Beiträge getagged mit Baum

projektion

Spiegelwelt am WertachuferNein, die Welt steht nicht Kopf. Schon seit Urzeiten wird alles teuerer, werden die Menschen immer rücksichtsloser, versucht der Staat immer mehr Kontrolle zu bekommen, werden die Mächtigen immer mächtiger, geht die Natur Stück für Stück zugrunde, steht eine vermeintliche Minderheit etwas ausserhalb und findet das alles sehr seltsam. Ok, das Tempo erhöht sich stetig, wir werden ja auch immer mehr.

Was sich verändert, ist mein Standpunkt, meine Sichtweise. Ich verliere mehr und mehr meine Angst und habe damit keine Notwendigkeit mehr für all die unsinnigen Handlungen. Solange ich den guten alten Zeiten nachtrauere oder über die schwere Kindheit sinniere, brauche ich mich nicht mit dem auseinander setzen, was Hier und Jetzt passiert. Und gehe sauber der Angst aus dem Weg, mich im Spiegel zu sehen und zu merken, das ich mein Leben an mir vorbei ziehen lasse oder nur auf Sparflamme lebe. Gleiches gilt für die Phantastereien vom Auswandern, dem Häuschen in den Bergen oder das Vorausfürchten: Arbeitslosigkeit, Überwachungsstaat, Einsamkeit, Rentenloch, … Die (Zeit-)Richtung ist eine andere, die Angst die gleiche. (Das lässt sich ja auch prima vermarkten: das richtige Bier trinken und du hast viele Freunde, ein paar Versicherungen und du wirst einen glücklichen Lebensabend haben, …)

Durch den Zerrspiegel der Angst betrachtet scheint alles etwas aus den Fugen geraten zu sein. Doch ich sehe nicht, was wirklich ist, sondern projeziere lediglich meine eigene Angst in das Geschehen. Bleibe ich bei mir, hier und jetzt, sehe ich sich im Fluß spiegelnde Bäume, ein paar kleine Wellen und etwas Grünzeug am Ufer, das Ganze garniert mit blauem Himmel, Vogelgezwitscher und dem weichen Licht der untergehenden Sonne. Nichts ist verkehrt, kein Grund zur Sorge, nur Friede und Schönheit.

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mond und venus

Augsburger StadtansichtenIch habe ein schlechtes Gewissen und Frau B. ist trotzig! Zum -mehr oder weniger- ersten Mal seit 18 Jahren bin ich nun öfter mal länger unterwegs, weiß oft nicht, wann ich nach Hause komme. Die Situation ist ungewohnt, der Umgang damit will gelernt und auch geübt werden – das ist uns beiden klar. Hier unterscheiden sich Theorie und Praxis wieder mal ganz gewaltig: es fühlt sich einfach saublöd an!

Und schon verschmelzen die Unterschiede zwischen Herausforderungen in der Beziehung und gewaltigen Aufgaben im Projekt: Was sich theoretisch noch machbar darstellt, zeigt sich in der Praxis plötzlich(?) ganz anders. Doch hier wie da gibt es meiner Ansicht nach nur einen Weg, der langfristig erfolg versprechend ist. Der Mut zur Wahrheit und die Bereitschaft zur Kommunikation.
Hilfreich für mich ist dabei eine leicht ver-rückte Sicht der Dinge, wie ich sie heute wieder mal beim Stromern durch Augsburgs Innenstadt erfahren habe. Keine zwei Strassen vom pulsierenden Feierabendverkehr entfernt ist diese verträumte Altstadtgasse, friedlich und wohl behütet von Mond und Venus. Die Lösung vieler Problemchen liegt oft so nah, dass ich sie einfach nicht an dieser Stelle erwarte. Wie schon der Volksmund sagt: „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

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der sonne entgegen

GeästWeiss-blauer Himmel, die auf Winter eingestellten Bäume strecken ihre Zweige begierig der warmen Sonne entgegen. Die Rose hinter uns hat einen neuen Trieb, schon gut 15 cm lang. Wir sitzen im Garten, trinken Sekt und freuen uns über die frühlingshaften Temperaturen.
Die Natur kommt schon etwas ins Schleudern, mir ist der milde Winter gerade recht.

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teamwork

Standhaftist angesagt: Komm, wir tun uns zusammen, ziehen an einem Strang. Gemeinsam sind wir stärker. Und so steht der Baum aus vier Stämmen gelassen am Rand der Lichtung und genießt die warme Herbstsonne, unbeeindruckt vom heftigen Wind, der an seinen Ästen zerrt.

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