Beiträge getagged mit Glück

unbeschreibliche freiheit

Nein, es gibt keine Verpflichtung des reinen Bewusstseins, sich in die sogenannte Realität ‘einzubringen’. Wenn die Seele jung ist, sieht sie die Welt wie einen Sandkasten. Überall will sie ihre Fußspuren hinterlassen und das vorhandenen Material zu neuen Gestalten formen. Die Seele mittleren Alters sieht die Welt dagegen als Schule. Als Schüler durchläuft sie ein Lernprogramm, dabei kommt es aber nicht darauf an, dass du diesen Ort formst, sondern nur darauf, wie dieser Ort dich formt. Die alte, reif gewordene Seele schließlich sieht die Welt als Film, als flirrendes Schattenspiel des Uneigentlichen – ohne Substanz, ohne wirkliches Sein. Es gibt nun nichts mehr zu formen und nichts mehr zu lernen. Alles, was du glaubst lernen zu können, bist du bereits. Wende deine Augen von der Leinwand ab, verschließe Deine Ohren und gehe nach innen: dort findest du das Eigentliche, das absolute Sein. Für den solcherart Erwachten hat sich die Notwendigkeit der Beteiligung an der äußeren Realität einfach erübrigt.

Ausschnitt aus Ein Erfahrungsbericht aus dem Erleuchtetenwohnheim „Eternal Being“ von Roland Rottenfußer

Die ganze Welt ein riesengroßer Spielplatz. Einzig und allein geschaffen, um mich in ständig wechselnden Situationen neu zu erfahren, andere Aspekte meines Seins zu entdecken. Um eines schönen Tages schliesslich zu merken, das ich Alles bin und schon immer war.

Das ist genau die Art Lebensphilosophie die ich mag. Nicht das ich sie dauerhaft und durchgängig verwirklichen könnte; doch sie entspricht recht gut meinem Anspruch an Leben, meinem Anspruch an mich selbst. Und sie harmonisiert wunderbar mit meiner Überzeugung, das die Verantwortung für mein persönliches Glücksempfinden ausschliesslich bei mir selbst liegt. Was für eine unbeschreibliche Freiheit dieser Gedanke in sich trägt!

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fest im griff

Gernstls Reisen habe ich gerade wieder gesehen, in den Alpen war er unterwegs.

Die Suche nach dem Glück beschäftigt ja viele Leute. Und die, welche es gefunden haben, können meist nicht sagen, was es denn nun ausmacht, das Glück im Leben. Doch es zieht sich ein roter Faden durch alle Begegnungen des Herrn Franz X. Gernstl: „Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“
Die Zufriedenheit und innere Ruhe dieser meist älteren Menschen (geht das erst im hohen Alter?) hat nichts mit Besitz zu tun, ist unabhängig vom Streben nach irgend etwas und losgelöst vom Wertesystem der Umgebung. Sie nehmen ihr Leben in die Hand, statt auf ein besseres zu Warten. Freuen sich über Erfolge und nehmen Niederlagen mit einem lauten Fluchen und einem leisen Lächeln hin.

Unsere Gewohnheiten, die Erziehung, die Kultur … alles hat uns fest im Griff und verhindert oft genug, das Glück im eigenen Leben überhaupt wahr zu nehmen. Und doch ist es in jedem Moment auf’s Neue unsere eigene Entscheidung, aus den Umständen etwas zu machen, das uns Zufriedenheit schenken kann.

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nevermore

NevermoreGut Ding will Weile haben! Beim aktuellen Bild für das Projekt 52 trifft das mehr denn je zu. Sari hat für die 8te Woche das Thema „Was macht mir Angst?“ gezogen: „Stellen wir uns dieses Woche also gemeinsam unseren Ängsten, gehen tief in uns und überlegen, was uns Angst macht. Tiefgründig oder nicht steht Euch frei …“.

