Beiträge getagged mit Mut

5 dinge

Pure Joy

Neulich bin ich über einen Satz gestolpert, der mich lange beschäftigt hat: „Nenne 5 Dinge, die Du in Deinem Leben noch machen möchtest.“. Naja, mit den Dingen machen habe ich es nicht so – das ist eine endlose Sache, an deren Ende ich jedesmal nur wieder bei mir selbst lande.
Also habe ich mich ein bißchen bei Neal Donald Walsh angelehnt und den Satz umformuliert: „Nenne 5 Dinge, die ausdrücken wie Du SEIN möchtest.“. Schon wird es schwieriger, mir fallen -auch heute noch- beim besten Willen nur 3 ein:

  1. 3 Monate Wandern in Neuseeland
    Dahinter steckt die Erfahrung aus der Alpenüberquerung letztes Jahr. Irgendwann hört der Verstand auf, ständig dazwischen zu quatschen und ich werde Eins mit dem Weg, den Bergen, der Natur – dem Leben. Ich möchte Eins sein mit allem was ist.
  2. Auf einer Bühne vor 1.000 Leuten reden
    Davor habe ich ganz schön Bammel. Andererseits weiß ich, dass ich das kann und das es mir auch riesen Spaß machen wird! Genau der Zwiespalt ist es, der mich reizt. Ich will meine Grenzen kennen lernen und überschreiten. Ich will mutig sein.
  3. 1 ganzen Tag lang glücklich grinsend in der Sonne liegen
    Für mich das Schwierigste. Ich kann ganz gut rumsitzen und blöd schauen – aber einen ganzen Tag lang? Da wird mir schnell langweilig und vorbei ist es mit dem inneren Frieden. Ich werde ungeduldig und hibbelig und glücklich bin ich dann schon garnicht mehr. Ich möchte mir selbst genügen.

Was möchtest Du sein?

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ruhesitz

RuhesitzNatürlich könnte ich mich so langsam zurück lehnen, die Füße hochlegen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Schließlich habe ich es mir in den nun 46 Jahren recht gemütlich eingerichtet im Leben. Habe viele schöne Erinnerungen gesammelt, die reichlich Stoff zum Erzählen kurzweiliger Geschichten bieten. Habe mein Auskommen, mein (gemietetes) Haus, meine Frau, mein Auto, …

Aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, das ich das jemals machen werde, auch nicht mit 90 Jahren – wenn ich denn so alt werde. Denn das hieße für mich, die Neugierde verloren zu haben. Den Spaß an neuen Herausforderungen, die Aufregung, in einer neuen Umgebung zurecht zu kommen, den täglichen Nervenkitzel der Gradwanderung zwischen Unsicherheit und selbstüberschätzenden Mut. Das alles kann und will ich nicht einfach abschalten.

Und deshalb wünsche ich mir für das nächste Lebensjahr weiterhin viele neue Begebenheiten und Erlebnisse in meinem Leben. Und das ich immer auf’s Neue den Mut finde, mich ihnen zu stellen und daran zu wachsen. Zu noch mehr Freude, zu noch mehr innerem Frieden. Der Ruhesitz wird warten müssen – solange benutze ich ihn für den Frühschoppen im Garten 🙂

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)

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angeklopft

AnklopfenJahrelang habe ich mich in eine wundervolle Bequemlichkeit zurück gezogen, mich einlullen lassen vom immer gleichen Ablauf eines gemütlichen Alltags. Bin zwar der Musterbrecher geblieben, der im Einheitsbrei der allgemein anerkannten Üblichkeit Aufmerksamkeit erregt. Aber ich bin auch feige geworden und mutlos, mir selbst und anderen gegenüber. Habe mir das Deckmäntelchen des selbstlosen, gutmütigen „Harmoniebolzens“ zugelegt, welches meine Angst vor Konflikten vertuschen soll. Mit der damit verbundenen -falschen- Rücksichtnahme raubte ich mir und meinem Umfeld jedesmal die Möglichkeit, einer wie auch immer gearteten Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Und an dieser Wahrheit zu wachsen, daraus zu lernen, mich weiter zu entwickeln.
Nein, ich verurteile diese Zeit nicht noch bedauere ich sie – nach meinen „wilden“ Jahren war sie eine wichtige Oase der Ruhe. Aber sowenig wie ein Schiff dazu gemacht ist, nur im Hafen zu liegen, sowenig bin ich dafür geschaffen, den Rest meiner Tage in einer Hängematte zwischen zwei Palmen abzuhängen.

