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Masca-SchluchtMüde und durstig bin ich, die Knochen tun etwas weh, mein rechter Arm schmerzt.

„Und, wie hat es dir gefallen? Ich fand es klasse!“.

Als wir vor zwei Wochen die Masca-Schlucht in Teneriffa runter und wieder hoch gelaufen sind, haben uns einige Leute überholt. Ehrgeizig, die überwältigende Landschaft kaum eines Blickes würdigend haben sie die gut 600m Höhenunterschied in Bestzeit geschafft – echte Sportler.

„Ich fahre nicht gern im Kreis herum.“ antworte ich. Die Schlucht ist so schön, so vielfältig, dass ich die Anstrengung kaum wahrnehme. Jeder Schritt um einen Felsen öffnet neue Ausblicke, zeigt lauter kleine Wunder der Natur. Ich verschmelze mit dem Pfad, meine Füße finden den richtigen Tritt fast von alleine.

„Aber das macht doch richtig Spaß, so schnell wie die Kisten sind! Den wievielten Platz hast du gemacht?“.

Wieder oben im Dorf sitzen wir in der kleinen Taberna, gut 15 Minuten abseits des Touristenrummels. Die im Wanderführer angegebene Zeit passt ganz gut zu unserer Kraft und Kondition, wir haben noch genügend Puffer, um die Tour schön ausklingen zu lassen. Ich halte nichts von höher, schneller, weiter und mit Wettkämpfen kann ich auch nichts anfangen – da bleibt für mich letztlich das Miteinander auf der Strecke.

„Vorletzter oder so, ich weiß nicht.“. Kartfahren ist nicht mein Ding, nach 5 Minuten hätte ich schon wieder aussteigen können.
Dafür war anschließend das Essen beim Mexikaner gut, genauso wie die Gespräche mit Judith und Jörg. Ohne Siegerehrung und Medaille.

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