Archiv für Kategorie nok’s tagebuch

in the ghetto

sunway resort

Sunway Resort

Sunway Resort, eine Stadt in der Stadt. In einem Vorort von Kuala Lumpur, Malaysia gelegen wird dem Standardtouristen ohne Eigeninitiative alles geboten, was das verwöhnte Herz begehrt. Ein riesiges Einkaufszentrum mit eigener Eislauffläche (draussen hat es 35°C, soviel zum Klimaschutz), Restaurants, Disco, Fitness- und Wellnessbereich; ein Vernügungspark ist genauso angeschlossen wie eine Badelandschaft. Doch damit nicht genug: ein eigenes Krankenhaus, eine Universität und Wohnanlagen für Angestellte -natürlich landschaftlich sauber getrennt vom Hotelbereich- runden das Bild ab und machen es Gästen wie gut betuchten Mitarbeitern leicht, innerhalb dieses Ghettos zu bleiben.

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Framed

Denn genau das ist es: ein Ghetto. Umgeben von einer „Todeszone“ aus 6 spuriger Autobahn, endlosen Mauern und mit Stacheldraht bewehrten Parkplätzen ist es schwer, einen Weg hinaus zu finden. Und das hat seinen Grund: „Draussen“ kostet alles nur ein Drittel halb bis ein Fünftel so viel! Dort gibt es auch normale Supermärkte – für Zahnpasta oder eine Flasche Wasser braucht kein Mensch einen edlen Beautyshop oder ein Restaurant!

closed on sundays

Closed on sundays

Freundlich und nett sind die Menschen überall, doch beim Schlendern durch die Sonntags fast verwaisten Wohn- und Geschäftsviertel in der Umgebung merke ich, dass sich hier wohl nur selten Touristen blicken lassen. Selbst ein Polizist hält an, blickt mich erstaunt an und fragt, ob er mir helfen kann :).
Unsere Gastgeber haben es mit der Wahl des strategisch günstig gelegenen Hotels sicher gut gemeint. 30 Minuten nach Kuala Lumpur, 60 Minuten ins Werk ist ein guter Kompromiss; und wie gesagt: den meisten Leuten ist es wohl gerade recht so. Ich für meinen Teil freue mich wieder umso mehr auf Urlaub im „echten“ Land, mit einheimischen Leuten, normalen Kneipen und der Chance, Land und Leute wirklich kennen zu lernen.

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rock ’n‘ roll buddha

Rock 'n' Roll Buddha

Rock 'n' Roll Buddha

Am Donnerstag Abend per Zug von der Dienstreise nach Hause zu kommen hat in Augsburg unbestreitbare Vorteile. Im Brauhaus 1516 direkt im Bahnhof ist Donnerstags immer Live Musik angesagt – gestern haben die Cagey Strings im Gasthaus für heiße Stimmung gesorgt.

Cagey Strings

Cagey Strings

Ein wilder Ausflug in die musikalische Vergangenheit, mit längst vergessenen Schnulzen und immer wieder genialen Fegern – Rock ’n‘ Roll vom Feinsten. Hut ab vor den Musikern und tiefen Respekt vor dem Publikum: ich habe schon lange nicht mehr so viel Stimmung in Augsburg erlebt. Die ganze Kneipe war auf den Beinen, Jung und Alt hat getanzt und gesungen.

So darf gerne jede Dienstreise enden 🙂

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hin und her gerissen

Gezwungenermassen

Gute Führung

Übers Wochenende geht es mit der (fast) kompletten Belegschaft von dynasys in die Berge. Um ehrlich zu sein: rechte Lust habe ich keine, würde lieber Zuhause bleiben und die Füße hoch legen.

Andererseits finde ich es eine tolle Idee von Chef Stephan, uns auf ein Hüttenwochenende einzuladen. Da will ich nicht Aussen vor bleiben, zumal die Mann(und Frau:)schaft ein wirklich netter Haufen ist. Seit ich so viel auf Geschäftsreise bin, sehe ich die meisten Kollegen eh kaum mehr. Da bietet so eine kleine Bergtour eine gute Gelegenheit, den Kontakt wieder aufzufrischen.

Schade nur, dass die Familie (wieder mal) zu kurz kommt. Frau B. wäre sooo gerne mit in die Berge. Doch wenn die Partner dabei wären, bliebe wohl der teambildende Effekt auf der Strecke. Vater liegt (wieder mal) im Krankenhaus, hat heute die Erste von 4 oder 5 Operationen gut überstanden. Ich werde ihn erst am Montag anrufen können – „Gute Besserung!“.

Irgendwie vergeht die Zeit viel zu schnell.

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überraschung

SesselliftBschießerAm Sonntag waren wir im Tannheimer Tal. Der Sessellift in Schattwald brachte uns hoch zum Wannenjoch, von wo aus es erst auf den Bschießer (2.000m) und dann, nach kurzem auf und ab, auf den Ponten (2.045m) ging. Das Gipfelkreuz am Bschießer hat den Stürmen nicht mehr stand gehalten und lag abgebrochen am Hang. Viele der Wanderer sahen denn auch etwas ratlos aus – ein Gipfelfoto ohne Gipfelkreuz? Bschießer Gipfel

Am Ponten hingegen hielten sich die meisten Bergstürmer zurück. Der kurze Weg zum eigentlichen Gipfel erforderte eine kleine Kletterei, nicht weiter schwierig, doch auf steilem Gelände und schmalem Pfad. Da lag es sich vom Kreuz entfernt in der Sonne 20m doch wesentlich gemütlicher 🙂Ponten

Die Überraschung des Tages jedoch erwartete uns nach dem langen, wunderschön geführten Abstieg. Am Ende des Wanderweges, direkt am Parkplatz der Seilbahn, ist eine kleine Kneipanlage in den Ponten GipfelBach hinein gebaut. Vom Parkplatz aus nicht zu sehen, zeigt sich die wohltuende Erfrischungsanlage für heiss gelaufene Füsse nur dem fleissigen Wanderer!

KneipenManchmal lohnt sich Seilbahn fahren eben doch!

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neuer glanz

SonnenblumeDer Urlaub ist vorbei, das Häuschen fast fertig renoviert und ich bin wieder im Büro.

Ein eigenartiges Gefühl war das die ersten paar Tage nach der missglückten Alpenüberquerung schon: wir haben noch nie einen Urlaub abgebrochen und auch noch nie den Urlaub Zuhause verbracht. Aber das hat sich recht schnell gelegt – wir sind vor lauter Schleifen, Putzen, Lackieren und Streichen ja eh kaum zum Nachdenken gekommen.

Der neue Glanz rings um uns war es allemal wert, den sonst so wertvollen Urlaub zum Renovieren her zu nehmen. Und jetzt im Nachhinein betrachtet fühlten sich diese drei Wochen auch richtig lange an! Woran das liegt, blicke ich allerdings nicht so ganz?

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