Beiträge getagged mit Gewohnheit

dein schicksal

AdventsroseFrau B. sagt, ich würde immer so Fluchen beim Autofahren. „Aber das ist doch mehr Spaß als Ernst. Ich ärgere mich ja nicht wirklich.“ – „Da solltest Du mal mehr darauf achten, was Du wie sagst!“ antwortet sie.

Fühlt sich erst mal blöd an, aber recht hat sie. Wenn ich mir auch einrede, daß ich mich nicht aufrege, ich tu es doch – sonst würde ich ja nicht Fluchen. Und dann kommen die Sinnsprüche im Newsletter von Anton Korduan ins Postfach geflattert und was finde ich darin:

Achte stets auf deine Gedanken,
sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte,
sie werden zu Handlungen.
Achte auf deine Handlungen,
sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten,
sie werden zu Charaktereigenschaften.
Achte auf deinen Charakter,
er wird dein Schicksal.
(aus dem Talmud)

Passt ja mal wieder.

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schattenspiele

SchattenspieleDie Situation der Menschen, meint Plato, gleiche der von Gefangenen, die in einer Höhle mit dem Rücken zum Eingang angekettet seien. Von allem, was sich vor der Höhle abspiele, bekämen sie nur die Schatten zu Gesicht, die von dem Höhleneingang auf die ihnen gegenüberliegende Wand geworfen würden.

Was wissen wir von der Wirklichkeit? Oder besser: was wollen wir wissen? Wer traut sich, tiefsinnige Fragen zu stellen? So eine Frage allein rüttelt ja schon an den liebgewonnenen Gewohnheiten, nagt an den Grundfesten der eigenen Bequemlichkeit und droht mit Veränderung. Was erst, wenn gar eine Antwort aus den Tiefen des Seins sich ihren Weg ins Alltagsbewusstsein bahnt? Die könnte ja nun wirklich unbequem sein, so einiges -und nebenbei das ganze Leben- auf den Kopf stellen!

Lieber nicht umdrehen, da hinten lauert … Dein Schatten die Realität!

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die große freiheit

SpinnennetzAlte Gewohnheiten, bewährte Denkstrukturen, ein routinierter Alltag – wir alle haben uns über die Jahre hinweg ein hübsches kleines Weltbild zurecht gezimmert, welches uns ein wohliges Gefühl der Sicherheit gibt. Meistens jedenfalls.
Bis plötzlich etwas Unvorhergesehenes passiert, das den vertrauten Rahmen sprengt und sich partout nicht mit den erprobten Mustern lösen lässt. Wir hangeln uns vergeblich von einer auswendig gelernten Strategie zur nächsten, wie Tautropfen in einem Spinnennetz hängen sie brav aufgereiht. Und wir bewegen uns im Kreis, unfähig das selbst gewebte Netz zu verlassen. Bis uns schwindelig wird und wir den Halt verlieren.

Es bleibt nicht viel übrig von der großen Freiheit der Gedanken, dem weltoffenen Geist. Wohl dem, der den Mut und das Vertrauen hat, neue Wege zu beschreiten und Gewohntes hinter sich zu lassen. Der sich nicht scheut, ein neues Netz zu spinnen, welches den Erfordernissen mehr entspricht.

Bis zum nächsten Sturm.

[Update 23:05 Uhr] Hab‘ ich gerade auf www.bleep.de gefunden:

Es ist nicht das Unbekannte, vor dem wir Angst haben müssen, es ist das Bekannte, das wir fürchten sollten. Das Bekannte, das sind die rigiden Muster unserer vergangenen Konditionierung. Sie halten uns in den gleichen rigiden Verhaltensmustern gefangen.

Wenn wir aber in jedem Augenblick unseres Lebens in das Unbekannte treten können, dann sind wir frei. Und das Unbekannte, das ist das Feld unendlicher Möglichkeiten, das Feld reinen Potentials, das, was wir wirklich sind.

Deepak Chopra

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herbst

HerbstDer Mond versteckt sich mehr und mehr hinter den Wolken, das Funkeln der Sterne ist schon eine Weile verschwunden. Langsam wird es kühler. Bald kommt der Wind und bringt Regen mit. Heute war wohl der letzte schöne Spätsommertag. Gut, dass ich früher aus dem Büro bin und noch eine Stunde im Strassencafe die warme Sonne genossen habe.
Ich bin unruhig seit ein paar Tagen, spüre den Wandel, der sich ankündigt. Und ich habe eine leise Ahnung, dass ich diesmal die Gunst der Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen sollte:

Trau dich. Was immer Du kannst oder erträumst zu können, beginne es.
Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.
Johann Wolfgang Goethe

Wohin der Wandel führt? Ich weiß es nicht, will auch garnicht spekulieren. Aber aufmerksam will ich sein, jedes noch so leise Zupfen am dicken Fell der Bequemlichkeit bemerken und dann die welken Blätter der Gewohnheit abschütteln.
Herbst, ich freu mich auf Dich.

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