Beiträge getagged mit Gehirn

ungeheuere freiheit

 

There's a light ...

There's a light ...

Gerade habe ich wieder eine Dokumentation zum Thema Unbewusste Entscheidungen im Gehirn gesehen. So langsam kommt die moderene Wissenschaft auf die gleichen Ideen wie hunderte oder gar tausende Jahre alte Philosophien und Religionen: Die Welt ist ein Spiegel meines Bewusstseins. Nichts existiert ausserhalb meiner selbst – und auch dieses Selbst ist vielleicht eine Täuschung.

Im ersten Moment ein beunruhigender Gedanke … wo bleibe ICH bei der Geschichte? Zum Glück ist das ja nur eine mehr oder weniger philosophische Betrachtung, auf meinen täglichen Alltag hat das keinen Einfluß.

Wirklich? Und wenn es stimmt? Ich allein (was oder wer das dann auch immer sein mag) bin dann verantwortlich für alles, was mir im Leben wiederfährt. Keine Schuldzuweisungen mehr an Leute, Umstände, die Politik, das Wetter. Kein ungerechter Chef mehr und keine intriganten Kollegen, kein unreifer Lebensgefährte und keine Aufopferung fordernde Verwandschaft. Keine Ausreden mehr, alles liegt in meiner Hand.

Die Welt ist ein Spiegel. Welch ungeheuere Freiheit dieser Satz in sich birgt.

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illusion oder was ist schon real?!

GEGEN den Uhrzeigersinn?Also das ist ja der Hammer! Ich bin so einiges gewohnt in Sachen Gehirn, aber so krass habe ich noch nie erlebt, wie abgefahren dieses kleine Wunderwerk funktioniert.

Was los ist? Ok, seht Euch das Bild an und beobachtet es eine Weile. Die Tänzerin dreht sich anfangs im Uhrzeigersinn. Nach einer Weile (ich habe zwischendrin mal kurz weg gesehen und plötzlich aus den Augenwinkeln eine Veränderung bemerkt) ändert sie die Richtung und dreht sich auf einmal gegen den Uhrzeigersinn!

Und nun kann ich sie mal links- und mal rechts herum tanzen lassen! Ist das nicht völlig verrückt? Nur weil ich mich dazu entscheide, ändert sich meine Wahrnehmung so drastisch! Da soll mir einer noch weissmachen, das er nur glaubt, was er sieht. Ich sehe nur, was ich glaube!

Gefunden habe ich das in Arvid Leyh’s Braincast, der immer wieder interessante Leckerbissen der ungewöhnlichen Art aufgreift.

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kontraste

Psychedelic GoaEin Dorf weiter ist Starkbierfest, da gibt’s dann Sonntag Nachmittag auch immer lecker Kuchen. Als ich den heute geholt habe und damit gute 15 Minuten der bayrischen Blasmusik ausgesetzt war, ist mir was eingefallen:

Bei vielen Musikrichtungen ist Klang die Verpackung, der Inhalt wird mit Worten transportiert. Ein Lied kann seine Wirkung nur richtig entfalten, wenn ich den Text verstanden habe. Neue Sichtweisen eröffnen sich dann durch ein neues Verständnis des jeweiligen Themas.
Ganz anders hingegen bei Psychedelic Goa Trance: Verpackung und Inhalt sind Eins, es gibt nichts zu Verstehen. Jeder Versuch diese Rhythmen mit einem klassischen Musikverständnis zu begreifen muss kläglich scheitern. Die Wirkung entfaltet sich nur, wenn ich meinen Verstand beiseite lasse und mich in den Rhythmus fallen lasse. Meine Gehirnfrequenz geht mit dem Takt in Resonanz, der Verstand wird durch die ungewohnten Klangstrukturen verwirrt und steigt langsam aus. Mein Körper fängt an mit zu schwingen, ein Gefühl von Einheit wächst langsam in mir, Schauer rieseln mein Rückgrat entlang.
Und plötzlich schwirren Bilder durch meinen Kopf, Ideen fangen von irgendwo her an zu fließen und der Satz Nada Brahma – Die Welt ist Klang gewinnt eine ganz neue Bedeutung.

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