Beiträge getagged mit Geborgenheit

halbzeit

HalbzeitDie Tasse Kaffee noch halb voll, die Augen schon halb geöffnet, der Körper noch so halb in der kuscheligen Geborgenheit des Bettes, die Gedanken schon halb ausgerichtet auf die unausweichlichen Fügungen des bevorstehenden Tages.

Halbzeit.

Innehalten, das Vergangene noch mal Revue passieren lassen, mich langsam dem Kommenden öffnen. Das süsse Nicht-Sein des Schlafes als grenzenloses Spielfeld für einen unendlich kreativen Geist erkennen.

Halbzeit.

Den Übergang von Nacht zu Tag, von Traum zu Realität als Startschuss begreifen und loslegen. Meinen Tag kreieren.

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haben wollen

double troubleWieder mal hatten wir uns in den Kopf gesetzt, nicht mehr zur Miete wohnen zu wollen, sondern Eigentümer zu werden. Also nichts wie auf, ein Häuschen gesucht, das Vermögen gecheckt, die Finanzierung berechnen lassen …

… doch halt! Denk mal nach! Ich bin jetzt gleich 47 Jahre alt, wir haben nicht so viel Eigenkapital. Wenn die Bank uns sagen wir mal € 200.000.- leiht, zahlen wir 25-30 Jahre lang € 1.000.- zurück. Mit Zinsen und Gebühren sind das ca. € 400.000.-. Wenn ich also 77 Jahre alt bin, haben wir ein Haus zum Preis von zwei. Und das kann ich dann hübsch verkaufen und ins betreute Wohnen ziehen, weil ich Haus und Garten nicht mehr pflegen und instand halten kann! Dafür soll ich jahrzehntelang sparen und mich einschränken? Nur um sagen zu können: „Das ist meins!“? Ne ne, Kinners, der Spass hat ein Loch!

Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Bertolt Brecht

Immer wieder mal drängt sich das „Haben, haben, haben!“ in den Vordergrund. Und immer wieder mal falle ich darauf rein. Doch der einzig dauerhafte Besitz ist sicherlich nicht materieller Art. Freude am Sein, Vertrauen ins Leben, Geborgenheit und eine tiefe innere Ruhe – danach strebe ich gerne … und das bleibt mir auch.

Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

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jenseits aller zeit

Ich existiere jenseits aller Zeit, bin schon immer gewesen und werde immer sein. Ich habe viele Namen und viele Wege führen zu mir. Wenn Du Dich auf mich einlässt, befreit Dich mein sanftes Pulsieren von der wuseligen Hektik des Alltags. Du schöpfst einen unendlichen Augenblick lang Kraft, schwimmst in einem Meer wohliger Geborgenheit. Bei jedem Atemzug rieseln goldene Schauer der Wonne Deinen Rücken hinab.

Du kennst mich sehr wohl, wenngleich Du wahrscheinlich vergessen hast, wer ich bin – oder sollte ich sagen wo? Solange Du mich suchst, kannst Du mich nicht finden, denn ich bin nie weg gewesen. Mein alter Freund und Gegenspieler lenkt Dich wahrscheinlich ab, umnebelt Deine Sinne mit seinem nie enden wollenden Geplapper. Ich finde seine kurzen Besuch immer recht amüsant, Dich jedoch lenken sie von mir ab.

Ich aber bin, warte auf Dich. Und wenn Du zurück kommst, wirst Du auf’s Neue eintauchen in den tiefen Frieden. Wirst Dich entspannen, leise lächeln und Dich fragen, wie Du mich nur jemals vergessen konntest.

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