Archiv für März, 2009

aufbruch

spring

Frühling

Heute war der erste einigermassen warme Tag, die Sonne spitze immer wieder zwischen den Wolken hervor. Beinahe über Nacht haben sich Tulpe, Schneeglocke und Krokus ihren Weg ans Licht gebahnt und strecken sich nun freudig gen Himmel.

Mir ist das jedesmal aufs Neue die liebste Zeit. Das Grau der letzten Monate mit einem energischen Ruck abschütteln und voller Lust und Tatendrang zu neuen Ufern aufbrechen.

Genau das machen wir denn auch: am Dienstag geht es mit Rucksack, Zelt und Kamera für fast 4 Wochen nach Costa Rica. Kein Computer, keine hirngespinste, keine neuen Bilder auf flickr. Dafür Natur pur: Sonne, Strand, Dschungel, Vulkane, Berge, … Gut ein Drittel der Landesfläche ist Naturpark, viele Pflanzen und Tiere kommen nur hier vor. Zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden wir genügend Zeit und Möglichkeit haben, Land und Leute etwas kennen zu lernen – und dabei ganz wie von selbst ein paar neue Aspekte unseres eigenen Ichs zu entdecken.

Natürlich schreiben wir auch dieses Mal wieder einen Reisebericht, vollgepackt mit spannenden Geschichten und garniert mit vielen Bildern. Ich wünsche Euch einen schönen Frühling hier in Deutschland, wir sehen lesen & schreiben uns in 4 Wochen wieder.

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in the ghetto

sunway resort

Sunway Resort

Sunway Resort, eine Stadt in der Stadt. In einem Vorort von Kuala Lumpur, Malaysia gelegen wird dem Standardtouristen ohne Eigeninitiative alles geboten, was das verwöhnte Herz begehrt. Ein riesiges Einkaufszentrum mit eigener Eislauffläche (draussen hat es 35°C, soviel zum Klimaschutz), Restaurants, Disco, Fitness- und Wellnessbereich; ein Vernügungspark ist genauso angeschlossen wie eine Badelandschaft. Doch damit nicht genug: ein eigenes Krankenhaus, eine Universität und Wohnanlagen für Angestellte -natürlich landschaftlich sauber getrennt vom Hotelbereich- runden das Bild ab und machen es Gästen wie gut betuchten Mitarbeitern leicht, innerhalb dieses Ghettos zu bleiben.

DSC_2334

Framed

Denn genau das ist es: ein Ghetto. Umgeben von einer „Todeszone“ aus 6 spuriger Autobahn, endlosen Mauern und mit Stacheldraht bewehrten Parkplätzen ist es schwer, einen Weg hinaus zu finden. Und das hat seinen Grund: „Draussen“ kostet alles nur ein Drittel halb bis ein Fünftel so viel! Dort gibt es auch normale Supermärkte – für Zahnpasta oder eine Flasche Wasser braucht kein Mensch einen edlen Beautyshop oder ein Restaurant!

closed on sundays

Closed on sundays

Freundlich und nett sind die Menschen überall, doch beim Schlendern durch die Sonntags fast verwaisten Wohn- und Geschäftsviertel in der Umgebung merke ich, dass sich hier wohl nur selten Touristen blicken lassen. Selbst ein Polizist hält an, blickt mich erstaunt an und fragt, ob er mir helfen kann :).
Unsere Gastgeber haben es mit der Wahl des strategisch günstig gelegenen Hotels sicher gut gemeint. 30 Minuten nach Kuala Lumpur, 60 Minuten ins Werk ist ein guter Kompromiss; und wie gesagt: den meisten Leuten ist es wohl gerade recht so. Ich für meinen Teil freue mich wieder umso mehr auf Urlaub im „echten“ Land, mit einheimischen Leuten, normalen Kneipen und der Chance, Land und Leute wirklich kennen zu lernen.

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