Beiträge getagged mit Begegnung

abwarten

BaumpythonFast jeden Abend sitze ich am Rechner und stöbere in den Gebrauchtwagenseiten – ein neues Auto muss her. Doch was mir gefällt, ist unpraktisch oder zu teuer. Und was der Geldbeutel noch zulässt, ist unpraktisch oder fade. So drehe ich mich nun dauernd im Kreis und komme keinen Schritt weiter.

Plane ich zuviel? Oder habe ich mich am Ende noch nicht wirklich entschlossen:

„In dem Augenblick, wo man sich endgültig verpflichtet, tritt auch die Vorsehung in Aktion. Alle möglichen Dinge kommen einem zu Hilfe, die anders nie geschehen wären. Ein kraftvoller Strom von Ereignissen geht aus einer verbindlichen Entscheidung hervor und bewirkt auf mannigfache Weise unvorhersehbare Situationen, Begegnungen und materielle Unterstützung, deren Eintreten man sich nie hätte träumen lassen.“
Karl Gamper – einem Text von W. H. Murray nachempfunden; The Scottish Himalayan Expidition, J.M. Dent & Sonst Ltd. 1951.

Manchmal würde ich mich am liebsten zusammen rollen und einfach abwarten.

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spielernatur

spielernaturDu kannst es drehen und wenden wie Du magst: die Begegnung mit einem unangenehmen Menschen fühlt sich immer blöd an. Jetzt kannst Du natürlich im nachhinein Dein Hirn einschalten und denken: „Naja, die hatte viellleicht eine schwere Kindheit. Oder einfach nur einen schlechten Tag. Und außerdem lebt jeder sein eigenes Leben, kein Weg ist besser als der andere. Also was soll’s.“
Blöd fühlst Du Dich trotzdem.

Wie wäre es aber, wenn Du schon in der Situation auf die Idee kämst, dass genau dieses Gefühl die Hauptsache an der Geschichte ist? Das das Spiel nicht heißt „Wie begegne ich einem arroganten / jammernden / coolen / schnippischen Menschen?“, sondern Dreh- und Angelpunkt Dein Dir eigener Umgang mit dem Gefühl ist, welches durch diese Begegnung hervorgerufen wird!?
Plötzlich wird aus dem gerade noch unangenehmen Zeitgenossen jemand, der Dir die Möglichkeit gibt, Dich neu zu spüren. Ärger, genervt sein, Langeweile oder Wut könnten mit einem mal der Idee weichen, die Situation als Chance und Herausforderung wahr zu nehmen: „Kann ich trotzdem ruhig und zufrieden bleiben? Ohne auf- oder abzuwerten? Bleib ich in meiner Mitte?“.

Und vielleicht wird das leise Lächeln, dass Dein Gesicht langsam entspannt und einnimmt, ja begleitet von dem Gedanken: „Du lebst ja in einer interessanten Welt! Die ist ja wie geschaffen für Dich, passt zu Deinem Gesichtsausdruck ebenso wie zu Deinen Worten und Deiner Gestik. Nichts für mich, schon klar – aber es ist ja auch Deine Welt :)“.

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märchenonkel

Glückskrümel„Norbert, erzähl eine Geschichte!“. Es stimmt, ich rede ja schon gerne. Aber der typische Märchenonkel glaube ich nicht zu sein. Erzählen ist eine recht einseitige Sache, ich mag mehr den Austausch: sich annähern, wiederlegen, einkreisen, ertappen, gegenseitig hoch schaukeln, um sich schließlich bereichert zu trennen und auf’s nächste Mal zu freuen.

Wenn Du lieber passiv bist, wirst Du hier oder hier eher fündig (vielleicht gibt ja ein kleiner Test Aufschluss über Deine Vorliebe?).
Ansonsten freue ich mich auf unsere nächste Begegnung – vielleicht hier bei den Hirngespinsten?

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