Beiträge getagged mit Friedhof

beschauliche ruhe

Welden. Markgemeinde mit geschätzten 3.800 Einwohnern. Schön verteilt. Im Ortskern eher die Alteingesessenen (und mittendrin wir Jungen, Zugereisten:). Zum Rand hin, die Hügel hinauf, die Stadtflüchtigen, Neuen.
2 Gaststätten, 1 Cafe-Bistro, 2 Supermärkte, 2 Apotheken, Bank, Optiker, ein paar Ärzte. Ach ja, 2 Kirchen, ein Friedhof, ein Kloster. Und die Schule … noch, die Klassen werden wohl nicht mehr voll.

Viel ist nicht los hier. Nachts, im Sommer, torkeln öfter mal total besoffene Kinder die Strasse entlang. Und Sonntags zeigen die Teens ihre aufgemotzten Autos – wenig Hubraum, großer Spoiler, noch größerer Auspuff.
Wir haben es gut erwischt, sind umgeben von lauter netten Nachbarn. Die „Alten“ haben uns anerkannt und wir haben sie ins Herz geschlossen, diese liebenswert eigenwilligen Leute.

Aber mit dem Thema Streetlife (21. Woche im Projekt 52), so wie ich das gerne verstehen möchte, hat das Leben hier wenig zu tun. Und deshalb müssen die Ameisen herhalten, die sich am Bürgersteig vor unserem Haus fleissig ausbreiten. Bis zum nächsten Regen – oder den nächsten Samstag: Kehren ist angesagt, und da gibt es kein Pardon … schliesslich muss alles seine Ordnung haben!

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare

haben wollen

double troubleWieder mal hatten wir uns in den Kopf gesetzt, nicht mehr zur Miete wohnen zu wollen, sondern Eigentümer zu werden. Also nichts wie auf, ein Häuschen gesucht, das Vermögen gecheckt, die Finanzierung berechnen lassen …

… doch halt! Denk mal nach! Ich bin jetzt gleich 47 Jahre alt, wir haben nicht so viel Eigenkapital. Wenn die Bank uns sagen wir mal € 200.000.- leiht, zahlen wir 25-30 Jahre lang € 1.000.- zurück. Mit Zinsen und Gebühren sind das ca. € 400.000.-. Wenn ich also 77 Jahre alt bin, haben wir ein Haus zum Preis von zwei. Und das kann ich dann hübsch verkaufen und ins betreute Wohnen ziehen, weil ich Haus und Garten nicht mehr pflegen und instand halten kann! Dafür soll ich jahrzehntelang sparen und mich einschränken? Nur um sagen zu können: „Das ist meins!“? Ne ne, Kinners, der Spass hat ein Loch!

Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Bertolt Brecht

Immer wieder mal drängt sich das „Haben, haben, haben!“ in den Vordergrund. Und immer wieder mal falle ich darauf rein. Doch der einzig dauerhafte Besitz ist sicherlich nicht materieller Art. Freude am Sein, Vertrauen ins Leben, Geborgenheit und eine tiefe innere Ruhe – danach strebe ich gerne … und das bleibt mir auch.

Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

, , , , , , , , , ,

Keine Kommentare