Das Leben hat an meiner Oase angeklopft, ich habe meinen Hintern gehoben und den Schutz der sorgsam gepflegen Gewohnheiten aufgegeben. Noch geht die Reise langsam, ja zögerlich voran. Doch schon zeigen sich erste Hindernisse, welche sich mit dem auswendig gelernten Schema F der letzten 20 Jahre nicht lösen lassen.

Und so kommt der Linktipp vom 2007-05-09 im Kalenderblog von zeitzuleben.de gerade zum rechten Zeitpunkt. Er verweist auf „ein kostenloses 21-Tage-Programm mit vielen interessanten Denkanstössen. Es geht um einen Adler, um Veränderung und vor allem um Sie.“.

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familienstellen

SicherheitMit welcher Selbstverständlichkeit ich an so manchen Glaubenssätzen festgehalten habe (und an anderen bestimmt immer noch festhalte:), verblüfft mich immer wieder. Vor allem wenn sich so ein Thema dann aufzulösen beginnt.
Als ob es mir eine wie auch immer geartete Sicherheit geben würde. Die Sicherheit, immer eine Ausrede parat zu haben? Die Sicherheit, mich dahinter verschanzen zu können, wenn mich der Mut verlässt?
Diese Art Sicherheit jedenfalls ist nicht von Bestand, reicht gerade mal bis zur nächsten Krise. Und dann heisst es: „Please insert coin to continue!“. Bestand hat einzig und allein die Wahrheit. Und die ist oft so verblüffend simpel, dass ich sie -manchmal 40 Jahre lang- einfach nicht sehe.

Die aktive Teilnahme am Familienstellen heute war längst nicht so spektakulär für mich wie erwartet / befürchtet, wenngleich sie mir die Augen für einige fast schon banal einfache Wahrheiten geöffnet hat. Wirklich beeindruckend für mich waren allerdings meine Rollen als Stellvertreter! Wow, da hat es mich stellenweise wirklich umgehauen.

Aber das ist eine andere Geschichte – vielleicht in einem der nächsten Artikel?!
Danke Claudia für dieses aussergewöhnliche Erlebnis.

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na wie geht’s?

UmkehrungDie junge Frau an der Kasse des Supermarktes meint es nett. Aber es ist nur eine Floskel, wie sie wohl hundert Mal am Tag zu hören ist. Was passiert, wenn ich statt dem ebenso unverbindlichen „Danke gut!“ anfange, ehrlich zu antworten? Diese Frage wirft sie etwas aus der Bahn: „So schlimm wird’s ja wohl nicht sein, oder?“, frägt sie unsicher. Nein, wieso auch schlimm? Aber um mein Befinden zu beschreiben, reichen zwei platte Worte eben nicht aus.

Wer kann wirklich mit einer ernsten Antwort auf diese Frage umgehen? Wer nimmt sich die Zeit, hört sich an wie es dem Anderen geht und hat den Mut, auch bei einer vielleicht schwierigen Situation mit offenem Geist und ehrlichem Interesse dem Nächsten zur Seite zu stehen?

Das unverbindlich gemeinte „Na wie geht’s?“ könnte sich leicht in ein ernstes Gespräch zwischen zwei Menschen umkehren. Aber wer hat schon den Mut, ehrlich zu antworten?

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