Beiträge getagged mit Auge

seltsam

strange

seltsam

„Wie geht es Dir?“ – „Ach ja, es muss!“. Wie oft höre ich diesen Satz und denke mir, dass die meisten Menschen überhaupt keinen Bezug mehr haben zu „wirklichen“ Sorgen.

Ich erzähle dann gerne von den Lebensbedingungen eines vietnamesischen Familienvaters im Mekong-Delta, der mit umgerechnet 1 $ seine Frau und die drei Kinder ernährt. Oder der über 80 jährigen Peruanerin, die fröhlich ein Liedchen summend das schwere Bündel Wolle den Berg hinauf schleppt – auf 3.900 m Höhe!

Nur bei mir selbst, da ist das nicht so leicht. Kaum habe ich mal 4 Wochen nichts zu tun im Büro, schon komme ich mir nutzlos und überflüssig vor. Werde unleidlich und fange zum Jammern an, suche nach neuem Sinn und Zweck, übertrage das blöde Gefühl auch gleich in alle anderen Bereiche meines Lebens. Statt die ruhige Zeit zu geniessen klage ich über Langeweile und Einsamkeit.
Und glaubst Du mir wäre ein einziges Mal der vietnamesische Vater oder die peruanische Oma eingefallen? Nichts, nothing, nada!

Es ist eben immer leichter den Splitter im Auge des Anderen zu sehen als den Balken im eigenen! Schon seltsam, oder?

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auge in auge

Auge in AugeMich dem Leben stellen, in jedem Augenblick. Das schwierige Telefonat sofort führen, die Einladung zum Grillfest annehmen, Garten gießen, obwohl neue Bilder auf dem Chip sind. Mich nicht sträuben und wehren gegen das was ist, in allem das Schöne sehen, weil es schön ist. Eben Auge in Auge mit dem Leben.

Wer mich ein klein wenig kennt merkt, dass ich wieder mal Byron Katie lese – diesmal Eintausend Namen für Freude.

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stöckchen

Leerer KopfDa wirft der Pjöni mir ein Stöckchen zu und ich sitze hier und mir fällt Blindenstock ein. Wie der quasi das Bewusstsein des Blinden erweitert und wo denn mit diesem verlängertem Bewusstsein der Mensch nun anfängt? An der Spitze des Stockes, in der Mitte oder doch erst an der Hand? So ein Stock ist ja nichts anderes als ein weiterer Sensor, der Input für die Denkwindungen liefert, wie Auge, Nase oder Ohren. Und weil unser so hoch gelobtes Gehirn keinen Unterschied zwischen dem Input eines Sensors und den selber ausgedachten Signalen z.B. eines Traumes oder den durch eine Mindmachine ausgelösten Bildern machen kann, ist die Frage ja schon irgendwie berechtigt.

Noch verworrener wird die Sache, wenn ich sie von der anderen Seite betrachte: was macht mich denn eigentlich aus, wenn ich mich nicht mehr über das definieren kann, was ich sehe, höre, spüre, rieche? Oder anders: Nimm ein großes Glas und leg alles hinein, was dir zu dir selber einfällt: Ich heiße Norbert, bin groß, habe (mehr graue als) dunkle Haare, rede gerne schlau daher, höre gerne Musik, verreise am liebsten mit Rucksack in ferne Länder, … Bin ich nun der Inhalt – oder vielmehr das Glas? Und wie fühlt sich das an, dieses Glas zu sein? Der Inhalt ist ja austauschbar, vergänglich, vielleicht nicht mal real?!

Weil ich aber mittlerweile recht blind in den Tiefen meines Geistes herum stochere und nichts Gescheites dabei herauskommt, werfe ich das Stöckchen nun weiter an Matthias und ChliiTierChnübler – viel Spaß!

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