Beiträge getagged mit Freiheit

unbeschreibliche freiheit

Nein, es gibt keine Verpflichtung des reinen Bewusstseins, sich in die sogenannte Realität ‘einzubringen’. Wenn die Seele jung ist, sieht sie die Welt wie einen Sandkasten. Überall will sie ihre Fußspuren hinterlassen und das vorhandenen Material zu neuen Gestalten formen. Die Seele mittleren Alters sieht die Welt dagegen als Schule. Als Schüler durchläuft sie ein Lernprogramm, dabei kommt es aber nicht darauf an, dass du diesen Ort formst, sondern nur darauf, wie dieser Ort dich formt. Die alte, reif gewordene Seele schließlich sieht die Welt als Film, als flirrendes Schattenspiel des Uneigentlichen – ohne Substanz, ohne wirkliches Sein. Es gibt nun nichts mehr zu formen und nichts mehr zu lernen. Alles, was du glaubst lernen zu können, bist du bereits. Wende deine Augen von der Leinwand ab, verschließe Deine Ohren und gehe nach innen: dort findest du das Eigentliche, das absolute Sein. Für den solcherart Erwachten hat sich die Notwendigkeit der Beteiligung an der äußeren Realität einfach erübrigt.

Ausschnitt aus Ein Erfahrungsbericht aus dem Erleuchtetenwohnheim „Eternal Being“ von Roland Rottenfußer

Die ganze Welt ein riesengroßer Spielplatz. Einzig und allein geschaffen, um mich in ständig wechselnden Situationen neu zu erfahren, andere Aspekte meines Seins zu entdecken. Um eines schönen Tages schliesslich zu merken, das ich Alles bin und schon immer war.

Das ist genau die Art Lebensphilosophie die ich mag. Nicht das ich sie dauerhaft und durchgängig verwirklichen könnte; doch sie entspricht recht gut meinem Anspruch an Leben, meinem Anspruch an mich selbst. Und sie harmonisiert wunderbar mit meiner Überzeugung, das die Verantwortung für mein persönliches Glücksempfinden ausschliesslich bei mir selbst liegt. Was für eine unbeschreibliche Freiheit dieser Gedanke in sich trägt!

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die neue freiheit

Unsere Alltagswahrnehmung ist getrübt: für sie scheinen die Dinge unabhängig voneinander zu existieren.
Dalai Lama

Was im ersten Moment unspektakulär klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als weitreichende Behauptung. Wenn das wirklich stimmt, steht Alles mit Allem in Verbindung, ist Nichts und Niemand getrennt und einzeln zu sehen. Womit jede Tat, jedes Wort, ja sogar jeder Gedanke seinen Einfluß auf alles Andere hat. Und ich am Ende zu einem guten Teil selbst die Verantwortung für mein Leben, meine Umgebung, ja sogar die Welt habe.

Ein erschreckender Gedanke? Im ersten Moment gewiß, doch bei näherer Betrachtung ergibt sich daraus eine unglaubliche Freiheit!

Für die Wissenschaftsgläubigen:

Doppelspalt-Experiment

Der Beobachter entscheidet

Quantenverschränkung

Gefunden auf psychophysik.

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ungeheuere freiheit

 

There's a light ...

There's a light ...

Gerade habe ich wieder eine Dokumentation zum Thema Unbewusste Entscheidungen im Gehirn gesehen. So langsam kommt die moderene Wissenschaft auf die gleichen Ideen wie hunderte oder gar tausende Jahre alte Philosophien und Religionen: Die Welt ist ein Spiegel meines Bewusstseins. Nichts existiert ausserhalb meiner selbst – und auch dieses Selbst ist vielleicht eine Täuschung.

Im ersten Moment ein beunruhigender Gedanke … wo bleibe ICH bei der Geschichte? Zum Glück ist das ja nur eine mehr oder weniger philosophische Betrachtung, auf meinen täglichen Alltag hat das keinen Einfluß.

Wirklich? Und wenn es stimmt? Ich allein (was oder wer das dann auch immer sein mag) bin dann verantwortlich für alles, was mir im Leben wiederfährt. Keine Schuldzuweisungen mehr an Leute, Umstände, die Politik, das Wetter. Kein ungerechter Chef mehr und keine intriganten Kollegen, kein unreifer Lebensgefährte und keine Aufopferung fordernde Verwandschaft. Keine Ausreden mehr, alles liegt in meiner Hand.

Die Welt ist ein Spiegel. Welch ungeheuere Freiheit dieser Satz in sich birgt.

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freiheit

Hager WaldseeGerade bei Zitate gefunden:

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,
daß er tun kann, was er will,
sondern das er nicht tun muß,
was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau

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kontrast

Abendstimmung auf der HofpürglhütteMontag morgen, auf dem Weg ins Büro, kam mir alles ganz unwirklich vor. Wie ein eigenartiger Traum, vetraut und doch irgendwie ganz seltsam. Die 3 Tage im Dachsteingebiet haben ihre Spuren hinterlassen. Es wird nicht lange halten, der Alltag ist mächtig. Umso wichtiger ist mir so eine kleine Auszeit, sie rückt vieles wieder ins rechte Licht. Lässt mich spüren, dass ich ein Teil von etwas viel Größerem bin und gibt mir ein Gefühl von grenzenloser Freiheit, Unbeschränktheit.

Auf Schusters Rappen in der Natur unterwegs zu sein macht das Leben sehr einfach. Es gilt nur wenige Entscheidungen zu treffen – oft bleibt gar keine Wahl und ich nehme die Dinge eben so, wie sie sind. Der Unterschied zu unserem ach so bequemen Alltag ist gewaltig und ich geniesse diese Einfachheit auch ausgiebig. Da kommt dann schon mal der Gedanke hoch, dass so ein Leben doch viel besser ist. Doch eines ist ganz klar: ohne diesen Alltag wäre diese Art Einfachheit oft nicht möglich. Der Bergwetterbericht kommt per UMTS auf den Laptop, die Hütte wird per Hubschrauber versorgt, Solarzellen liefern Strom für Licht. Ganz zu schweigen von der Hightech-Ausrüstung, welche solche Touren für uns zivilisationsverwöhnte Europäer erst ermöglicht: Goretexschuhe und -jacken, Wanderstöcke aus Carbon, Karten mit satellitengenauer Auflösung, …

Wir leben in einer dualen Welt, erst durch den Kontrast erkennen wir überhaupt irgend etwas. Die Ränder sind das Interessante, viel spannender als jeglicher Inhalt, welcher mit der Zeit eh wieder zur Gewohnheit wird. Die Übergänge sind relevant, hier kommen die Fragen auf und hier verbergen sich auch die Antworten.

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