Beiträge getagged mit Freude

wolke 7

Wolke 7Ist unsere Welt nicht der abgefahrenste Spielplatz, den man sich nur ausdenken kann? Für jeden, aber auch jeden Einzelnen von uns existiert irgend etwas, dass wie extra für ihn gemacht zu sein scheint. Dessen reiner Anblick die Augen vor Freude glänzen lässt und allein der Gedanke daran so interessant ist, dass die Welt ringsum in Bedeutungslosigkeit versinkt.

Natürlich: „Was des Einen Freud, ist des Anderen Leid“. Während ich angesichts des Wolkenspiels laut jubelnd die Kamera zücke, räumt der Nachbar die Möbel von der Terrasse und verbarrikadiert ob des drohenden Unwetters sein Haus.

Doch wenn es jedem so geht? Wenn Alles, was uns so wiederfährt und begegnet, für den Einen pures Vergnügen und den Anderen die Herausforderung schlechthin ist? Ist die Welt dann nicht ausgewogen, das System nicht in perfekter Balance?

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haben wollen

double troubleWieder mal hatten wir uns in den Kopf gesetzt, nicht mehr zur Miete wohnen zu wollen, sondern Eigentümer zu werden. Also nichts wie auf, ein Häuschen gesucht, das Vermögen gecheckt, die Finanzierung berechnen lassen …

… doch halt! Denk mal nach! Ich bin jetzt gleich 47 Jahre alt, wir haben nicht so viel Eigenkapital. Wenn die Bank uns sagen wir mal € 200.000.- leiht, zahlen wir 25-30 Jahre lang € 1.000.- zurück. Mit Zinsen und Gebühren sind das ca. € 400.000.-. Wenn ich also 77 Jahre alt bin, haben wir ein Haus zum Preis von zwei. Und das kann ich dann hübsch verkaufen und ins betreute Wohnen ziehen, weil ich Haus und Garten nicht mehr pflegen und instand halten kann! Dafür soll ich jahrzehntelang sparen und mich einschränken? Nur um sagen zu können: „Das ist meins!“? Ne ne, Kinners, der Spass hat ein Loch!

Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Bertolt Brecht

Immer wieder mal drängt sich das „Haben, haben, haben!“ in den Vordergrund. Und immer wieder mal falle ich darauf rein. Doch der einzig dauerhafte Besitz ist sicherlich nicht materieller Art. Freude am Sein, Vertrauen ins Leben, Geborgenheit und eine tiefe innere Ruhe – danach strebe ich gerne … und das bleibt mir auch.

Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

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illusion

IllusionSpass macht es und Freude. Und so sehr es auch anstrengen mag – die Mühe lohnt sich für diese kurze Zeit des Erfülltseins.
Und jetzt? Was nun, da das Werk vollbracht, das Ziel erreicht ist? Leere macht sich in mir breit, füllt den frei gewordenen Raum aus wie Nebel die Gassen der Stadt.

Eine neue Aufgabe, ein neues Ziel muss her. Es wird den Nebel vertreiben und wieder Sinn in den öde gewordenen Alltag bringen. Eine kleine Weile lang gebe ich mich dieser Illusion hin, die aus den Tiefen meines Selbst empor steigt. Bis ich erkenne und sie wie eine Seifenblase zerplatzt.

Nicht das Erreichen des Zieles macht Spass, die Aufgabe an sich gibt meinem Leben keinen Sinn. Nur Freude macht Freude, mein Alltag ist erfüllt und sinnvoll, wenn ich ihn erfüllt und sinnvoll empfinden will. Als Auslöser ist das zu vollbringende Werk nicht schlecht, es reicht aber auch das berühmte Gänseblümchen am Wegrand – oder ganz banal die Tatsache: ich lebe.

Die Zeit ist Dir bereits gegeben.
Du musst nur entscheiden, was Du mit ihr anfangen willst.

Gandalf – Herr der Ringe, Die Gefährten

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auge in auge

Auge in AugeMich dem Leben stellen, in jedem Augenblick. Das schwierige Telefonat sofort führen, die Einladung zum Grillfest annehmen, Garten gießen, obwohl neue Bilder auf dem Chip sind. Mich nicht sträuben und wehren gegen das was ist, in allem das Schöne sehen, weil es schön ist. Eben Auge in Auge mit dem Leben.

Wer mich ein klein wenig kennt merkt, dass ich wieder mal Byron Katie lese – diesmal Eintausend Namen für Freude.

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stell dir vor

SternengeburtStell Dir vor es gäbe eine Kraft im Universum, die alle Deine Träume Wirklichkeit werden ließe. Stell Dir vor, diese Kraft würde sich weniger an Deinen Gedanken, sondern mehr an Deinen Gefühlen, Deinen Erinnerungen orientieren. Wie sähe Dein Leben aus? Wärst Du glücklich? Würdest Du überfliessen vor Freude und Dankbarkeit ob der unzähligen Wunders des Lebens? Stündest Du im kreativen Austausch mit Deiner Umgebung, voller spannender Gespräche und freudigem Besammensein?

Oder wäre Dein Alltag trist und grau, voller Unsicherheit und Schuldgefühlen? Würdest Du den Tag mit einer eintönigen Tätigkeit an Dir vorbei ziehen lassen, deren Sinn und Zweck sich Dir nicht erschließt? Welche Menschen würden Dich wohl umgeben, wenn Du Deine Erinnerungen und Gefühle als Maßstab anlegst?

Stell Dir vor Du wärst eines von sechseinhalb Milliarden Wesen, welche sich diesem Experiment angeschlossen haben. Stell Dir vor Du wärst … ein Mensch.

Ich habe vorhin Solaris im Fernsehen gesehen. Die Neuverfilmung kommt nicht an die Komplexität des Romans heran, hat aber gereicht, um mich wieder etwas wach zu rüttlen.

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