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kontrast

Abendstimmung auf der HofpürglhütteMontag morgen, auf dem Weg ins Büro, kam mir alles ganz unwirklich vor. Wie ein eigenartiger Traum, vetraut und doch irgendwie ganz seltsam. Die 3 Tage im Dachsteingebiet haben ihre Spuren hinterlassen. Es wird nicht lange halten, der Alltag ist mächtig. Umso wichtiger ist mir so eine kleine Auszeit, sie rückt vieles wieder ins rechte Licht. Lässt mich spüren, dass ich ein Teil von etwas viel Größerem bin und gibt mir ein Gefühl von grenzenloser Freiheit, Unbeschränktheit.

Auf Schusters Rappen in der Natur unterwegs zu sein macht das Leben sehr einfach. Es gilt nur wenige Entscheidungen zu treffen – oft bleibt gar keine Wahl und ich nehme die Dinge eben so, wie sie sind. Der Unterschied zu unserem ach so bequemen Alltag ist gewaltig und ich geniesse diese Einfachheit auch ausgiebig. Da kommt dann schon mal der Gedanke hoch, dass so ein Leben doch viel besser ist. Doch eines ist ganz klar: ohne diesen Alltag wäre diese Art Einfachheit oft nicht möglich. Der Bergwetterbericht kommt per UMTS auf den Laptop, die Hütte wird per Hubschrauber versorgt, Solarzellen liefern Strom für Licht. Ganz zu schweigen von der Hightech-Ausrüstung, welche solche Touren für uns zivilisationsverwöhnte Europäer erst ermöglicht: Goretexschuhe und -jacken, Wanderstöcke aus Carbon, Karten mit satellitengenauer Auflösung, …

Wir leben in einer dualen Welt, erst durch den Kontrast erkennen wir überhaupt irgend etwas. Die Ränder sind das Interessante, viel spannender als jeglicher Inhalt, welcher mit der Zeit eh wieder zur Gewohnheit wird. Die Übergänge sind relevant, hier kommen die Fragen auf und hier verbergen sich auch die Antworten.

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