Beiträge getagged mit Herz

spiegel

TulpenDie Welt ist voller netter Menschen! Ok, so mancher lässt es sich nicht auf den ersten (oder zweiten) Blick anmerken. Und doch kommt es mir so vor.

Da höre ich immer wieder, wie schwierig A doch sei und wie bevormundent. Und dann stellt sich heraus, dass A ein humorvoller, netter, ja fast väterlicher Typ ist. Wäre ich ein in dieser Hinsicht empfindlicher Mensch, hätte ich wohl 5-7 seiner Sätze als persönlichen Angriff werten können. Bin ich aber nicht :).

Oder B, der mir auf den ersten Blick irgendwie arrogant erschien, sich im Nachhinein jedoch auch wieder als netter, freundlicher Geselle entpuppt hat. Im Nachhinein, als ich nämlich meine Unsicherheit abgelegt hatte und offenen Herzens auf ihn zugegangen bin.

Ja ja, die Welt ist eben doch ein Spiegel.

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abgeschnitten

Weldener HerzUmgeben von Hightech der feinsten Art im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sitze ich hier im Hotelzimmer und habe keine Ahnung, wie es Frau B. geht. Das Mobiltelefon hat in dieser Ecke von Arkansas keinen Empfang, Zuhause scheint sich der Rechner auf mysteriöse Art verabschiedet zu haben, die Zeitverschiebung macht es schwer, einfach mal kurz am Festnetz anzurufen.
So bleibt mir nicht viel mehr übrig, als einen Gruß mit einem Bild aus der Konserve zu schicken.

Frau B. ich liebe Dich und freue mich auf das Wochenende mit Dir!

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steter wandel

FeierabendWährend immer mehr Geschäfte schliessen und es auf den Strassen merklich ruhiger wird, erwachen langsam die Häuser und Wohnungen zu leben. Ich liebe diese Zeiten des Wandels, im Grossen wie im Kleinen. Gerade im Kleinen! Zu Silvester, Geburtstag oder Jubiläum geht der dahinter verborgene Rhythmus im künstlichen Hype des besonderen Momentes unter. An der Schnittstelle zwischen Tag und Nacht, Arbeit und Freizeit oder Schlafen und Wachen jedoch offenbart sich der feine Zauber täglich aufs Neue.
Die Gedanken kreisen noch um das Geschehen der letzten Stunde und hinken der Realität träge hinterher. Ohne die Fessel des allzeit bewertenden und kategorisierenden Geistes tauchen Herz und Sinne jetzt ein in den nahtlosen Übergang zwischen Ende und Anfang … und lassen mich einmal mehr erfahren erspüren, dass Leben steter Wandel ist.

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der beobachter

Der BeobachterDas regelmäßige Pochen durchdringt die vollkommenen Stille. Zuerst leise und kaum wahrnehmbar, dann immer lauter und deutlicher. Jeder Schlag löst unendlich feine Wellen aus, die von den fernen Wänden zurück geworfen werden. Sie malen ein mathematisch anmutendes Muster auf die Wasseroberfläche – doch auch die Dunkelheit ist vollkommen, und so lässt sich die geometrische Schönheit nur erahnen. Anfangs zumindest, denn mangels anderer Reize entwickelt der Tastsinn der Haut mit der Zeit eine unglaubliche Sensibilität. Nun spüre ich sie, kann sogar zwischen direkten und reflektierten Wellen unterscheiden.

Ein sanftes Rauschen vertreibt den Zauber. Es schwillt an, wird lauter und nimmt schließlich meine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch. Gleichbleibend, monoton, dumpf. Wie das Gemurmel einer Milliarde Menschen, das Tosen eines gewaltigen Wasserlaufes, das Hintergrundrauschen des Universums. Unaufhaltsam und mächtig wie das Leben selbst.

Ich war heute floaten im Isolationstank, habe dem Pochen meines Herzens zugehört und mich im Rauschen meines Blutes verloren.

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oase

Sonnenuntergang WeldenAn Tagen wie heute merke ich, wie anstrengend es sein kann, die eigene Mitte zu bewahren. Vom „Leid und Elend“, in dem viele Leute zu stecken glauben über den sich ausbreitenden „höher, schneller, besser“ Wahn bis zur banalen und unglaublichen Rücksichtslosigkeit einiger Autofahrer: ich reagiere wie ein Pendel. Ein -mehr oder weniger- kurzer Ausschlag bringt mich aus der friedvollen Ruhe, zieht mich in das jeweilige Spiel hinein. Meist spüre ich recht schnell, dass das deren Spiel ist und nicht meines, und finde wieder zurück zu mir und dem, was ich für wichtig im Leben erachte. Doch es strengt an.

So sehr mich meine „Oase des Herzens“ stärkt und nährt, an Tagen wie heute wünsche ich mir manchmal eine Oase im „Aussen“. Und dann überlege ich, wie lange ich wohl mit -sagen wir mal- 10.000 Euro in Indien oder Peru leben kann?

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