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bewußtseinserweiterung

Ampel und Schlaglöcher[Außenreizverarmung:] Dieser Vorgang ist alltäglich und vollzieht sich in unterschiedlicher Stärke. Alle kennen das Phänomen, das man beim Lesen eines spannenden Buches gar nicht hört, wenn jemand ruft oder einen anspricht. Den gleichen Effekt benutzen wir, wenn wir ein Kind, das sich gerade weh getan hat und weint, abzulenken versuchen, in dem wir ihm etwas Interessantes zeigen. Es vergißt buchstäblich in Sekunden den Schmerz, weil der Schmerz außerhalb der Wahrnehmungszone gerät. […]

Diese Einengung des Bewußtseins könnte man vergleichen mit einer Lichtquelle, die durch eine Streulinse hindurch eine relativ große Fläche beleuchtet. Ersetzt man nun aber die Streulinse durch eine Sammellinse, so konzentriert sich das Licht, und ein immer enger werdender Lichtstrahl beleuchtet wie bei einem Suchspot nur noch einen winzigen Punkt, während die übrige Fläche nur in Dunkel getaucht ist. Die Lichtintensität in diesem einen Punkt ist ungleich größer als vorher bei der flächigen Beleuchtung. Dieses gebündelte Licht beleuchtet nicht nur den Punkt übermäßig hell, sondern kann sogar ein Loch brennen und so in eine neue Tiefendimension eindringen (vergleiche Brennglas bzw. Laserstrahl).

Das Licht steht in diesem Vergleich für das Bewußtsein – unser Tagesbewußtsein gleicht einem Steulicht. Konzentrieren wir uns, so wird es gebündelt und macht einen Punkt überdeutlich. Hierbei kann es passieren, daß unser Bewußtsein eine Schicht weiter nach unten dringt und sich eine neue, vorher unbewußte Dimension erschließt. Dieser Durchbruch in eine neue Ebene ist der Umschlagspunkt, wo sich die anfängliche Bewustseinseinengung in eine Bewußtseinserweiterung transformiert.

Aus „Schicksal als Chance“
von Thorwald Dethlefsen (ISBN 3-442-11723-2)

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denkfehler

Die Krone der SchöpfungDu kennst das bestimmt: Zahnschmerzen zwingen Dich nach langem Ringen zum Arzt, Du sitzt im Wartezimmer und auf dem Behandlungsstuhl sind die Schmerzen plötzlich verschwunden. Oder die Katze, die schon beim Anblick der Bürste mal vorsichtshalber die Krallen ausfährt, auf dem Tisch des Tierarztes aber auf einmal ganz friedlich ist: „Nee, lass mal gut sein, mir fehlt doch nichts!“.
Ganz anders verhält es sich dagegen mit Dingen, denen wir üblicherweise kein Bewußtsein zugestehen. Unser VW-Bus musste zum TÜV, und alt wie er ist (284.000 km) war so einiges zum richten, was Herr M. in der Werkstatt auch zuverlässigst getan hat. Auf dem Bremsenprüfstand beim TÜV platzt dann ein Bremsschlauch, später am Abend segnet auch gleich noch der Öldruckschalter das Zeitliche. Oder der Rechner, der klaglos -und zugegebenermaßen laut- all die Jahre sauber läuft. Doch sobald das Gehäuse aufgeschraubt und das neue Netzteil eingebaut ist, mag die Tastatur nicht mehr, vom Bluetooth-USB Adapter ganz zu schweigen.
Als wollten die scheinbar leblosen Dinge die Gelegenheit nutzen, das sich jemand mal ordentlich um sie kümmert?!

Eigentlich viel schlauer, oder? Irgendwas haben wir mit Bewußtsein ausgestatteten Wesen da noch nicht so richtig verstanden!

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