Beiträge getagged mit Gefühl

handeln statt planen

Wald- und WiesenschönheitenWas hindert mich daran, mich hier und jetzt glücklich zu fühlen? Ich glaube ich denke zu viel und spüre lebe zu wenig. Und solange ich mit denken, analysieren und planen beschäftigt bin, bekomme ich meinen Hintern nicht hoch und nichts verändert sich!
Da passt der Artikel aus dem Spinnennetz ja wunderbar dazu:

„Mangelnde Zielstrebigkeit:
entsteht durch die vielen nützlichen Pläne, die man im Kopf hat. Ein Plan, wie nützlich er auch sein mag, ist solange falsch, bis er in die Tat umgesetzt wird. Beginnen wir einen Plan zu verwirklichen, wird er wahr, und die übrigen Pläne verlieren sich oder entwickeln sich entsprechend ihrer Bedeutung weiter. Sobald wir zu handeln be­ginnen, ändert sich unsere Umgebung zu unserem Vorteil. Solange wir nicht handeln, hat die Umgebung mehr Bedeutung als wir selbst. Wir sollten eine Sache ausführen, die wir für richtig halten. Die Umgebung wird sich selbst danach ausrichten, und es werden keine Konsequenzen entstehen.“

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verschlungen

VerschlungenEtwas ruhiger ist es hier gerade. Die hirngespinste landen in einer Art Prozesstagebuch, welches den Flug des Adlers begleitet (der Linktipp aus angeklopft, du erinnerst dich?). Und obwohl ich gerade erst angefangen habe, wirft es mich doch sauber hin und her. Nicht unangenehm, aber zu privat als das ich hier darüber schreiben möchte – jetzt zumindest.

Verschlungen sind die Wege des Seins. Was gestern noch ein beklemmendes Gefühl der Machtlosigkeit hervorgerufen hat, erweist sich heute schon als ein Schlüssel zu Freude und Freiheit. Und ich weiss noch nicht, welche Überraschung das Morgen bringen wird. Kleine klare Texte bringen mir eine andere Sichtweise näher, laden mich ein mich darauf einzulassen und zu spüren, ob und was mit mir passiert. Das Prozesstagebuch hilft, die Erlebnisse zu ordnen, zu überdenken und zu festigen.

Neugierig geworden? Dann mach doch einfach mit!

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fenster nach innen

Fenster nach InnenSwitch: Teewasser kochen, Katze füttern, ab ins Bad … ich genieße die Stille des neuen Tages.
Switch: Meeting mit den Mediengestaltern, kenne die Antworten auf meine Fragen schon, will aber nicht nur wortlos dabei stehen.
Switch: Back in the office, die Datensicherung spinnt wieder mal, nichts Neues, ist gleich erledigt. Rechner weiter aufsetzen, MAC-Adresse im Accesspoint hinterlegen, DNS- und DHCP-Eintrag nicht vergessen, WLAN einrichten, Zertifikate installieren.
Switch: Herr M. lernt wieder am Tresen in der Küche. Nettes Gespräch über Lernen, Gehirnfrequenzen, MindMachines. Er taut ganz langsam auf, wird sicherer im Lauf der Monate – ist ein schönes Gefühl, das mit zu bekommen.
Switch: Apache konfigurieren, PHP dazu und MySQL – Routinearbeit, brauche fast nicht aufzupassen. Ein kleiner Teil von mir erledigt dieses Tagesgeschäft wie in Trance – keine Herausforderung, kaum Spass. Irgendwo in mir lauert etwas auf … ja worauf? Frau G. ist am Ende, verzweifelt an den Hürden seltsam programmierter Fibu-Software, Tränen fließen, Herr S. beruhigt mehr schlecht als recht. Noch einen virtuellen Host einrichten. Uups Tippfehler, deswegen startet Apache nicht sauber. Das lauernde Etwas in mir hätte die „richtigen“ Worte für Frau G., spürt Herrn S.’s Unsicherheit – aber hey, andere Baustelle.
Switch: In der Helsinki-Bar läuft wie so oft gute Musik, es ist kaum was los am frühen Abend. Da ist er wieder, der andere Teil von mir. Ich sehe die Stimmung der Leute, könnte sie aber nur unzureichend in Worte fassen. Im Gespräch jedoch fallen mir oft spontan die richtigen (Sinn)bilder ein. Frau B. kommt, hatte wieder einen schweren Tag. Was ich zuwenig habe, hat sie zuviel: menschliche Herausforderungen. Aber hey, andere Baustelle – meine eigene nämlich!
Switch: Abendessen, Feuer im Ofen im Büro machen, Rechner an. Frau B. schläft, ich stöbere in einigen Blogs. last.fm lernt langsam meinen Geschmack, wird immer zielsicherer. Das Fensterbild aus der Helsinki-Bar aufbereiten, Artikel schreiben, veröffentlichen. Mit Kopf und Bauch, Herz und Verstand -sind das die zwei Teile, welche sich den Tag geteilt haben?- macht es schon mehr Spaß. Und doch: real statt virtuell wäre mir lieber!
Switch: Rechner aus, Licht aus, ab ins Bett – welcher Teil von mir wird jetzt wohl aktiv?

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umsichtig

UmsichtigMöglichst Nichts ausser acht lassen. Versuchen, alles zu bedenken und in die Überlegungen einzubeziehen. Rücksichtsvoll sein ohne mich dabei zu vergessen. Die Balance wahren zwischen meinen Interessen und den Bedürfnissen meiner Umgebung – Menschen, Tieren, Natur.
Vor allem auch ausgewogen mit mir selbst umgehen: den schmalen Pfad zwischen dem Streben nach Sicherheit und Kontrolle und dem befreienden Gefühl des sich-in-den-Augenblick-fallen-lassen finden.

Also alle Gedanken an Haus, Auto, Zukunft beiseite gewischt, mit einer dampfenden Tasse Cappuccino auf die Terasse gesetzt und die warme Sonntag-Morgen Sonne genossen – das ist umsichtig.

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realitätsgestaltung

Kennst Du die Geschichte mit dem Hammer?
Da will ein Mann ein Bild aufhängen, den Nagel hat er, aber keinen Hammer. Also denkt er sich „Gehe ich doch schnell in den dritten Stock hoch zum Nachbarn, der hat bestimmt einen Hammer.“

Auf dem ersten Treppenabsatz, fällt ihm ein, das der Nachbar heute morgen nur so flüchtig gegrüßt hat: „Vielleicht hat er ja was gegen mich?“. Überhaupt war der schon etwas seltsam die letzte Zeit, als würde er ihm aus dem Weg gehen. „Der tut ja so, als würde ich mir ständig was leihen von ihm! Also ich würde einem Nachbarn so einen leichten Gefallen nicht abschlagen. Die Welt wäre so viel schöner, wenn alle etwas freundlicher miteinander umgehen würden. Aber es muss ja immer ein paar so eingebildete Menschen geben, die einem das Leben schwer machen!“

Endlich klingelt er beim Nachbarn und der öffnet die Tür. Doch noch bevor der „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Freund schon an: „Behalten Sie doch Ihren blöden Hammer, Sie Rüpel!“

[Aus dem Buch Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick]

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