Meine erste Idee waren gleich mal Spinnen. Aber was früher eine ausgewachsene Angst war, kann ich heute bestenfalls noch als Ängstchen bezeichnen. Also weiter gesucht und auch schnell fündig geworden: Ich habe Angst, keine Anerkennung mehr zu bekommen. Das flaue Gefühl im Bauch sagte mir, dass ich richtig liege. Nur … wie sollte ich das fotografisch umsetzen? Die Ideen dafür waren recht schnell gefunden, es scheiterte allerdings an der Gelegenheit und einer passenden Gruppe Statisten :). Nun, wenn etwas trotz stimmigen Gefühls partout nicht klapppen will, komme ich ins Überlegen: „Warum will ich eigentlich Anerkennung? Weil ich dazu gehören will! Und warum will ich dazu gehören? Weil sich das richtig gut anfühlt!“. Es lässt mich meine Verbundenheit mit Gott und der Welt viel leichter fühlen, als wenn ich in einer einsamen Höhle im Himalaya glücklich vor mich hin schwebe. Also was macht mir denn nun Angst? Die Vorstellung, mich nie nie nie mehr glücklich zu fühlen! (Dazu passend fällt mir jetzt auch der Glückstipp von Bodo wieder ein.)

Erstaunlich, wie schnell die Gesichtszüge entgleiten, wenn ich mich ein paar Minuten lang so richtig in dieses Gefühl hinein steigere. Die Bilder haben mich selbst überrascht, kenne ich mein Gesicht doch meist lächelnd und optimistisch! Ich habe per Bildbearbeitung etwas nachgeholfen, um den resignierten und hoffnungslosen Eindruck zu verstärken.

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5 dinge

Pure Joy

Neulich bin ich über einen Satz gestolpert, der mich lange beschäftigt hat: „Nenne 5 Dinge, die Du in Deinem Leben noch machen möchtest.“. Naja, mit den Dingen machen habe ich es nicht so – das ist eine endlose Sache, an deren Ende ich jedesmal nur wieder bei mir selbst lande.
Also habe ich mich ein bißchen bei Neal Donald Walsh angelehnt und den Satz umformuliert: „Nenne 5 Dinge, die ausdrücken wie Du SEIN möchtest.“. Schon wird es schwieriger, mir fallen -auch heute noch- beim besten Willen nur 3 ein:

  1. 3 Monate Wandern in Neuseeland
    Dahinter steckt die Erfahrung aus der Alpenüberquerung letztes Jahr. Irgendwann hört der Verstand auf, ständig dazwischen zu quatschen und ich werde Eins mit dem Weg, den Bergen, der Natur – dem Leben. Ich möchte Eins sein mit allem was ist.
  2. Auf einer Bühne vor 1.000 Leuten reden
    Davor habe ich ganz schön Bammel. Andererseits weiß ich, dass ich das kann und das es mir auch riesen Spaß machen wird! Genau der Zwiespalt ist es, der mich reizt. Ich will meine Grenzen kennen lernen und überschreiten. Ich will mutig sein.
  3. 1 ganzen Tag lang glücklich grinsend in der Sonne liegen
    Für mich das Schwierigste. Ich kann ganz gut rumsitzen und blöd schauen – aber einen ganzen Tag lang? Da wird mir schnell langweilig und vorbei ist es mit dem inneren Frieden. Ich werde ungeduldig und hibbelig und glücklich bin ich dann schon garnicht mehr. Ich möchte mir selbst genügen.

Was möchtest Du sein?

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handeln statt planen

Wald- und WiesenschönheitenWas hindert mich daran, mich hier und jetzt glücklich zu fühlen? Ich glaube ich denke zu viel und spüre lebe zu wenig. Und solange ich mit denken, analysieren und planen beschäftigt bin, bekomme ich meinen Hintern nicht hoch und nichts verändert sich!
Da passt der Artikel aus dem Spinnennetz ja wunderbar dazu:

„Mangelnde Zielstrebigkeit:
entsteht durch die vielen nützlichen Pläne, die man im Kopf hat. Ein Plan, wie nützlich er auch sein mag, ist solange falsch, bis er in die Tat umgesetzt wird. Beginnen wir einen Plan zu verwirklichen, wird er wahr, und die übrigen Pläne verlieren sich oder entwickeln sich entsprechend ihrer Bedeutung weiter. Sobald wir zu handeln be­ginnen, ändert sich unsere Umgebung zu unserem Vorteil. Solange wir nicht handeln, hat die Umgebung mehr Bedeutung als wir selbst. Wir sollten eine Sache ausführen, die wir für richtig halten. Die Umgebung wird sich selbst danach ausrichten, und es werden keine Konsequenzen entstehen.“

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