Archiv für Kategorie projekt 52

kurzes vergnügen

Lange habe ich überlegt, wie ich Sari’s 34. Wochenthema „Vergänglichkeit“ für’s Projekt 52 umsetzen will. „Schönheit ist etwas Vergängliches.“ dachte ich zuerst. Aber ich kenne so viele Gesichter alter Menschen, die ich schön finde – vergänglich ist lediglich das in der Werbung gepriesene Ideal. „Ein Grabstein, na wenn das kein Symbol der Vergänglichkeit ist!“. Das Leben ist so richtig vergänglich, genau. Doch nach dem Wochenende an Sammys Krankenbett habe ich erst mal keinen gesteigerten Bedarf, mich mit dem Tod auseinander zu setzen.

Heute dann die zündende Idee: „Genuss ist vergänglich.“. So gut ein Bier schmeckt, so klasse ein Essen schmeckt, so wohl eine Zigarette tut – nach kurzer Zeit schon ist das Gefühl verflogen. Zurück bleibt die Erinnerung an das kurze Vergnügen; und selbst die verblasst.

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treiben lassen

Ein Schatten huscht blitzschnell durch den Garten, viel zu groß für einen Vogel. Es ist weder etwas zu hören noch zu sehen. Erst das dumpfe Fauchen des Brenners macht mich auf den Heissluftballon aufmerksam, der scheinbar in unmittelbarer Nähe seinen Ausflug beenden will.

Ich mag diese riesigen Gebilde, die oft den Himmel hier über dem schwäbischen Holzwinkel bevölkern. Nicht nur wegen ihres farbenfrohen Aussehens, sondern weil sie so sehr meine Art des Reisens, ja des Lebens verkörpern. Nur schwer zu steuern, gehört eine gute Portion Vertrauen und Neugierde zur Fahrt mit dem Ballon. Sich treiben lassen und mal schau’n wohin der Wind des Lebens einen trägt. Dabei immer den Überblick behalten, die Aussicht geniessen und landen, wo es sich eben anbietet.

Gern wäre ich mit gefahren. Aber auch so freut es mich, das Thema der 28ten Woche im Projekt 52 -etwas spät zwar, aber immerhin- für mich passend umgesetzt zu haben.

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mahlzeit

mahlzeit

Die junge Kreuzspinne(?) hat ihr Netz erst letzte Nacht gebaut – nun hängt sie den ganzen Morgen schon in der Mitte und wartet. Ihre Geduld wird schliesslich belohnt, ein fetter Happen geht ihr pünktlich zur Mittagspause in die Falle. Er wird schnell gefesselt und auch gleich verspeist.
Als ich später noch einmal vorbei schaue, sitzt sie -wahrscheinlich vollgefressen- am Rand und hält ein Nickerchen.

Jeder Versuch, das kleine Tierchen scharf und richtig belichtet zu fotografieren, ist gescheitert. Die Aufnahme als Silhouette jedoch gelingt auf Anhieb – wenn das kein Zeichen für das Projekt 52 ist?! Zwar hatte ich für das Thema der Woche 32 etwas ganz anderes im Kopf, aber gute Gelegenheiten kann und will ich nicht auslassen.

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tropfenwelt

tropfenwelt

Irgendwie komme ich gerade nicht so recht zum Fotografieren, und so bleibt Sari’s Projekt 52 etwas auf der Strecke 🙁
Doch wie so oft im Leben ist schon alles da, ich muss es nur sehen. In einer Regenpause entdeckte ich heute im Garten, das sich die ganze Umgebung in einem winzigen Tropfen spiegelt. Und schon fängt es in meinem Kopf zum Rattern an, die Neuronen rasen von einer Synapse zur anderen, ein wildes Blitzlichtgewitter bringt bevorzugte Bahnen zum Leuchten und hast Du gesehen – eine neues hirngespinst ist zum Leben erwacht: Die Welt ist ein Spiegel.

Der Hebel

Die Welt ist ein Spiegel deines Bewußtseins.
Veränderst du dein Bewußtsein,
so verändert sich die Welt.
Veränderst du die Welt,
so verändert sich dein Bewußtsein.

Allemal einfacher jedoch,
als die Welt zu verändern ist es,
dein Bewußtsein zu verändern.

Diejenigen die draußen in der Welt kämpfen
vergessen allzu oft das Gesetz der Hebelwirkung.
Ohne den Hebel deines Geistes
ist es nahezu unmöglich,
den Koloß der Welt zu bewegen.

Niels Kriedner

Spiegel? Das ist doch das Thema der 33. Woche? Na dann – hier ist das Bild dazu!

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voll korn

voll kornVon wegen Nachholen – ich habe letzte Woche ja schon das passende Bild für Sari’s 31. Wochenthema „Wertvoll“ im Projekt 52 geschossen!

Am wertvollsten ist mir ja meine innere Ruhe. Die Tropfenbilder geben das recht gut wieder, aber die sind sooo aufwendig zu fotografieren! Vorhin beim leckeren Abendessen (Frau B. hat uns ein thailändisches Fischcurry gezaubert) kam dann die Idee: „Du bist was Du isst“.

Zwar gibt es in unserer Ecke der Welt kaum noch „gute“ Lebensmittel; alles ist aufbereitet, behandelt, verändert und überzüchtet. Und wo Bio drauf steht, ist noch lange nicht Bio drin. Doch auch hier gibt es Unterschiede, lässt sich mit ein bisschen Aufmerksamkeit und Bedacht sehr wohl eine ausgewogene Ernährung realisieren. Am deutlichsten merke ich es immer wieder am Brot. Eine Scheibe vom selbst gebackenen Vollkornbrot macht so satt wie 2 Scheiben angebliches Vollkorn vom Industriebäcker und liefert mehr Energie als 4 „in mir ist garantiert nichts Wertvolles mehr drin“ Semmeln.

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