Beiträge getagged mit Auto

warum in die ferne schweifen

Verfallene Hütten, alte Zäune, verrostete Autos … alles Mögliche ist mir in den Sinn, doch nicht vor die Linse gekommen. Wieder Zuhause in unserem 110 Jahre alten Häuschen war es plötzlich klar: „Warum in die Ferne schweifen, sieh, Marodes liegt so nah!“.

Der Vermieter hat das Fuß-große Loch gleich daneben mal mit einem Winkelblech verschlossen, damit die Marder nicht mehr auf den Dachboden kommen. Es krankt an vielen Ecken, unser Häuschen. Doch es hat seinen ganz eigenen Charme, und der lässt uns über vieles hinweg sehen.

Wieder ein spannendes Thema der 25. Woche im Projekt 52, das Sari uns gestellt hat. Danke!

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flashback

FlashbackIch gehe eine Strasse entlang, irgendwo wird gerade renoviert. Der Geruch von frischem Lack steigt mir in die Nase. Für einen kurzen Moment sehe ich blitzenden Chrom, hochglanz-polierten Lack, Räder. Ein paar Schritte weiter kitzelt es in der Nase – stimmt, Staub war da; irgendwo war immer Staub von frisch geschliffenem Autolack.

Mein Vater war Autolackierer, und ab und zu haben wir Kinder ihn an Mamas Hand in der Werkstatt besucht. Mit großen Augen habe ich immer alles bestaunt – nur riechen, gucken, nichts anfassen. Ich habe den Geruch von Nitrolack immer gemocht, mag ihn heute noch.

Das Thema der Woche 12 von Saris Projekt 52 heisst Kindheitserinnerungen. Ich erinnere mich an so einiges, aber die Intensität des vom Geruch ausgelösten Flashbacks finde ich immer wieder am erstaunlichsten. Das Bild ist nicht bearbeitet (ok, verkleinert und Projekt 52 Logo dazu kopiert:), ich habe während des Wegzoomens ausgelöst. 15 Versuche hat es schon gebraucht, um meinen Pickup so abzulichten, wie ich es im Sinn hatte.

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veränderung

In Reih und GliedVielleicht bilde ich mir es ja nur ein, aber seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, die Werbung versucht an unseren gesunden Menschenverstand zu appelieren. Da gibt es plötzlich „… seriöse Kundenbetreuung …“ und „… hören Sie nicht auf die tolle Musik und vergessen Sie die überwältigende Landschaft …“, wo früher nur „… werden auch Sie Millionär …“ und „… aus Freude am Fahren …“ angesagt war?!

Nun sind Werbefachleute ja meist schlaue Leute (ja klar, es gibt auch Ausnahmen :), erkennen mit feinem Gespür den Nerv der Zeit und verstehen es meisterhaft, den braven Konsumenten einzulullen. Da drängt sich mir die Frage auf: „Worauf reagieren die denn eigentlich?“. Ziehen die abgedroschenen Sprüche nicht mehr? Sollte sich in der breiten Masse so langsam die Erkenntnis durchsetzen, das Geiz nicht alles alles ist und schon garnicht geil? Das nicht jeder mal eben Millionär wird -und erst recht nicht lange bleibt-, der ein paar Lose kauft? Das ein schickes Auto nicht dauerhaft etwas am Bierbauch oder der zerrütteten Ehe ändert?

[Beim Schreiben dieser Zeilen kommt mir der Gedanke, ob es nicht genau umgekehrt ist: die Werbung versucht einen Wandel im Bewusstsein der Massen zu bewirken. Aber das ist selbst mir zu utopisch – so fern jeglicher raffgierigen Realität sind nicht mal in meine abgehobensten Hirngespinste.]

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nichts

NichtsDer ICE von Augsburg nach Bonn bahnt sich seinen Weg unbeindruckt durch den dichten Nebel. Ich sehe schläfrig (der Tag hat um 4:30 Uhr angefangen) aus dem Fenster und sehe – Nichts.

Nichts! Ist das nicht klasse? Wann bekomme ich schon mal Nichts zu sehen? Meistens ist der Raum doch vollgestopft mit Bäumen, Häusern, Boden, Strassen, Autos, Sonne, Menschen, Himmel, Flüssen, Landschaft, der ganzen Welt eben. So voll, dass kein Platz mehr bleibt für Phantasie, Träumerei, Neues … kein Platz für für mich?!

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volksverarschung

Eigentlich bedarf es hierzu keiner weiteren Worte:

[kml_flashembed movie="http://www.youtube.com/v/iYhCn0jf46U" width="425" height="350" wmode="transparent" /]

Aber nur eigentlich – ich kann ja meinen Mund nicht halten 😉

Zum einen zeigt es wieder mal deutlich, dass ein Foto nichts, aber auch garnichts mit der Wirklichkeit zu tun haben muss – was heutzutage übrigens auch für Filme gilt.

Zum anderen ist die sorgfältig geplante Manipulation unseres Schönheitsideals nur ein weiteres Beispiel für die groß angelegte Volksverarschung: Autos machen glücklich, Handys sexy, die große Liebe findet man per SMS-Chat und Arbeit macht frei … Moment, das hatten wir doch schon mal?!

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