Beiträge getagged mit nachgedacht

rythmus

LichtungGerade in Antons Sinnsprüchen entdeckt:

Es ist nutzlos den Rhythmus des Lebens
forcieren zu wollen.

Die Kunst des Lebens besteht darin zu lernen
allem und jedem die Zeit zu lassen, der es bedarf.

Carlo Petrini – Gründer von Slow Food®

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schmale gasse

Schmale Gasse„Kannst Du mir sagen, wie ich weiter gehen soll?“ – „Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin Du willst.“ – „Ach, das ist mir eigentlich egal.“ – „Dann ist es auch egal, welchen Weg Du wählst!“

Der Dialog zwischen Alice im Wunderland und dem Edamerhasen zeigt das Dilemma vieler Leute. Kaum einer weiß, was er eigentlich will! Gefangen im Trott des Alltags, den Kopf beleidigt gesenkt oder das Kinn trotzig nach oben gereckt. Den Blick fest auf die Halt gebenden und doch so ungeliebten Gewohnheiten gerichtet. Die meisten können nur sagen, was sie nicht wollen.

Die schmale Gasse legt den Weg fest, kein Abweichen scheint möglich. Dabei stehen so viele Möglichkeiten offen: links und rechts führen Türen in Häuser und Hinterhöfe, vielleicht in andere Strassen, zu neuen Orten!

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eigenverantwortung

ChristroseIch lese gerade das Buch Meta-Management von Fred Kofmann. Erst mal geht es darin um Führung, Management. Doch eigentlich geht es viel mehr um Persönlichkeit und Bewusstsein. Zum Beispiel so: Warum gehst Du ans Telefon? Warum hälst Du an der Ampel? Weil es klingelt? Weil sie rot ist? Als wären wir Pavlos Hunde, die einfach auf einen Aussenreiz reagieren würden. Doch das stimmt so nicht, Du hast das Telefon bestimmt auch schon klingeln lassen und vielleicht auch schon einmal eine rote Ampel überfahren, oder?!

Du gehst ans Telefon, weil Du Dich dazu entscheidest! Vielleicht bist Du neugierig, wer Dich anruft oder freust Dich auf ein Gespräch. Und Du hälst an der rotem Ampel, weil Du wahrscheinlich einen Unfall vermeiden willst, oder? Wie auch immer, Du entscheidest Dich dafür und reagierst nicht nur. Unser Sprachgebrauch suggeriert uns ein Reiz – Reflex Verhalten und gibt uns damit die schöne Gelegenheit zur Ausrede: „Ich kann garnichts dafür, dass die Romantik jetzt flöten ist, das Telefon hat ja geklingelt!“. Der Wirklichkeit näher kommt das Bild des Information – Reaktion Verhaltens. Das ist allerdings deutlich unbequemer, bedeuted es doch, Einfluss auf die Situation zu haben, Verantwortung dafür zu haben, eben selber (mit) Schuld zu sein. Womit wir bei einem schönen Zitat aus dem Buch wären:

„Wenn Du nicht Teil des Problems bist, kannst Du auch nicht Teil der Lösung sein.“

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offen bleiben

BaumstammMeistens bin ich ja der Besserwisser. Klar, ich versuche mich zu beherrschen, aufmerksam und offen zu bleiben. Doch meistens habe ich eben doch eine recht genaue Vorstellung, wie es wirklich ist – für mich. Und genau da beginnt es spannend zu werden: Meine vorgefasste Idee von Irgendwas verhindert, dass ich genau hinschaue, wirklich zuhöre, mich ganz einbringe.

Schau Dir mal das Bild an und schreibe mir, was Du siehst. Dann schau es Dir morgen nochmal an. Und übermorgen. Es kann leicht sein, dass Du jedesmal etwas Neues entdeckst. Selbst wenn sich die Welt nicht ändern würde -so wie dieses Bild jeden Tag das selbe sein wird-, ändern wir uns. Und damit ändert sich auch unsere Wahrnehmung.

In times of change the learners will inherit the earth, while the knowers will find themselves beautifully equipped to deal with a world that no longer exists. In Zeiten steter Veränderung erbt der Lernende die Welt, während die Wissenden bestens gerüstet sind für eine Welt, die es nicht mehr gibt.
Eric Hoffer

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steter wandel

FeierabendWährend immer mehr Geschäfte schliessen und es auf den Strassen merklich ruhiger wird, erwachen langsam die Häuser und Wohnungen zu leben. Ich liebe diese Zeiten des Wandels, im Grossen wie im Kleinen. Gerade im Kleinen! Zu Silvester, Geburtstag oder Jubiläum geht der dahinter verborgene Rhythmus im künstlichen Hype des besonderen Momentes unter. An der Schnittstelle zwischen Tag und Nacht, Arbeit und Freizeit oder Schlafen und Wachen jedoch offenbart sich der feine Zauber täglich aufs Neue.
Die Gedanken kreisen noch um das Geschehen der letzten Stunde und hinken der Realität träge hinterher. Ohne die Fessel des allzeit bewertenden und kategorisierenden Geistes tauchen Herz und Sinne jetzt ein in den nahtlosen Übergang zwischen Ende und Anfang … und lassen mich einmal mehr erfahren erspüren, dass Leben steter Wandel ist.

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