Beiträge getagged mit Angst

im verborgenen

Erst bei näherer Betrachtung ...So manches offenbart sich dem neugierigen Geist erst bei genauerer Betrachtung. So mag manch ein Zeitgenosse auf den ersten Blick ein recht blasser und farbloser Geselle sein, doch kaum mache ich mir die Mühe und schaue hinter die Fassade – hast Du gesehen, der Mann fährt Motocross, hat ordentlich was in der Birne und es lässt sich auch noch vortrefflich mit ihm über Gott, die Welt und das Leben philosophieren!... zeigt sich ...

Aber es geht natürlich auch anders herum: jahrelang hälst deine Ecken und Kanten eben für das – Ecken und Kanten. Und dann, wie der Zufall es so will, bekommst Du Gelegenheit hinter die eigene, sorgfältig gepflegte Fassade zu blicken … und entdeckst eine massive Angst. Auch sie hat sich im Verborgenen prächtig entwickelt, in Ruhe gelassen vor neugierigen Fragen und aufdringlichen Therapien.... die Wahrheit

Worum ich mich nicht kümmere, das wird sich mir nicht erschliessen. Ob das nun unbequeme Dinge wie vermeintliche Ecken und Kanten sind oder eben auch die schönen Seiten des Lebens – von alleine kommt weder das eine noch das andere aus seinem Versteck.

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gestorbene träume

Mir gegenüber sitzt ein Mann, der mich nicht kennt. Er sieht mich eine Weile lang an und dann erzählt er von meinen schlimmsten Ängsten und freudigsten Träumen. Und holt damit etwas aus den tiefen meines Seins an die Oberfläche, was ich mein halbes Leben lang weggeschoben habe. So weit weg, das ich drauf und dran bin daran kaputt zu gehen, weil sich mein Körper gegen diese Verantwortungslosigkeit mir selbst gegenüber zu wehren beginnt.

Wut, Begeisterung, Lust, Liebe, … ich habe viele Gefühle in einen dicken Mantel aus schlauen Sprüchen gepackt und nicht gemerkt, dass mir mehr und mehr der Inhalt verloren geht, nur noch die Hülle da ist. Der Mantel ist leer, der Träumer tot.
Ich habe mich immer für einen eigenverantwortlichen Menschen gehalten. Doch wenn ich mir nun ansehe, was aus meinen Idealen geworden ist, wie ich mit mir und meinem Leben umgehe, dann fehlt mir in dieser wichtigsten Hinsicht genau diese Eigenverantwortung!
Günter vom Institut Soleil hat letzten Freitag eine Aurasitzung mit mir gemacht – Danke für’s wach rütteln.

[update] Weiß einer von Euch nun, wie es mir geht? Nur wieder schön geredet!
Ich fühle mich unsicher und habe Angst. Ein flaues Gefühl im Magen und einen dicken Kloß im Hals. Wie geht es nun weiter? Von heut‘ auf morgen alles umkrempeln geht ja nicht, würde ich mich auch garnicht trauen.

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heimkommen

UngewißheitZu Fuß durch die Alpen – der Gedanke beherrscht meinen Alltag. Lange bevor es losgeht, heisst es schon loszulassen. Zum Beispiel vom Verständnis unserer Mitmenschen: riefen Touren wieGeborgenheit 3800km mit dem Bus durch Rajasthan noch Staunen und manchmal auch ein bißchen Neid hervor, ernten wir nun nur noch ungläubiges Kopfschütteln.
Auch mein eigenes Phlegma gilt es loszulassen. Die Tour unvorbereitet anzugehen wäre leichtsinnig und würde mir den Spaß verderben, also heisst es Hintern hoch und trainieren – auch wenn erst mal ein megamässiger Muskelkater dabei rauskommt.
DemutDie Angst vor dieser Aufgabe hält sich die Waage mit der Begeisterung dafür und zeigt damit gleich zwei Bereiche zum Loslassen auf: Selbstbeschränkung und sorglose SpiegelweltNaivität sind zwei Seiten derselben Medaille und beide wenig geeignet, die Alpendurchquerung zu einem schönen Erlebnis zu machen.
Und so beginnt der Traumpfad München – Venedig lange vor dem ersten Schritt, ist die Zeit der Planung und Vorbereitung bereits ein Stück Weg.

Ein Pfad in meine eigene Mitte.

Die Bilder stammen von einer unserer Norwegentouren – ihr findet sie in der Galerie.

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