Beiträge getagged mit Leben

ungeheuere freiheit

 

There's a light ...

There's a light ...

Gerade habe ich wieder eine Dokumentation zum Thema Unbewusste Entscheidungen im Gehirn gesehen. So langsam kommt die moderene Wissenschaft auf die gleichen Ideen wie hunderte oder gar tausende Jahre alte Philosophien und Religionen: Die Welt ist ein Spiegel meines Bewusstseins. Nichts existiert ausserhalb meiner selbst – und auch dieses Selbst ist vielleicht eine Täuschung.

Im ersten Moment ein beunruhigender Gedanke … wo bleibe ICH bei der Geschichte? Zum Glück ist das ja nur eine mehr oder weniger philosophische Betrachtung, auf meinen täglichen Alltag hat das keinen Einfluß.

Wirklich? Und wenn es stimmt? Ich allein (was oder wer das dann auch immer sein mag) bin dann verantwortlich für alles, was mir im Leben wiederfährt. Keine Schuldzuweisungen mehr an Leute, Umstände, die Politik, das Wetter. Kein ungerechter Chef mehr und keine intriganten Kollegen, kein unreifer Lebensgefährte und keine Aufopferung fordernde Verwandschaft. Keine Ausreden mehr, alles liegt in meiner Hand.

Die Welt ist ein Spiegel. Welch ungeheuere Freiheit dieser Satz in sich birgt.

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daily buddha

Daily Buddha - die Reise beginnt

Daily Buddha - die Reise beginnt

Seit Jahren sitzt die kleine thailändische Buddhafigur still und erwartungslos auf meinem Schreibtisch, gleich neben dem Gefäß für die Räucherstäbchen. Manchmal verdeckt ein Berg Unterlagen meine Sicht auf ihn, die meiste Zeit jedoch erfreut mich der Anblick seiner heiteren Ruhe.

Nun aber soll er mich begleiten auf meiner Reise, meinen Alltag mit erleben und an all die wundersamen Orte gelangen, zu denen das Leben mich führt. Und während sich sein Wirken auf mein Umfeld ausweitet, habe ich auf diese Weise meinen persönlichen Gelassenheitslehrer immer dabei.

Lasst Euch überraschen, wohin der Weg führt, begleitet mich und verfolgt daily buddha hier bei den hirngespinsten und in meinem flickr Album.

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loslassen

Spinnennetz

Gefangen im Netz aus Gewohnheit und Angst
hängen meine Träume und Hoffnungen
wie Regentropfen am seidenen Faden

Ein unachtsamer Schritt, ein jäher Windstoß
und sie teilen aller Tropfen Los

Doch frei von der Erwartung süßer Last
beginnt des Lebens steter Wandel gleich
mir neue Träume einzusagen

Eigentlich hatte ich zu Sari’s Thema der Woche 38 im Projekt 52 ein bestimmtes Gedicht im Kopf und eine Idee dazu, wie ich das im Bild umsetzen möchte. Doch als ich die heute Morgen gemachten Bilder entwickelt habe, ist mir zum Spinnennetz obiges Gedicht eingefallen. Nun gut, dann eben anders herum :). (Ganz nebenbei passt es auch zu Sari’s Ballon mit den Träumen und Wünschen.)

Das ursprüngliche Gedicht will ich Euch trotzdem nicht vorenthalten, es ist mein Lieblingsgedicht:

Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
So müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
Sich lautlos auf – . Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

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life is rythm

Das hat ja nun wahrlich etwas länger gedauert, bis ich zum Thema der 30ten Woche in Sari’s Projekt 52 was für mich passendes gefunden habe! Und schon wieder bin nicht ich selbst am Auslöser gewesen, sondern mein „Hilfssheriff“ Urs. Aber dafür bin ich mal selbst mit auf einem Bild 🙂

Auf jedem (für mich) guten Fest wurde bislang live musiziert. Früher hat Onkel Hans mit dem Akkordeon aufgespielt; so schön das war, wir blieben in der passiven Rolle des Zuhörers. Bei Gaby und Sig werden früher oder später immer die Congas und Bongos geholt und Ruck Zuck ist eine wilde Trommelsession im Gang. Jeder spielt ein paar Minuten mit und keiner schert sich darum, ob das nun musikalisch korrekt ist – Hauptsache es macht Spass! Und das tut es, auch wenn der eine oder andere am nächsten Morgen blau geschwollene Hände hat ;-).

Genau das macht solche Feiern zu etwas Besonderem: jeder ist mit einbezogen und gestaltet damit das Fest aktiv mit.

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treiben lassen

Ein Schatten huscht blitzschnell durch den Garten, viel zu groß für einen Vogel. Es ist weder etwas zu hören noch zu sehen. Erst das dumpfe Fauchen des Brenners macht mich auf den Heissluftballon aufmerksam, der scheinbar in unmittelbarer Nähe seinen Ausflug beenden will.

Ich mag diese riesigen Gebilde, die oft den Himmel hier über dem schwäbischen Holzwinkel bevölkern. Nicht nur wegen ihres farbenfrohen Aussehens, sondern weil sie so sehr meine Art des Reisens, ja des Lebens verkörpern. Nur schwer zu steuern, gehört eine gute Portion Vertrauen und Neugierde zur Fahrt mit dem Ballon. Sich treiben lassen und mal schau’n wohin der Wind des Lebens einen trägt. Dabei immer den Überblick behalten, die Aussicht geniessen und landen, wo es sich eben anbietet.

Gern wäre ich mit gefahren. Aber auch so freut es mich, das Thema der 28ten Woche im Projekt 52 -etwas spät zwar, aber immerhin- für mich passend umgesetzt zu haben.

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