Beiträge getagged mit Hoffnung

frohe weihnachten

fairy light

fairy light

gimme shelter

gimme shelter

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Ein Jahr voller Veränderung und Bewegung, dass wohl viele von uns in der einen oder anderen Weise ordentlich Herausgefordert hat – und noch immer beschäftigt. Doch nicht nur schwierig zu bewältigendes ist geschehen, auch viel Schönes ist im Strom des Lebens aufgetaucht; auch wenn mancher es nicht gleich als solches erkannt haben mag. Wie ein chinesisches Sprichwort sagt:

„Ob etwas schlecht oder gut ist, lässt sich erst nach 10 Jahren beurteilen.“

Ich wünsche Euch allen allzeit ein kleines Feen-Licht am Horizont der Hoffnung und eine schützende Hand in Zeiten des Zweifels und der Sorge.

Frohe Weihnachten, Merry Christmas, Joyeux Noël, Feliz Navidad, Buon Natale, Shèngdàn kuàilè!

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loslassen

Spinnennetz

Gefangen im Netz aus Gewohnheit und Angst
hängen meine Träume und Hoffnungen
wie Regentropfen am seidenen Faden

Ein unachtsamer Schritt, ein jäher Windstoß
und sie teilen aller Tropfen Los

Doch frei von der Erwartung süßer Last
beginnt des Lebens steter Wandel gleich
mir neue Träume einzusagen

Eigentlich hatte ich zu Sari’s Thema der Woche 38 im Projekt 52 ein bestimmtes Gedicht im Kopf und eine Idee dazu, wie ich das im Bild umsetzen möchte. Doch als ich die heute Morgen gemachten Bilder entwickelt habe, ist mir zum Spinnennetz obiges Gedicht eingefallen. Nun gut, dann eben anders herum :). (Ganz nebenbei passt es auch zu Sari’s Ballon mit den Träumen und Wünschen.)

Das ursprüngliche Gedicht will ich Euch trotzdem nicht vorenthalten, es ist mein Lieblingsgedicht:

Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
So müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
Sich lautlos auf – . Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

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abgebrochen

Kemptener HütteSchon lange haben wir die zweite Alpenüberquerung im Sinn, haben Ausrüstung erneuert, Karten studiert, uns vorbereitet und gefreut. Mal abgesehen von dem um zwei Tage verzögerten Start hat auch alles richtig gut angefangen: strahlend blauer Himmel, nette Hütten, bestes Wanderwetter.

Klar waren die ersten Tage mühsam: der Rucksack lastete schwer auf den Schultern, Kondition und Kraft ließen zu wünschen übrig. Doch von Tour zu Tour ging es besser, blieb mehr Kraft und Konzentration für die einzigartigen Wunder der Natur übrig.
Und so haben wir uns mehr und mehr auf die nächsten Routen quer über die Alpen gefreut. Ein paar Wolken und etwas Regen haben so mancher Aussicht erst die richtige Stimmung gegeben, wir waren bester Laune und voller Zuversicht.Seescharte

Selbst der erste Pausentag in Zams hat uns noch nicht aus der Bahn geworfen. Wenn es einen Tag regnet und wir eh schon im Tal sind, dann lassen wir es uns eben hier gut gehen. Doch der Wetterbericht wurde von Mal zu Mal Zams im Regenpessimistischer: Dauerregen und Schnee bis 2.000 m, selbst bis Bozen hinunter. Damit sind manche Touren schlichtweg unmöglich, an die Begehung der Klettersteige in der Brenta ist nicht zu denken. Und so machten wir uns am Montag wiederwillig gen Heimat auf, von einem eigenartigen Gefühl begleitet: wir haben noch nie einen Urlaub abgebrochen!

Die vage Hoffnung, es könnte irgendwo in Mitteleuropa die Aussicht auf besseres Wetter bestehen, zerschlägt die Recherche im Internet: von Oslo bis Genua ist bis Freitag Regen angesagt. Und so bleibt uns nichts weiter übrig, als das Beste daraus zu machen … was immer das auch sein mag. Die Alpen laufen uns sicher nicht davon, die verbleibenden Tage Urlaub allerdings schon.

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perspektive

Augsburger StadtansichtenAlles hat seine zwei Seiten. So weitreichend die Veränderungen in unserem Leben anfangs auch scheinen, so groß ist auch die Chance, welche sich in ihnen verbirgt. Klar, ein Risiko bleibt immer – Gewissheit gibt es nicht. Doch die Unausweichlichkeit des Lebens lässt ja eh keinen anderen Weg zu als Voranzuschreiten, sich dem Unbekannten zu stellen. Denn selbst ein zauderndes Stehenbleiben würde die momentane Situation verändern – mit einem ebenso ungewissen Ausgang.
Wieder einmal liegt es ausschliesslich in meiner Hand, wie ich auf die Dinge zu gehe. Ängstlich und vorausfürchtend oder neugierig und hoffnungsvoll. Und so zeigt die dunkle, enge Gasse -aus einer anderen Perspetive betrachtet- plötzlich ihre ganze vielfältige Schönheit. Enthüllt immer mehr spannende Details, setzt dem kalten Blau des Nachthimmels ein warmes Leuchten entgegen und erfüllt mich mit einer Zuversicht, die alle Bedenken mit einer sanften Bewegung beiseite wischt.

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seilbahnverweigerer

Nur wo man zu Fuss war, war man wirklich.„Einer der glücklichsten Momente im Leben des Menschen, so dünkt mich, ist der Aufbruch zu einer weiten Reise in unbekannte Länder. Mit einer mächtigen Anstrengung die Fesseln der Gewohnheit abstreifend, die bleierne Last der Routine, den Mantel mannigfaltiger Sorgen und die Sklaverei von Haus und Heim, ist der Mensch mit einem Mal wieder glücklich. Das Blut fließt im schnellen Rhythmus der Kindheit… Aufs Neue dämmert der Morgen des Lebens herauf.“
Richard Burton, Tagebucheintrag vom 2. Dezember 1856, zitiert in »The Devil Drives« von Fawn M. Brodie

Das trifft auf wunderbare Weise unsere Stimmung – am liebsten würden wir gleich los gehen. Das Wetter allerdings macht uns noch etwas Sorgen: es liegt Neuschnee auf vielen Bergen, unser Training gestaltet sich gerade etwas schwierig. Aber hey, noch hat der Schnee 5 Wochen Zeit zum tauen – Venedig für kommen!

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