Beiträge getagged mit Loslassen

lieben was ist

WindDer Herbst ist da. Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt, führt doch kein Weg daran vorbei. Die Phase des Umbruchs, des Loslassens, der (Rück-)Besinnung bahnt sich unausweichlich ihren Weg. Wind zerrt an den Blättern, die sich trotzig am Zweig festklammern und um das letzte bißchen Farbe kämpfen, dass ihnen noch geblieben ist.

Andere wieder scheinen den Wechsel zu genießen, erstahlen richtig in der neuen Farbe. Freuen sich schon, die alten Bande irgendwann sanft loszulassen und einer neuen, ungewissen Zukunft entgegen zu treiben. Wer weiß schon, was der nächste Tag bringt?Gelb

Lieben was ist. Nicht ergeben und resigniert, sondern freudig und neugierig. Lieben was ist, statt sich starrköpfig und mutlos gegen die Realität zu stemmen.

Der Herbst ist da. Was für eine wunderbare und verheissungsvolle Zeit!

[Update: Als heute morgen um 5:40 Uhr der Wecker klingelte … und klingelte … und klingelte … wusste ich, was an dieser Zeit verheissungsvoll ist: am Wochenende wird auf Normalzeit zurück gestellt. Ich kann eine Stunde länger schlafen :)]

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loslassen

SoiernhausEigentlich wollten wir heute von Krün aus eine 2-Tagestour über die Soiernspitze (2257m) und Schöttelkarspitze (2050m) machen. Angesichts der momentanen Wetter- und Schneelage lassen wir das lieber bleiben. Und so gewinnt das Thema Loslassen eine ganz andere Dimension: uns rennt die Trainingszeit davon, Wochenend Touren fallen im wahrsten Sinn ins Wasser und ich setze mich mit dem Gedanken auseinander, die Alpenüberquerung fallen lassen zu müssen! Soiernhaus - LiveDie Webcam zeigt nur Wolken und Schnee, ein gleichförmiges Weiß in Weiß.
Dieser Aspekt des Loslassens gefällt mir garnicht, gehört aber ebenso dazu wie die für mich weitaus angenehmeren Seiten: Alltag, Arbeit, die vermeintliche Sicherheit der Zivilisation und den ganzen Technik-Schnickschnack hinter mir zu lassen.
Nun gut, wir werden sehen wie es weitergeht. Im Moment schau ich etwas wehmütig auf die gepackten Rucksäcke hinter mir und hadere mit Petrus!

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heimkommen

UngewißheitZu Fuß durch die Alpen – der Gedanke beherrscht meinen Alltag. Lange bevor es losgeht, heisst es schon loszulassen. Zum Beispiel vom Verständnis unserer Mitmenschen: riefen Touren wieGeborgenheit 3800km mit dem Bus durch Rajasthan noch Staunen und manchmal auch ein bißchen Neid hervor, ernten wir nun nur noch ungläubiges Kopfschütteln.
Auch mein eigenes Phlegma gilt es loszulassen. Die Tour unvorbereitet anzugehen wäre leichtsinnig und würde mir den Spaß verderben, also heisst es Hintern hoch und trainieren – auch wenn erst mal ein megamässiger Muskelkater dabei rauskommt.
DemutDie Angst vor dieser Aufgabe hält sich die Waage mit der Begeisterung dafür und zeigt damit gleich zwei Bereiche zum Loslassen auf: Selbstbeschränkung und sorglose SpiegelweltNaivität sind zwei Seiten derselben Medaille und beide wenig geeignet, die Alpendurchquerung zu einem schönen Erlebnis zu machen.
Und so beginnt der Traumpfad München – Venedig lange vor dem ersten Schritt, ist die Zeit der Planung und Vorbereitung bereits ein Stück Weg.

Ein Pfad in meine eigene Mitte.

Die Bilder stammen von einer unserer Norwegentouren – ihr findet sie in der Galerie.

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