerade nicht regnet 😉

Aber die Aussicht von der Terrasse der „Seeraunzn“ auf Hallstatt bei Nacht ist ja auch nicht schlecht, oder?

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kleine welten

So langsam habe ich den Dreh mit dem Makro-Objektiv glaube ich raus. Macht Spass das Teil, obwohl das Fotografieren kleiner Welten weitaus komplexer ist als ich gedacht habe 😉

Die Eigenheiten des Objektives kennen lernen, sich mit der Technik der Makrofotografie auseinander setzen, Licht, Stativ, …

Aber das wichtigste scheint mir die Geduld zu sein. Hält das Objekt der Begierde lange genug still? Lässt der Wind dann auch im rechten Augenblick nach? Unglaublich, wieviel Zeit bei der Jagd nach Kleinigkeiten wie im Flug vergeht!

Mehr davon wie immer bei flickr.

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