Beiträge getagged mit Macht

projektion

Spiegelwelt am WertachuferNein, die Welt steht nicht Kopf. Schon seit Urzeiten wird alles teuerer, werden die Menschen immer rücksichtsloser, versucht der Staat immer mehr Kontrolle zu bekommen, werden die Mächtigen immer mächtiger, geht die Natur Stück für Stück zugrunde, steht eine vermeintliche Minderheit etwas ausserhalb und findet das alles sehr seltsam. Ok, das Tempo erhöht sich stetig, wir werden ja auch immer mehr.

Was sich verändert, ist mein Standpunkt, meine Sichtweise. Ich verliere mehr und mehr meine Angst und habe damit keine Notwendigkeit mehr für all die unsinnigen Handlungen. Solange ich den guten alten Zeiten nachtrauere oder über die schwere Kindheit sinniere, brauche ich mich nicht mit dem auseinander setzen, was Hier und Jetzt passiert. Und gehe sauber der Angst aus dem Weg, mich im Spiegel zu sehen und zu merken, das ich mein Leben an mir vorbei ziehen lasse oder nur auf Sparflamme lebe. Gleiches gilt für die Phantastereien vom Auswandern, dem Häuschen in den Bergen oder das Vorausfürchten: Arbeitslosigkeit, Überwachungsstaat, Einsamkeit, Rentenloch, … Die (Zeit-)Richtung ist eine andere, die Angst die gleiche. (Das lässt sich ja auch prima vermarkten: das richtige Bier trinken und du hast viele Freunde, ein paar Versicherungen und du wirst einen glücklichen Lebensabend haben, …)

Durch den Zerrspiegel der Angst betrachtet scheint alles etwas aus den Fugen geraten zu sein. Doch ich sehe nicht, was wirklich ist, sondern projeziere lediglich meine eigene Angst in das Geschehen. Bleibe ich bei mir, hier und jetzt, sehe ich sich im Fluß spiegelnde Bäume, ein paar kleine Wellen und etwas Grünzeug am Ufer, das Ganze garniert mit blauem Himmel, Vogelgezwitscher und dem weichen Licht der untergehenden Sonne. Nichts ist verkehrt, kein Grund zur Sorge, nur Friede und Schönheit.

, , , , , , , , , , , , , , , , ,

Keine Kommentare

aussicht

AussichtIrgendwie fühlt sich gerade alles ein bißchen wie Pause an. Nein nein, nicht das mir langweilig wäre oder ich Ausruhen würde. Eher so wie Pause vom richtigen Leben. Ich meine, der ganze (Berufs-)alltag ist doch großenteils eine riesige Show, in der es nur um Ansehen, Macht und nicht zuletzt Geld geht. Alles Werte, welche mich weder satt noch glücklich machen.
Schon klar, die Welt funktioniert nun mal so, und in unserem Teil der Welt ist es besonders deutlich. Aber weil es schon immer so war und die meisten das Spiel mitspielen, muss es ja noch lange nicht richtig sein, oder?

Was mich bei der Stange hält? Na die Aussicht auf die nächste Bergtour, den nächsten Urlaub, den Ausstieg aus dem wahnwitzigen Kreislauf aus Intrigen und Machtgeränke 🙂

, , , , ,

Keine Kommentare